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36 Prozent der Hamburger Autobesitzer fahren monatlich HVV

Viele Hamburger nutzen den Öffentlichen Nahverkehr, obwohl sie ein Auto besitzen. Das geht aus einem Verkehrsentwicklungspapier der Handelskammer hervor.
Christian Hinkelmann
Ein Hamburger S-Bahn-Zug fährt bei Frühlingswetter am Dammtor an blühenden Blumen vorbei
Ein Hamburger S-Bahn-Zug fährt bei Frühlingswetter am Dammtor an blühenden Blumen vorbei

Demnach fahren 15 Prozent der Hamburger täglich und 36 Prozent mindestens einmal im Monat mit Bus und Bahn obwohl im Haushalt auch ein PKW verfügbar ist.

Darüber hinaus besteht laut Handelskammer weiteres Potential, Menschen zum Umsteigen zu bewegen. Dies hänge aber maßgeblich davon ab, ob der HVV-Direktverbindungen zwischen Start und Ziel anbiete.

Als problematisch werden hierbei offenbar vor allem Verbindungen angesehen, bei denen auf Teilstrecken Busse benutzt werden müssen.

Laut einer repräsentativen Handelskammer-Umfrage kritisieren 40 Prozent der Befragten, dass aufgrund der schwankenden Fahrzeiten der Busse Anschlüsse an andere Verkehrsmittel nur schwer zu kalkulieren sind.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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13 Antworten auf „36 Prozent der Hamburger Autobesitzer fahren monatlich HVV“

@Holger
Richtig, aber wir wollen ja unseren Rechen-Fetischisten nicht den Spaß verderben. Die Reisegeschwindigkeit ist ohnehin für die meisten eher nebensächlich, wenn man die Leute fragt, wann es für sie ein Anreiz ist, das Auto stehen zu lassen. Auch der so viel kritisierte Fahrpreis, hat so gut wie keinen Einfluss. Man weiss seit längerer Zeit, dass „günstige“ Preise keinen Einfluss auf die Kundenzuwachsraten haben bzw hätten. Wichtig für die Menschen ist vor allem das Sichherheitsempfinden, das Platzangebot, die Taktung und die Sauberkeit der Fahrzeuge und Anlagen. Selbst der Umweltgedanke hat mehr Prorität, als die Reisegeschwindigkeit. Fahrzeit landet im unteren Mittelfeld und Fahrpreis sogar im unteren Drittel der Prioritäten. Kennxperter hat aber Recht, wenn er kritisiert, dass Außenbezirke ohne Schnellbahnanschluss unterversorgt sind und man so niemals die Leute dort vom eigenen PKW abbringt. Wenn man weiter draussen wohnt, ist die Reisegescwindigkeit aber natürlich wieder wichtiger, das muss man fairerweise schon dazu sagen.

@Kennexperter
“ Gestern fuhr ich wieder an Kolonnenfahrten der Busse vorbei. Also mindestens 5 Minuten Verspätung mindestens eines Fahrzeuges.“
Ohje, nicht dass die Hochbahn demnächst verklagt wird..
Da jetzt die Baustelle am EDP richtig los geht, werden Sie ab sofort noch mehr Gelegenheit bekommen, an Buskolonnen vorbeizufahren. Hier wird es jetzt in der Tat böse werden, da nur ein Fahrstreifen befahrbar ist.Unterhalten wir uns doch noch einmal über das Thema Zuverlässig des Busbetriebes, wenn keine Jahrhundert- Baustellen anstehen, damit das Ganze auch Sinn macht. In jeder Stadt der Welt verspäten sich Busse und Bahnen. Auch in Düsseldorf, München und Frankfurt können die Fahrzeuge nicht fliegen und würden bei solchen Maßnahmen genauso „absaufen“, wie in HH. Befremdlich finde ich auch, dass gerade Sie sich über Stau durch Baustellen (und die damit verbundenen Verspätungen im Busbetrieb) beschweren, wo doch die Maßnahmen gerade dafür durchgeführt werden, damit in Zukunft die Busse besser durchkommen. Gerade Sie werden doch davon profitieren.
Halten Sie sich aber bitte an die Sperrzeiten für Fahrradmitnahme…falls Ihnen die Puste ausgeht oder es regnet;-)
Die App Öffis hat übrigens tatsächlich das Prädikat „Totalfiasko“ verdient. Diese App ist-mit Verlaub- Schrott. Dagegen ist Geofox Hightech. Ich habe zwar seit 2 Jahren oder so nicht mehr versucht sie zu installieren, weil das letzte Mal, als ich mir die App das gefühtlte 10.Mal neu runterladen musste, mein Smartphone für 1 Woche nicht mehr brauchbar war. Kann sein, dass man das Teil verbessert hat, aber damals war das nix. Von den Fehlern in der Routenberechnung rede ich gar nicht erst. Manchmal wurden sogar Linienkennzahlen zwischen Bus und Bahn verwechselt.
Dass eine Echtzeitinfo was ganz tolles ist, soll kürzlich Dresden ad absurdum geführt haben. Die „Echtzeit“ hinkte einen ganzen Tag lang 5-10Min der ECHTEN ZEIT hinterher.
Was man in Hamburg schlicht DFI nennt, heisst in DD übrigens „Großbild-Abfahrtsmonitor“. Hmmm

