Stadtentwicklungssenatorin Hajduk verspricht sich vom „Bürgerforum Stadtbahn“ einen Lernfortschritt auf beiden Seiten. Hochbahnchef Elste betonte, dass es bei vorherigen Verkehrsbauvorhaben in Hamburg noch nie eine so frühe und umfassende Bürgerbeteiligung gegeben habe.
Planungen für 2. Bauabschnitt beginnen
Unterdessen schreiten die Planungen für das Stadtbahnprojekt immer weiter voran.
Am Mittwoch, den 23.11.2010, will der Hamburger Senat den Planungsbeginn des 2. Bauabschnittes vom U-Bahnhof Kellinghusenstraße nach Altona beschließen. Außerdem soll die Hochbahn beauftragt werden, einen dritten und vierten Planungsabschnitt auszuwählen – z.B. von Altona nach Osdorf oder von der Hoheluftchaussee Richtung Innenstadt.
Genaue Zahlen zur Wirtschaftlichkeit liegen endlich vor
Inzwischen wurde auch genaue Zahlen zum volkswirtschaftlichen Nutzen der Stadtbahn bekannt.
Nach Berechnung eines externen Gutachters erreicht die geplante Startstrecke Bramfeld-Altona einen Kosten-Nutzen-Faktor von 1,18. Das heißt, schon die erste Stadtbahnstrecke ist wirtschaftlich sinnvoll – für jeden investierten Euro hat die Volkswirtschaft einen Nutzen in Höhe von 1,18 Euro.
Die Errechnung des Kosten-Nutzen-Faktors verläuft nach einem komplizierten standardisierten Verfahren, das jedes Verkehrsbauprojekt durchlaufen muss um Fördergelder des Bundes beantragen zu können. Nur bei einem KN-Faktor über 1 sind Bauprojekte grundsätzlich förderfähig.
Die Stadtentwicklungsbehörde geht davon aus, dass die ersten vier Bauabschnitte mit einer Streckenlänge von 28 Kilometern ungefähr 1 Milliarde Euro kosten werden. 364 Millionen Euro sollen Hochbahn und die Stadt Hamburg übernehmen. Die Kosten sollen sich auf einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren verteilen.
