NahverkehrHAMBURG

Zur normalen Ansicht wechseln

Bis zu sieben Kilometer Reichweite

Einsatz ab Dezember: Hochbahn präsentiert neuen Batteriebus

Präsentation des neuen Batteriebusses: Hakan Agnevall (Volvo), Frank Horch (Verkehrssenator), Ulrike Riedel (Hochbahn), Gertrud Sahler (Bundesumweltministerium), Michael Westhagemann (Siemens) Präsentation des neuen Batteriebusses: Hakan Agnevall (Volvo), Frank Horch (Verkehrssenator), Ulrike Riedel (Hochbahn), Gertrud Sahler (Bundesumweltministerium), Michael Westhagemann (Siemens) Foto: Hochbahn
Die Hochbahn hat heute einen neuen Hybrid-Batteriebus präsentiert, der bis zu sieben Kilometer rein elektrisch fahren kann. Aufgeladen wird der Akku über einen Stromabnehmer auf dem Dach. Ab Dezember soll das Volvo-Fahrzeug regelmäßig auf der Linie 109 zwischen der Innenstadt und Alsterdorf fahren.

Die Hochbahn hat heute ihren ersten Elektro-Hybridbus vorgestellt, der bis zu sieben Kilometer aus reiner Batteriekraft fahren kann. Erst danach muss ein Dieselmotor zugeschaltet werden.

Das neue Fahrzeug stammt vom Hersteller Volvo ("7900 Electric Hybrid") und soll ab Dezember auf der "Innovationslinie" 109 zwischen der Innenstadt und Alsterdorf fahren. Auf dieser Linie möchte die Hochbahn künftig nur noch besonders umweltfreundliche Busse einsetzen.

Der neue Bus verfügt über einen Lithium-Ionen-Akku, der den Elektromotor (150 kW) mit Strom versorgt. In der Innengestaltung entspricht der neue Bus einem 12-Meter-Standardbus (Weitere technische Daten hier downloaden).

"Die Batterietechnologie wird immer interessanter für den Einsatz im Busbereich. Wir gehen mit dem Elektro-Hybridbus einen wichtigen Schritt weiter auf dem Weg, nur noch rein elektrische Busse anzuschaffen", so Hochbahn-Vorstand Ulrike Riedel.

Der neue Elektro-Hybridbus ist die Weiterentwicklung der diesel-elektrischen Hybridbusse, die die Hochbahn nach eigenen Angaben schon seit 2013 einsetzt. Allerdings reicht deren Akku-Kapazität nur zum rein elektrischen Anfahren.

Aufgeladen werden die Batterien des neuen Volvo-Busses an den beiden Linienenden in der Innenstadt und in Alsterdorf. Dafür baut die Hochbahn derzeit ein eigenes Elektrobus-Terminal am Hamburger ZOB mit mehreren Ladeplätzen, an denen später einmal bis zu 12 Busse aufgestellt und über zwei Ladestationen mit Strom "betankt" werden können. Heute wurde die noch nicht ganz fertige Anlage erstmals vorgestellt.

Die Aufladung erfolgt über das Fahrzeugdach. Der Bus parkt unter einem Lademast, an dem ein beweglicher Pantograf installiert ist. Dieser Pantograf senkt sich auf das Dach des Busses herab und lädt die Akkus mit bis zu 300 Kilowatt in nur sechs Minuten auf.

Die Ladetechnik stammt von Siemens, der Strom für das gesamte E-Bus-Terminal kommt von der benachbarten U-Bahnlinie U3. "Mit der ersten Ladestation für Batteriebusse in Hamburg haben wir den Startschuss für eine neue Generation des Nahverkehrs mit Bussen gelegt", so Michael Westhagemann, Chef der Siemens-Niederlassung in Hamburg.

Vor genau einer Woche hatten bereits die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) ihren ersten reinen Batteriebus präsentiert: Ein Kleinbus des italienischen Herstellers Rampini, der seitdem regulär auf der Linie 48 ("Bergziege") durch das Blankeneser Treppenviertel fährt.

Hintergrund ist: Der Hamburger Senat will, dass die Verkehrsunternehmen ab 2020 nur noch emissionsfreie Busse anschaffen.

1 Kommentar

  • Manfred Millmann

    Damit der Strom für den Volvo Hybridbus auch total preiswert und sauber ist, empfiehlt sich der Einsatz einer Mikrogasturbine aus dem Hause Volvo. Die bringt ca. 100 kW/el für die Busse und 150 kW/th Wärme zum Kühlen von Rechnern usw.

    Melden Manfred Millmann Kommentar-Link

Schreibe einen Kommentar

HINWEIS: Bitte formulieren Sie Ihren Kommentar sachlich und freundlich.
Kommentare, die nicht zum Thema passen, Beleidigungen, Schimpfwörter oder Werbung enthalten oder in irgendeiner Weise gegen geltendes Recht verstoßen, werden nicht freigeschaltet.


© Christian Hinkelmann 2013 - Alle Rechte vorbehalten

Top Desktop version