„Geschenkt, auch der Prüfdienst scheint entweder keine Prüfhardware zu besitzen oder das sehr ungern zu machen.“

Genau, die haben dafür gar keine Hardware ( habe ich jedenfalls noch nie gesehen) und manchmal Leute im Prüfdienst, die die Zahlgrenzen nicht kennen. Letztes Jahr musste ich einschreiten und den Prüfer erst mal belehren, der gerade einer Dame erzählen wollte, dass sie seit 2 Haltestellen ohne Fahrschein fahren würde. So etwas würde ich dann auch als Totalfiasko bezeichnen und hier merkt man, dass das Wort „Kontrolle“ in Hamburg erst gelernt werden muss.
Ein Busfahrer kann bei der Sichtkontrolle ohnehin nicht viel erkennen, auf den Dingern. Sie müssten mir den Schein schon geben, damit ich was lesen kann. Ist völlige Fehlplanung. Angeblich sollen ja bald wieder andere Fahrscheine kommen. Diesbezüglich ist der HVV in der Tat ganz schlecht.
Ich persönlich mach das so tolerant, wie möglich und so, dass der Fahrgast sich nicht belästigt fühlt. Die „Pappenheimer“ erkenne ich auch so;-)

Übrigens: viel Spaß beim Radeln und BITTE nicht ohne Radspur rechts überholen, das ist gefährlich!
Dagegen sind wir Busfahrer außerdem allergisch:-)

„Das kann man jetzt auch schon. Nichts anderes macht die HVV App.“

„Das“ (also eine Fahrplanauskunft auf dem Smartphone) kann man seit 10 Jahren. Es ist ein so naheliegendes Bedürfnis, dass es eine Vielzahl von Fremd-Software gab, lange bevor der HVV seine eigene App startete. Da sprechen Sie auch gleich ein schönes Beispiel für die Misere an:

Erst brauchte der HVV fünf Jahre für eine App. Fünf Jahre! Das ist in der IT eine Ewigkeit. Der Hamburger ÖV schlief einfach seelenruhig und bekam gar nichts mit. Denn getüftelt wurde an der App in der Zeit auch nicht. Nutzerbewertung im iTunes-Store gerade: schlappe 3 von 5 Punkten. Jüngere Bewertungen sind zugegeben besser, nach und nach gelingt es wohl, eine funktionierende Software bereitzustellen. 7 Jahre nach dem ersten iPhone.

Die App „Öffi“ eines unabhängigen Entwicklers gibt es Jahre länger, kommt auf zigfach mehr Downloads, 4,5 von 5 Punkten (Play Store), ist also eine bewährte und wunschgemäß funktionierende Software, unterstützt aber das HVV-Verkehrsnetz nicht. Begründung in der App: „Nicht verfügbar, weil es keine Schnittstelle für die ÖPNV-Daten gibt.“

[Seit einigen Wochen bietet der HVV eine Schnittstelle. Wie die funktioniert, weiß ich nicht. Die Öffi-App jedenfalls unterstützt die Daten aus Mittelsachsen, Luxemburg, Stockholm, etc. und baut die Zahl der Netze kontinuierlich aus. Hamburg dagegen ist weiter nicht vorhanden.]

