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Planfeststellungsverfahren

Neuer Bahnhof Altona: Hier alle Pläne online einsehen

Soll verlegt werden: Kopfbahnhof Altona in Hamburg Soll verlegt werden: Kopfbahnhof Altona in Hamburg Foto: Christian Hinkelmann
Die Deutsche Bahn veröffentlicht heute alle Pläne zum Neubau des Bahnhofs Altona im Internet. Auf einer eigenen Projekt-Website und auf der Seite der Hamburger Verkehrsbehörde können die Unterlagen digital eingesehen werden. Hier bekommen Sie die Download-Links. Bis Mitte April liegen die Pläne außerdem auch in drei Bezirksämtern aus.
Wo sollen die vier neuen Bahnsteige liegen? Wie viel Abstellgleise sind geplant? Wie sieht es mit dem Brandschutz aus und was bedeutet das Projekt eigentlich für die Umwelt?

Ab heute gibt es Antworten auf fast alle Fragen rund um die geplante Verlegung des Bahnhofs Altona an den Diebsteich.

Die Deutsche Bahn stellt heute sämtliche Pläne, Untersuchungen und Gutachten auf einer eigenen Projektwebsite ins Internet. Auch auf der Seite der Hamburger Wirtschaftsbehörde werden die Dokumente online stehen.

Bis zum 13. April können Bürger die Unterlagen zudem auch in den Bezirksämtern Altona, Eimsbüttel und Wandsbek einsehen und bei Bedarf bis zum 27. April Einspruch erheben (siehe hier).

Bei dem Neubau an der heutigen S-Bahn-Station Diebsteich geht es um insgesamt drei Fern- und einen S-Bahnsteig, 25 Kilometer neue Gleise, 48 Weichen und ein Stellwerk.

Bis Ende kommenden Jahres soll das Planfeststellungsverfahren nach Angaben der Deutschen Bahn abgeschlossen sein. Direkt danach soll der Bau des neuen Bahnhofs Altona beginnen.

Im Jahr 2023 soll der neue Fernbahnhof Altona in Betrieb gehen. Der alte Kopfbahnhof soll mitsamt dem großen Gleisvorfeld stillgelegt und abgebaut werden. Auf den Flächen sollen rund 1.900 Wohnungen entstehen ("Neue Mitte Altona").

Die Kosten für den Bahnhofs-Umzug liegen Schätzungen zufolge bei rund 300 Millionen Euro.

Der unterirdische S-Bahnhof Altona soll an der bisherigen Stelle im Stadtteilzentrum bestehen bleiben.

Die Verlegung des Altonaer Bahnhofs wird seit mehreren Jahrzehnten diskutiert und ist nicht unumstritten. Eine Bürgerinitiative befürchtet eine schlechtere Erreichbarkeit des Stadtteilzentrums und lehnt das Projekt ab.

Download: Sehen Sie hier alle Planungsunterlagen zum neuen Bahnhof Altona online ein:
  1. Inhaltsverzeichnis (PDF, 173,9 KB)
  2. Anlagenverzeichnis (PDF, 127,3 KB)
  3. Erläuterungsbericht (PDF, 613,1 KB)
  4. Übersichtspläne (ZIP, 31,3 MB)
  5. Bauwerksverzeichnis (ZIP, 355,3 KB)
  6. Lagepläne (ZIP, 7,8 MB)
  7. Höhenpläne (ZIP, 1,2 MB)
  8. Querprofile (ZIP, 2,9 MB)
  9. Bauwerkspläne (ZIP, 8,8 MB)
  10. Grunderwerb (ZIP, 5,1 MB)
  11. Landschaftspflegerischer Begleitplan (ZIP, 23,3 MB)
  12. Hydraulische Berechnungen (ZIP, 4,7 MB)
  13. Umweltverträglichkeitsstudie (ZIP, 59,9 MB)
  14. Schall - Teil 1 (ZIP, 30 MB)
  15. Schall - Teil 2 (ZIP, 84,4 MB)
  16. Erschütterungen (ZIP, 12,3 MB)
  17. Brandschutzkonzept (ZIP, 7,9 MB)
  18. Baugrund (ZIP, 31,3 MB)
  19. Bodenverwertungs- und Entsorgungskonzept (ZIP, 17,9 MB)

Weitere Basisinformationen zum Planfeststellungsverfahren finden Sie hier.

