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130 Jahre AKN und Ende des zweigleisigen Ausbaus

Die AKN hat am Mittwoch ihr 130-jähriges Bestehen und das Ende des zweigleisigen Ausbaus ihrer Stammstrecke zwischen Hamburg und Kaltenkirchen gefeiert.
Christian Hinkelmann
Zweigleisiger Ausbau der AKN-Bahnstrecke am Haltepunkt Burgwedel in Hamburg
Zweigleisiger Ausbau der AKN-Bahnstrecke am Haltepunkt Burgwedel in Hamburg
Foto: Christian Hinkelmann

Bei einem Festakt in Burgwedel lobte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Reinhard Meyer den Ausbau. „Kontinuierlich steigende Fahrgastzahlen belegen, dass die AKN auf den richtigen ‚Zug gesetzt‘ hat. Mit dem nun fertig gestellten Abschluss des letzten zweigleisigen Ausbau-Abschnitts zwischen Bönningstedt und Burgwedel hat die AKN einen weiteren Meilenstein erreicht“, so der SPD-Politiker.

Meyer mahnte einen möglichst schnellen weiteren Ausbau der Dieselroute zu einer elektrischen S-Bahn an, um eine umsteigefreie Direktverbindung von Kaltenkirchen bis in die Hamburger Innenstadt anbieten zu können. Nach seinen Worten sieht eine entsprechende Kosten-Nutzen-Analyse, die gerade erstellt und im Sommer präsentiert werden soll, bislang gut aus.

Der zweigleisige Ausbau der AKN-Stammstrecke begann 1996 zwischen Ulzburg und Kaltenkirchen und wurde Anfang 2013 in Burgwedel abgeschlossen.

AKN-Chef Wolfgang Seyb ist zufrieden: „Wir haben nicht nur den Zeitplan, sondern auch den Kostenrahmen eingehalten, was uns natürlich besonders freut.“

Laut Seyb sind die Bahnen durch den zweigleisigen Ausbau pünktlicher geworden, weil das Warten auf Gegenzüge einfällt. Dies sei ein wichtiger Grund, warum die AKN im Jahr 2012 in ihrem eigenen Netz mit 9,5 Millionen Menschen so viele Fahrgäste befördert hat, wie noch nie.

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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6 Antworten auf „130 Jahre AKN und Ende des zweigleisigen Ausbaus“

@Max. Ja, da haben Sie recht. Wo die Strecke umgebaut wurde, das sie unter den einen S-Bahn Gleis in Richtung Pinneberg geht, wurde das andere Gleis, das hinter Eidelstedt abging, rausgenommen. Der Bahnübergang ist noch zum großen Teil vorhanden. Man könnte das eine Gleis wiederherstellen, so das zwei AKNs oder später die S-Bahns ohne Probleme raus und gleichseitig fahren können. @H. Claus Ja, das haben sie auch Recht. Durch die eingleisigen Abschnitte zwischen Quickborn und Tanneneck sowie das Stück von 700 m vor bzw. hinter Ulzburg Süd entstehen immer wieder verspätungen, die durch einen teilweisen oder kompletten Ausbau der Strcke zu vermeiden wären (ihr genannter Flaschenhals). Auch klappt nicht die Abfahrtzeiten der A1 in Ulzburg Süd. Die A1 in Richtung Ulzburg süd soll zum Beispiel um 18:30 Uhr fahren, was nicht klappen kann, da die andere A1 in Kaltenkirchen/Bad Bramstedt/Neumünster nicht um 18:29 Uhr am Bahnhof da ist und um 18:30 Uhr losfahren kann. (Entweder ist die Bahn verspätet, weil Sie in Eidelstedt zu spät losfahren konnte oder in Quickborn auf den Gegenzug warten musste oder es muss auf die A2 gewartet werden). Der neue Fahrplan klappt einfach nicht zu den Zeit. Ich plädiere dafür die alten Abfahrzeiten in Ulzburg Süd bei der A1 in Richtung Eidelstedt wieder zum Beispiel um 18:31 Uhr ankommen und um 18:32 losfahren. In Richtung Kaltenkirchen/Bad Bramstedt/Neumünster sollte die Bahn um 18:31 Uhr ankommen und um 18:32 Uhr losfahren.

Was passiert denn nun mit der geplanten Haltestelle Schnelsen-Süd?
Die Anwohner werden nun schon seit über 16 Jahren vertröstet…

Was ist der Grund dafür, dass die Einfädelung am Bahnhof Eidelstedt nicht zweigleisig gebaut wird? Ich erwarte, dass wenn es eines Tages einen ganztägigen 10-min-Takt geben sollte, dieser in der NVZ auf den Abschnitt Eidelstedt-Quickborn beschränkt sein wird. Wenn die Einfädelung zweigleisig wäre, wäre damit dieser gesamte Abschnitt zweigleisig.

Stellt die Eingleisigkeit am Bahnhof kein Nadelöhr da, insbesondere da noch zwei S-Bahn-Linien an diesem Bahnhof mit nur zwei Bahnsteigkanten verkehren? Warum wurde die Einfädelung damals nicht gleich zweigleisig gebaut, wobei die alte Trasse direkt hätte genutzt werden können?

@ H.Claus, sie scheinen selten AKN zu fahren: Die Strecke zwischen Quickborn und Quickborn-Süd ist schon seit etwa 1963 zweigleisig ( für Bewobausiedlung mit Haltepunkt Quickborn Süd).
Der Bahnübergang in der Kurve am Bahnhof Ellerau ist tatsächlich ein Problem. Es gab bereits Überlegungen für eine Strassenunterführung. Diese könnte aber erst gebaut werden, wenn der Ausbau zur S-Bahn kommt.
Es ist nicht beabsichtigt, den Abschnitt Quickborn-Tanneneck zweigleisig auszubauen, so der aktuelle Stand.
Bleibt noch zu ergänzen, dass Minister Meyer auf der Veranstaltung den AKN-Ausbau zur S-Bahn bereits quasi ankündigte: Bis 2019 sei das zu schaffen.
Im Sinne der vielen Mitarbeiter hoffentlich mit neuen Triebzügen der AKN!

Der zweigleisige Ausbau ist beendet? Wie schade! Was ist mit der Strecke zwischen Ellerau und Quickborn Süd? Wie sieht es mit den Bahnübergängen z. B. in Ellerau und Ulzburg Süd aus? Gerade letzterer ist immer noch ein Flaschenhals, wenn eine Richtung der A1 verspätet ist.

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