„Die anderen Informationen (zB bei Stau) sind ja nur im Einzelfall überhaupt relevant. Nicht umsonst habe ich die Pünktlichkeitsraten mit herangezogen.“

Bei über 5 % Busfahrten im HVV, die mindestens 5 Minuten verspätet sind (Stand vor der Straßenbauwelle), sehe ich das anders.

„Dass wir dafür noch gar keine Einlesefunktion am EFAD haben, weiss man aber auch beim HVV. “

Geschenkt, auch der Prüfdienst scheint entweder keine Prüfhardware zu besitzen oder das sehr ungern zu machen. Meine auf gutem Kopierpapier gedruckte Wochenkarte wollte noch nie jemand genauer überprüfen. Ich vermute, 2039 kommen RFID-Handytickets und dann wird alles anders! 😉

„Hier ist jetzt eine Echtzeitinfo gut, aber wenn alles fertig ist, würden Sie zu über 90% Ihre Echtzeitinfo in der Tasche lassen.“

Schauen wir mal.

„Ich würde bei Ihrer Route (SLP-EDP) noch mal den Versuch mit der U2+281 wagen.“

Erstmal nicht – ich fahre gern und zuverlässig und schnell mit dem gerade besorgten Fahrrad. Das lohnt sich bei der desaströsen Busleistung auch als Teilzeit-Hamburger. Jedenfalls im Sommer 🙂

Gestern fuhr ich wieder an Kolonnenfahrten der Busse vorbei. Also mindestens 5 Minuten Verspätung mindestens eines Fahrzeuges. Von der Baustelle Grindelhof wusste ich nichts. Vielleicht weiß man als Hamburger mehr, ich wäre voll aufgeschmissen gewesen. Null Information über zu erwartende Verspätungen, null Information über tatsächliche Verspätungen. Das ist völlig unprofessionell.

Hier eine Anmerkung an jene die sich über Verspätungen im ÖPNV beschweren:
Die meisten Verspätungen im ÖPNV treten auf, wenn auch der MIV im Stau steht. Daher finde ich Vergleiche zwischen den Fahrzeiten unsinnig: (a) MIV bei freier Strecke und (b) ÖPNV im Stau.
Ich nutze den HVV fast täglich und habe „längere Fahrzeiten“ als auf der gleichen Verbindung mit den eigenen PKW. Der Bus hat noch einen großen Vorteil: „Ich brauche keinen Parkplatz suchen.“ Wenn ich ins Univiertel muss geht der Zeitvorteil oft durch die Parkplatzsuche verloren.
Ich bitte auch diesen Aspelt mit in der Diskussion zu betrachten.

@HVV-Kennxperter

„Ziel muss am Ende sein, dass ich auf dem Smartphone mein Ziel eingeben kann und weiß, wann ich ungefähr auf welchem Weg da bin.“

Das kann man jetzt auch schon. Nichts anderes macht die HVV App. Die anderen Informationen (zB bei Stau) sind ja nur im Einzelfall überhaupt relevant. Nicht umsonst habe ich die Pünktlichkeitsraten mit herangezogen. Man muss sich auch mal fragen, wie oft bewährt sich denn eine Echtzeitinfo überhaupt? Ich bleibe dabei. Der Nutzen ist nur selten gegeben.

„Der HVV rät seiner Kundschaft online: „Aufgrund mehrerer Baustellen muss auf den Linien 22 Richtung Blankenese und 281 Richtung Krupunder zu den Hauptverkehrszeiten leider mit Verspätungen von bis zu 20 Minuten gerechnet werden.“

„Haben Sie einen besseren Tipp für mich? Dann her. Und sagen Sie den Online-Kollegen Bescheid! Das ist ja ein Trauerspiel, wenn die Erfahrungen aus dem Betrieb gar nicht bei der Kundeninformation ankommen :)“