Karte DB Altona-Nord Gleisplan Copyright Deutsche Bahn
Lageplan: Hier soll der neue Durchgangsbahnhof Altona gebaut werden. (Karte: Deutsche Bahn)

3 Kommentare

  • JPM

    Vielen Dank für die Informationen! Der Plan des neuen Fernbahnhofs Hamburg-Diebsteich, eingezwängt zwischen Schleswiger und Plöner Straße, mit "repräsentativem" Empfangsgebäude in knapper Eigenheimgröße, natürlich nur einem S-Bahnsteig (wo sollte da wohl Platz für einen zweiten sein?) - für mich eine reductio ad absurdum. Und den Namen Diebsteich sollte man unbedingt erhalten. Denn er deutet an, dass hier Diebstahl betrieben wird, Diebstahl am größten Kapital, das uns die Bahn aus dem 19. Jahrhundert bislang herübergerettet hat: dem Verkehrszugang in die Innenstädte. Kleiner Tipp: auch am Hauptbahnhof ließen sich wunderbare Immobilienpreise erzielen. Sollte man den nicht auch stilllegen und nach - sagen wir - Billbrook verlegen?

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  • Kevin

    Man sollte zwei S-Bahnebenen bauen mit je zwei Gleise pro Richtung wie schon im derzeitigen S-Bahnhof Altona.
    Allein der derzeitigen S-Bahnlinien S1, S3 und S21 benötigen schon einen Bahnsteig zusätzlich gibt es bis dahin auch die neuen Linien der S4/S41 und die Verstärkerlinie S32 diese benötigen dann die zweite Bahnsteigebene der S-Bahn.


    Somit könnten auch die beiden RE-Linien RE7 Flensburg-Neumünster-Elmshorn-HH-Altona Nord (neu)-HH-Hbf und RE70 Kiel Hbf-Neumünster-Elmshorn-HH-Altona Nord (neu)-HH-Hbf am neuen Altona Bahnhof halten und auch die Marschbahn RE6 was heute noch der NOB gehört könnte dann auch dem Hamburger Hauptbahnhof ganz bequem erreichen.

    Des weiteren verkehrt die neue S4 die auf den künftigen Linien RB61/71 zum Einsatz kommen wird zwischen Pinneberg und Altona Zentrum als Express-S-Bahn mit kurzem Halt im neuen Altona Nord Bahnhof.
    So wird das Zentrum von Altona dann am schnellsten verbunden zumal da auch der Busbahnhof sich befindet.

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  • Gerhard Neumeier

    Holprig wie wir unsere Bahn kennnen:
    Man tilge einfach so den Bahnhof Altona und setze ein paar Gleise mit Brücke an den Bahnhof Diebsteich.

    Keinerlei Aussagen zum Betriebskonzept (mal abgesehen vom Neubau eines elektronischen Stellwerks, was wieder Streckenprobleme ohne Ende mitsichbringen dürfte, da die Dinger immer eine Zeit brauchen, bis sie reibungslos funktionieren) - aber wichtige Fragen werden in den Dokumenten kaum aufgegriffen:
    Inwiefern wird der Durchgangsbahnhof Diebsteich für Altonaer besser erreichbar, als er es mit einer S3-Anbindung jetzt ist? Inwiefern kann ich in Diebsteich genau so schnell in die S1 umsteigen, als es jetzt der Fall ist?

    Wenn ich heutzutage mit der S3 nach Altona fahre, fährt mir die S1 jeweils in Gegenrichtung vor der Nase weg. Wie ist das Bedienungskonzept zum Hauptbahnhof?

    All das sind wichtigere Fragen, als die Regelung des Schallschutzes oder Umweltgutachten. Zudem bekomme ich das kalte Grausen, wenn ich die jetzige Chaos-Baustelle Bahnhof Altona Untergeschoss sehe. Die DB macht als Vorhabens- und Bauträger kein gutes Gesicht.

    Melden Gerhard Neumeier Kommentar-Link

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