NahverkehrHAMBURG

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Expertenanhörung in der Bürgerschaft

Wie viel Potential steckt in Hamburgs Bussystem?

Wie viel Potential steckt in Hamburgs Bussystem? Foto: Christian Hinkelmann
Der Verkehrsausschuss der Bürgerschaft hat mit Experten aus ganz Deutschland über den Ausbau des Busverkehrs diskutiert. Dabei erklärten Vertreter aus Hannover und Stuttgart, was Hamburg beachten muss, damit die Busoffensive ein Erfolg wird.
Wie stark kann das Hamburger Bussystem beschleunigt werden? Welche Fördermittel gibt es für Beschleunigungs-Programme? Und woran kann man konkret erkennen, ob eine Busbeschleunigung erfolgreich ist?

Über diese und knapp 90 weitere Fragen diskutierte der Verkehrsausschuss der Bürgerschaft am Mittwoch mit Nahverkehrsexperten aus ganz Deutschland.

Laut SPD kamen die Senatspläne zum Ausbau des Bussystems dabei gut weg. Ole Thorben Buschhüter (SPD), Vorsitzender des Verkehrsausschusses zu NahverkehrHAMBURG: "Die Expertenanhörung war von einer hohen Sachlichkeit geprägt. Die Fachleute haben das Busbeschleunigungsprogramm nicht in Frage gestellt oder gar 'damit abgerechnet', sehr wohl aber Gelingensbedingungen formuliert, damit das Busbeschleunigungsprogramm erfolgreich ist."

Demnach hätten Vertreter aus Hannover und Stuttgart aufgezeigt, auf was Hamburg achten müsse, damit die Busbeschleunigung in der Hansestadt ein Erfolg werde, so Buschhüter.

Die Verkehrspolitische Sprecherin der Hamburger SPD, Martina Koeppen, betonte vor allem die möglichen Einspareffekte durch eine Busbeschleunigung. "Die Stadt Hannover spart durch ihr Beschleunigungsprogramm jährlich vier bis fünf Millionen Euro Betriebskosten ein. Das sind Mittel, um bestehende Angebote weiter auszubauen und Kapazitäten zu steigern", so Koeppen.

Hamburgs Grüne sahen sich nach der Expertenanhörung dagegen in Ihrer Kritik am Busbeschleunigungsprogramm bestätigt. GAL-Verkehrspolitiker Till Steffen: "Die Anhörung hat sehr klar gezeigt, dass das Ziel des Senats, die Kapazitäten der Busse um ein Drittel zu erhöhen, nicht realistisch ist. Maximal 20 Prozent seien bei konsequenter Beschleunigung zu erreichen, wenn der Senat dem Bus die oberste Priorität auf der Straße einräumt."

Steffen kritisierte, dass der Senat für die geplante rund 259 Millionen Euro teure Busbeschleunigung offenbar keine Finanzhilfen beim Bund beantragen möchte: "Hannover und Stuttgart konnten Fördergelder für ihre Busprogramme akquirieren, weil sie vorab eine Kosten-Nutzen-Rechnung erstellt haben. Das verweigert Hamburgs Senat aber konsequent".

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