Ja, so ist das. Der HVV rät den Fahrgästen auch, uns Fahrern den QR-Code ihrer selbst ausgedruckten Fahrscheine vorzuzeigen. Dass wir dafür noch gar keine Einlesefunktion am EFAD haben, weiss man aber auch beim HVV. Trotzdem bürdet man uns natürlich lieber die Arbeit auf. So ist es auch bei anderen Beratungsfragen. Das ist nichts Neues. Gerne wird auch gesagt, dass man überall aussteigen darf und Fahrräder grundsätzlich vom Fahrer mitzunehmen sind. Ich spare mir hier weitere Erläuterungen, wenn Sie erlauben 🙂
Zu den Verspätungen in Ritg Krupunder: Normalerweise können solche Verspätungen (20min auf der 281) nur dann auflaufen, wenn auch die Gegenrichtung vom Stau betroffen ist. Jeder zweite Wagen fährt normalerweise von Krupunder kommend nur bis HTP, wendet dort und nimmt seine Folgefahrt nach KRP auf. Jetzt müssten schon alle Umläufe beider Richtungen absaufen, sodass nichts mehr zurück zum Tierparkt kommt. Ob man seit den Bauarbeiten wesentliche Veränderungen in der Dienstplanung vorgenommen hat, weiss ich nicht, weil ich nur sehr selten die 281 fahre. Die meisten Fahrten leistet ja dort die VHH.
Im Übrigen wissen Sie ja bestimmt, dass das Nedderfeld momentan zu ist und alles über Siemersplatz läuft. Diese Baumaßnahmen zusammen mit Kieler Str, Sportplatzring, Basselweg und jetzt auch noch EDP dürften in der Geschichte Hamburgs auf dieser Linie einmalig sein und bleiben. Hier ist jetzt eine Echtzeitinfo gut, aber wenn alles fertig ist, würden Sie zu über 90% Ihre Echtzeitinfo in der Tasche lassen.

Auch in den letzten Tagen hatte ich auf der 4 kaum größere Verspätungen. Heute gab es 2x 6-8 Minuten, weil vorm EDP die Ampel aus und eine Fahrspur gesperrt war. Wäre das nicht gewesen, wäre ich pünktlich gewesen. Da zur Zeit leider auch noch am Grindelhof gebaut wird, kommt es vor, dass ich manchmal zur Verkehrsspitze ca 5Min Verspätungen Ritg ZOB bekomme. Ab 06.06. ist der Umsteigeanlage EDP zu und die Busse halten am Fahrbahnrand. Ob der IV ein-oder zweispurig an der Haltestelle vorbei fahren kann,weiss ich noch nicht. Das sehe ich aber wohl morgen.
Ich würde bei Ihrer Route (SLP-EDP) noch mal den Versuch mit der U2+281 wagen. Ansonsten ist die 4-auch wenn Sie schon andere Erfahrungen gemacht haben- recht planstabil. Ich muss ja alle Verspätungen auf meinen Fahrbericht notieren und ob Sie es jetzt glauben möchten oder nicht; i.d.R. brauche ich meinen Kugelschreiber nicht;-)

„Andernorts gibt es übrigens auch mit Echtzeitinfo Störungen und Verkehrsbehinderungen.“

Verkehrsbehinderungen wird es immer geben. Wenn ich davon weiß, kann ich besser planen und womöglich einen anderen Weg ans Ziel nehmen. Es gibt kaum ein Navi mehr ohne Echtzeitinformation, selbst die billigsten Geräte für den Autoverkehr können das. Das macht es besonders peinlich, dass der Hamburger ÖV seinen nicht zu knapp zahlenden Kunden die Infos bis heute nicht zur Verfügung stellen kann. Mir genügt als Nutzen schon, wenn ich einen Termin frühzeitig absagen kann oder über einen anderen Weg noch rechtzeitig als Ziel komme. Wie gesagt: Der Hamburger ÖV nimmt fürstliche Preise ohne fürstliche Leistung. Da stimmt was nicht. Und, um auf den Artikel zurückzukommen, den wir hier kommentieren: 10-km/h-Beförderung zusammen mit schlechterer Planbarkeit sind keine Werbung für Autofahrer, mal auf den ÖPNV umzusteigen. Sollen die Puffer einplanen, die dazu führen, dass sie gleich zu Fuß gehen könnten und trotzdem schneller wären? Das ist doch grotesk! Allein die Idee ist Wahnsinn.

