Demnach sollen auf der M3 künftig größere Busse eingesetzt und der Linienweg in der Innenstadt begradigt werden. So sollen die Busse aus der Hafencity kommend in Zukunft durch den Großen Burstah fahren – der Schlenker durch den Alten Wall entfällt.
An der Sternbrücke soll laut dem Bericht die Haltestelle an die größeren Busse angepasst werden und am Bahnhof Holstenstraße, vor der neuen Flora, ist geplant, dass die Busse künftig früher in die Haltebucht einfahren können. In der Gegenrichtung soll vor der Kreuzung Stresemannstraße/Kieler Straße eine bereits temporär eingerichtete zusätzliche Rechtsabbiegespur für den Autoverkehr dauerhaft bleiben. So würden die Busse stadteinwärts weniger im Stau stehen, heißt es in dem Zeitungsbericht.
An der Haltestelle Trabrennbahn, wo die Metrobuslinien 1,2 und 3 aufeinandertreffen, plant der Senat eine neue gemeinsame Groß-Haltestelle. Außerdem soll die Station Kresseheide umgestaltet werden und am Osdorfer Born, in der Bornheide, könnten Parkplätze wegfallen.
Neue Busspuren im Zug der M3 sind laut dem Bericht nicht geplant. Auch die im Jahr 2002 vom damaligen CDU-FDP-Schill-Senat abgebaute Busspur auf der Stresemannstraße soll nicht zurückkehren. Andreas Rieckhoff, Staatsrat in der Verkehrsbehörde betont in der WELT, dass man "ohne Ideologie" an der Beschleunigung des Busverkehrs arbeite. Dazu gehöre, dass die Einrichtung von Busspuren nur dort erfolge, wo sie auch wirklich sinnvoll seien. Außerdem herrsche "kein Dogma" in der Frage, ob Busspuren in der Straßenmitte oder am Straßenrand angelegt werden müssten.
Laut WELT bereitet der Senat zurzeit 50 Einzelmaßnahmen im Rahmen der Busbeschleunigung vor. Die ersten Umbauarbeiten sollen bereits im Herbst an der Metrobuslinie 5 beginnen.
Im Juni soll eine Hamburger Delegation ins französische Nantes - Umwelthauptstadt 2013 - reisen um sich dort weitere Anregungen zu holen. Nantes hatte 1985 als erste französische Stadt die Straßenbahn wiedereingeführt und gilt als Geburtsstätte des bis heute andauernden französischen Straßenbahn-Booms.
Für die Hamburger Planer dürfte aber eher eine dort 2006 eingeführte Schnellbuslinie sein, die auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 21 Km/h kommt und damit wesentlich schneller ist als Hamburgs meistgenutzte Buslinie M5, die mit durchschnittlich 13 Stundenkilometern fährt. Der Tempo-Trick der Franzosen: Durchgehende Busspuren, die wie bei einer Stadtbahn konsequent vom übrigen Straßenraum getrennt sind und Bevorrechtigungen der Busse an jeder Ampel.
