NahverkehrHAMBURG

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SPD-Forderung

Schnellere Busse für Steilshoop und Osdorfer Born

Schnellere Busse für Steilshoop und Osdorfer Born Foto: Christian Hinkelmann
Die SPD-Fraktion will den Busverkehr nach Steilshoop und Osdorfer Born beschleunigen und die Haltestellen modernisieren – als Ersatz für die gekippte Stadtbahn. Die Opposition spricht von einem reinen "Show-Antrag".
Nachdem die SPD die Planung einer Stadtbahn nach Steilshoop gestoppt hat, soll die Großsiedlung jetzt mit schnelleren Bussen angebunden werden.

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion fordert in einem Antrag, dass der geplante Ausbau des Hamburger Busnetzes auch die Anbindung von Steilshoop und Osdorfer Born verbessert (Drucksache 20/1397).

So soll zum Beispiel die Busverbindung zwischen Steilshoop und dem Umsteigebahnhof Barmbek schneller werden.

Die Hoffnung der Antragsteller: Mit einer "verlässlichen Beschleunigung der bisherigen Buslinien kann eine messbare Verbesserung der Anbindung der Stadtteile erreicht werden".

Außerdem sollen die Bushaltestellen in beiden Wohnsiedlungen modernisiert werden. Dies würde zu einer "deutlichen qualitativen Aufwertung der Anbindung beitragen", heißt es in dem Papier.

In der Opposition stößt der SPD-Antrag auf wenig Gegenliebe.
CDU-Verkehrsexperte Klaus Peter Hesse zu NahverkehrHAMBURG: "Das ist ein reiner Show-Antrag ohne substanzielle Verbesserungen für die Anwohner. Den Menschen wird hier ein besserer ÖPNV vorgegaukelt".

Der CDU-Politiker hofft, dass künftige Busspuren in Steilshoop und Osdorfer Born so anfgelegt werden, dass sie später problemlos und kostengünstig in Stadtbahnstrecken umgewandelt werden können. Hesse: "Trotz des geplantes Ausbaus wird unser Bussystem bis 2015 wieder an der Kapazitätsgrenze angelangt sein. Daher darf ein späterer Wechsel auf Stadtbahnbetrieb jetzt nicht verbaut werden".

Kritik kommt auch vom verkehrspolitischen Sprecher der GAL, Till Steffen. "Der Antrag ist sehr weich formuliert und die geforderte Beschleunigung wird nicht qualifiziert", so Steffen zu NahverkehrHAMBURG. "Der Antrag wäre also bereits dann erfüllt, wenn zwei Minuten Fahrtzeitgewinn herauskämen".

Außerdem scheint dem Grünen-Politiker unklar, wie die geforderten Maßnahmen finanziert werden sollen. Steffen: "Die SPD hat sich damit Beschleunigungen auf den Linien 1, 2, 3, 5, 6, 7, 20 und 25 vorgenommen. Da jeweils auch Umbauten erforderlich sein werden, ist das ein umfangreiches Programm, für das bislang nicht ein Cent in den Haushalt 2011/ 2012 eingestellt ist".

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