„Und daraus ist natürlich der Schluss zu ziehen, dass das 3X/Woche passiert und dann fährt man natürlich lieber mit .der 4 und rechnet pauschal 8Min mehr Fahrzeit ein. Logisch:-)“

Der HVV rät seiner Kundschaft online: „Aufgrund mehrerer Baustellen muss auf den Linien 22 Richtung Blankenese und 281 Richtung Krupunder zu den Hauptverkehrszeiten leider mit Verspätungen von bis zu 20 Minuten gerechnet werden.“

Haben Sie einen besseren Tipp für mich? Dann her. Und sagen Sie den Online-Kollegen Bescheid! Das ist ja ein Trauerspiel, wenn die Erfahrungen aus dem Betrieb gar nicht bei der Kundeninformation ankommen 🙂

„In vielen Fällen kann eine Echtzeitinfo sehr sinnvoll sein, aber meistens macht sie mehr Arbeit, als dass Sie Ihnen was nützt. Im Grunde müssten Sie vor jedem Fahrtantritt die Info aufrufen und alle Verbindungen checken und gegeneinander abgleichen. Vor lauter Echtzeit-Abgleicherei fährt Ihnen möglicherweise in Echtzeit der Bus vor der Nase weg, nachdem Sie festgestellt haben, dass Sie diesen hätten nehmen können;-) “

Ziel muss am Ende sein, dass ich auf dem Smartphone mein Ziel eingeben kann und weiß, wann ich ungefähr auf welchem Weg da bin. Die 4 steht gerade vor der Kreuzung Kieler/Volksparkstr. im Stau, die Fahrzeuge sammeln 10-15 Minuten Verspätung ein, die 281 ist besser und wahrscheinlich in 12-13 Minuten ab Tierpark? Dann fahr‘ jetzt mit der U2 über Hagenbeck! Ganz easy. Dafür muss man natürlich eine funktionierende und kompetente IT haben.

„Man will außerdem zusammen mit Niedersachsen (Bremen) und Schleswig/Holstein und inkl. DB-Regio eine größere Sache aufbauen. Hier wird einiges zu „besprechen“ sein.“

Datendrehscheibe beim VBN ist das Stichwort und „besprochen“ wird seit, na, mehreren Jahren einiges.

@HVV-Kennxperter

„Erkennen Sie den riesigen Vorteil, den diese andernorts längst übliche Funktion bietet?“

Der Nutzen dieser Echtzeitinfo wird meiner Meinung nach überbewertet. Dass die Echtzeitinfo schadet, habe ich ohnehin nie behauptet. Andernorts gibt es übrigens auch mit Echtzeitinfo Störungen und Verkehrsbehinderungen.

„Einmal gemacht, in Hagenbecks Tierpark 25 Minuten auf den nächsten Bus der 281 gewartet“.

Und daraus ist natürlich der Schluss zu ziehen, dass das 3X/Woche passiert und dann fährt man natürlich lieber mit .der 4 und rechnet pauschal 8Min mehr Fahrzeit ein. Logisch:-)

In vielen Fällen kann eine Echtzeitinfo sehr sinnvoll sein, aber meistens macht sie mehr Arbeit, als dass Sie Ihnen was nützt. Im Grunde müssten Sie vor jedem Fahrtantritt die Info aufrufen und alle Verbindungen checken und gegeneinander abgleichen. Vor lauter Echtzeit-Abgleicherei fährt Ihnen möglicherweise in Echtzeit der Bus vor der Nase weg, nachdem Sie festgestellt haben, dass Sie diesen hätten nehmen können;-)
Mal ehrlich; die Busse und Bahnen fahren im GB doch meist im 5 oder 10Min-Takt. Wie auch immer Sie fahren wollen, normalerweise kommt man ohne Fahrplan aus, wenn man nur einigermaßen seine Routen kennt. Sicherlich gibt es Tage, wo alles drunter und drüber läuft und dann kann es nicht schaden, wenn man bestimmte Informationen abrufen kann, aber eigentlich braucht man das eher selten, wie ich finde. Ich selbst fahre doch auch mit dem ÖPNV und ich habe nicht mal einen Fahrplan in der Tasche. Selbst die Smartphone-App nutze ich so gut wie nie.

Ich kann Sie aber beruhigen. Die Echtzeitinfo wird kommen. Wenn der HVV es endlich mal schafft, sich durchzusetzen und die gleichen Technikstandards für alle Verkehrsbetriebe verlangt, dann könnte es 2015 los gehen. Salopp ausgedrückt: es gibt immer noch ein paar Betriebe, die wegen der Kosten rumjammern. Nein, die Hochbahn gehört nicht dazu:-) Man will außerdem zusammen mit Niedersachsen (Bremen) und Schleswig/Holstein und inkl. DB-Regio eine größere Sache aufbauen. Hier wird einiges zu „besprechen“ sein.

“ Seit der Maßnahme Uml. Basselweg, gibt es i.d.R. keine Verspätungen, die über normale Fahrzeitverzögerungen hinaus gehen.“

13. Mai (Dienstag), gegen 19.30 Uhr ab Grindelhof, habe ich mir für die Fahrt nach Eidelstedt (Reichsbahnstraße) mit der Linie 4 noch 14 Minuten Verspätung wegen Staus notiert, ergab einen Schnitt von 10,1 km/h. Auf die Fußdistanz von 6,5 km bezogen schaffte der Bus 8,7 km/h. Das empfand ich als desaströs, denn Infotexte dazu gab es keine. Sonst hätte ich natürlich ein Stadtrad genommen und wäre 20 Minuten schneller am Ziel gewesen.

Achso: Den Schleichweg sind wir gefahren, sonst hätten wir wohl bald eine Stunde für die Strecke gebraucht.

„betrifft Fahrzeit SLP-EDP Ich schrieb 22Minuten. Das ist natürlich nicht die Fahrzeit der Linie 4, sondern die schnellst mögliche mit U2 und 281.“

Einmal gemacht, in Hagenbecks Tierpark 25 Minuten auf den nächsten Bus der 281 gewartet. Hier ein Tipp für Sie, welche Vorteile Echtzeitinformation gehabt hätte:

Ich hätte am Schlump nachgesehen, wann – bei Ankunft am Tierpark 10 Minuten später – dort die nächste 281 gefahren wäre. Mit dem Wissen, dass die Fahrzeuge alle im Stau vor dem Siemersplatz standen und in Hagenbeck fast eine halbe Stunde kein Bus zu erwarten ist, wäre ich natürlich niemals in die U2 gestiegen, sondern in den Umsteigemarathon U3->S21->A1->Fußweg und damit 20 Minuten schneller am Ziel gewesen.

Erkennen Sie den riesigen Vorteil, den diese andernorts längst übliche Funktion bietet?

HVV-Kennxperter

>Sie danken für das Kompliment? Sie wissen aber schon, dass man heute unter „Polemik“ nicht mehr das definiert, was früher die Griechen darunter verstanden?
Aber mal im Ernst: Ihr Beitrag war eigentlich ganz gut. Leider haben Sie durch den letzten Absatz von Ihrer Sachlichkeit Abstand genommen und damit das, was Sie eigentlich -und auch zu Recht- kritisieren wollten, in das verwandelt, was man heute Polemik nennt. Dadurch könnte man durchaus auf die Idee kommen, dass Ihnen das Ganze nicht so Ernst ist, wie Sie es vielleicht meinen.

@Busfahrer:

„Mal ein paar Fakten: die planmäßige Fahrzeit SLP-EDP beträgt um 18:00, 22 Min“

Abfahrt U Schlump: 18.04 Uhr
Ankunft Eidelstedter Platz: 18.44 Uhr

(Quelle: Geofox)

Geben Sie das ruhig weiter im Betrieb, der Fehler mit den 30 Minuten Fahrtzeit findet sich konsequent an wohl jeder Stelle.

„Aber das, was Sie hier teilweise tun, ist an Polemik nicht mehr zu überbieten.“

Ich danke für das Kompliment 😉

„Was Ihr Mittagessen anbelangt, so müssen Sie wohl einräumen, dass die Erstattungen nicht einmal für ein Glas Wasser reichen würden, nicht wahr? :-)“

Für exquisites Heilwasser zum fürstlichen Preis nicht, da haben Sie Recht.

***Hinweis an Kennexperter***

betrifft Fahrzeit SLP-EDP Ich schrieb 22Minuten. Das ist natürlich nicht die Fahrzeit der Linie 4, sondern die schnellst mögliche mit U2 und 281.Dies nur zur Richtigstellung, weil ich ja den 5-Minuten-Takt der M4 erwähnte, was ja mit der Verbindung U2+281 nichts zu tun hat. Mir ging es aber auch hauptsächlich um den Punkt Verspätung auf der M4 . Hier gab es zwar vor der Umleitungsmaßnahme und an Tagen, wo die Ampeln abgestellt waren, Vespätungen, die manchmal im Bereich von 10Min lagen, aber nicht regelmäßig auftraten, auch nicht zur Verkehrsspitze. Seit der Maßnahme Uml. Basselweg, gibt es i.d.R. keine Verspätungen, die über normale Fahrzeitverzögerungen hinaus gehen.

@HVV-Kennxperter
Sagen Sie. Warum fahren Sie mit dem HVV? Seit Monaten beschweren Sie sich über die angebliche Untauglichkeit und Ihre angeblichen Erfahrungen mit dem HVV bezeichnen Sie nun schon als Totalfiasko. Eigentlich müssten Sie, wenn Ihre Angaben stimmen würden, ein Masochist sein. Ihre Sachlichkeit ist das einzige, was hier nach und nach eine immer geringere Qualität erreicht. Die HVV-Pünktlichkeitsraten, sind ja vor einiger Zeit hier online gewesen, sicherlich findet man die Daten noch im Archiv. Im Übrigen führen Sie gerade Beispiele an, die ich besser beurteilen kann, als Sie, da ich nämlich gerade die Linie 4 fast täglich, manchmal sogar 2X/Tag fahre. Ich fahre Mo-Fr ausschließlich geteilte Dienste und bin quasi immer zur Verkehrsspitze unterwegs.
Mal ein paar Fakten: die planmäßige Fahrzeit SLP-EDP beträgt um 18:00, 22 Min. Die Busse fahren alle 5 Minuten. Ihre Echtzeitinfo, die bei einer solchen Taktung in etwa einen Nutzen hat, der so groß ist, wie bei einem rosafarbenen Urinat, mag Sie und ein paar andere ja befriedigen, die anderen 99,8% der Fahrgäste interessiert es aber wohl kaum, ob der Bus nun Kieler Str 298 oder Kieler Str 302 ist. Die Leute wollen wissen, wann der Bus eintrifft und DAS wird über die DFI in Echtzeit angezeigt. Ob Verbindungen gelingen oder nicht, können Sie auch über eine Echtzeitinfo i.d.R. nicht kalkulieren.. Sie haben immer nur den IST-Zustand und wissen auch so nicht, was in 3,5 oder 20 Min passiert.
Wenn Sie jetzt wirklich mit den 10Min Verspätung auf der 4 Recht hätten, müssten Sie ehrlicherweise hinzufügen, dass das der Baustelle Kieler Str/Sportplatzring geschuldet ist. Das ist eine Baustelle, wie sie wohl in dieser Größenordnung in HH mal alle 20 Jahre vorkommt und insofern absolut als Ausnahme zu bezeichnen ist. Nun ist es aber obendrein noch so, dass wir insbesondere in Richtung Eidelstedt kaum Verspätung haben, weil wir-wie Sie eigentlich wissen müssten, wenn Sie diese Route regelmäßig fahren- seit 6 Wochen über Basselweg ausweichen und so praktisch die komplette Staulänge umfahren. Fakt ist, dass sich die Verspätungen so im Bereich von 2-5 Minuten bewegen. Oft bringe ich meinen Umlauf sogar ohne Verspätung nach Hause. Das ist mal die blanke Wahrheit und jeder, der das hier liest, der soll mal bitte die Route abfahren und sich dann hier melden. Alle ehrlichen Leute, werden mir dann Recht geben. Es mag immer wieder Tage und Zeiten geben, wo vieles zusammen kommt und man tatsächlich ein Fiasko erlebt, aber das ist selten der Fall.Die 22 hat keine Gelegenheit auszuweichen und muss sich leider Gottes hinten anstellen. Ja, das ist schwer auszuhalten, aber nun einmal unvermeidbar, zu mindest seitens der VU sind einem die Hände gebunden. Es gibt sehr viele gemeinsame Schnittstellen, die ich mit Ihnen durchaus habe und gerne diskutieren würde, auch wenn die Schnittstellen dünn sind.
Auch ich bin-besonders intern- ein scharfer Kritiker unseres ÖPNV. Aber das, was Sie hier teilweise tun, ist an Polemik nicht mehr zu überbieten. So etwas würde nicht einmal als berechtigte Beschwerde eingestuft und beispielsweise bei der VHH im Mülleimer landen. Bei der Hochbahn, die Sie ja besonders mögen, bekommen die Fahrgäste sogar noch einen Gutschein oder eine Tüte Gummibärchen, als Dank dafür, dass wegen so etwas Kosten verursachen. Was Ihr Mittagessen anbelangt, so müssen Sie wohl einräumen, dass die Erstattungen nicht einmal für ein Glas Wasser reichen würden, nicht wahr? 🙂

Sagen wir, wie es ist:

Die Fahrtzeiten im Busnetz schwanken extrem und sind für den Fahrgast mangels Informationsmöglichkeiten nicht kalkulierbar. Die letzten Wochen geht es im Hamburger Westen drunter und drüber, im Berufsverkehr sind 10-20 Minuten Verspätung auf den Linien 4 und 22 keine Seltenheit.

Das Hamburger Busnetz weist ohnehin ausgesprochen niedrige Durchschnittsgeschwindigkeiten auf, die letztlich den schwierigen Verkehrsverhältnissen und der mangelhaft ausgebauten Infrastruktur geschuldet sind. Das kann aber bestenfalls als Begründung, nicht als Entschuldigung dienen. Auf den Metrobuslinien im inneren Bereich befördern die VU die Fahrgäste mit planmäßig regelmäßig selten mehr als 15-16 km/h. Würde man pauschal 10 Minuten Puffer ansetzen, so landet man im Bereich von teilweise einstelligen Durchschnittsgeschwindigkeiten.

Informationen über den IST-Stand des Betriebs wiederum geben die Hamburger VU auch 2014 bekanntlich noch nicht heraus. Informationen über den IST-Stand der Straßenverhältnisse hat allerdings jedes Navi. Die Planbarkeit des ÖV tendiert damit in den Keller und geht im Vergleich zum MIV gnadenlos unter. Bei gleichwohl ohnehin deutlich niedrigerer Durchschnittsgeschwindigkeit im Best-Case (Schlump-Eidelstedter Platz gegen 18 Uhr sind 30 Minuten Fahrtzeit, ergibt 14,0 km/h Durchschnitt, ein Radfahrer müsste dank kürzerer Strecke lediglich rentnertaugliche 13,0 km/h fahren, um vor dem Bus – Fahrpreis: 3,00 EUR, am Ziel zu sein.)

Für Autofahrer ist dieses Qualitätsniveau nachvollziehbar nicht attraktiv. Im Vergleich zum Auto: Langsam, wenig günstiger, unplanbar. Geplatzte Anschlussverbindungen sind nur die Sahnehaube, sie vergrößern die Nachteile noch weiter. Insbesondere, da in den Außenbezirken und besonders dem Umland die Autobesitzquote deutlich höher liegt, die Verkehrsmittel aber auch im Berufsverkehr nicht selten bloß alle 20 Minuten verkehren und teilweise mehrere Umstiege (mit dem Risiko des erneuten Anschlussverlusts) nötig sind.

„Insgesamt sind die Pünktlichkeitsraten in HH aber sehr hoch.“

Im April hätte ich mir locker ein gutes Mittagessen extra leisten können, wäre ich auf die „HVV-Garantie“ zurückgekommen. Der Bus war ein Totalfiasko und die Zielgruppe mir nicht ganz klar. Menschen mit viel Zeit haben eigentlich nicht so viel Geld, wie der HVV für Stautouren aufruft.

Zur Verkehrsspitze fahren Busse und Bahnen so eng getaktet, dass ich das Argument der „schwer kalkulierbaren Anschlüsse“ nicht so ohne weiteres gelten lasse. Man muss schon Karenzen einkalkulieren und sich vor Fahrtantritt informieren und organisieren. Teilweise verlangen die Fahrgäste, dass man Anschlüsse herstellt, die gemäß Fahrplan gar nicht passen (Minusanschlüsse oder zeitgleiche Ankünfte) Beim 20Minuten-Takt müssen die Anschlüsse allerdings sitzen, das ist klar. Natürlich möchte möglichst jeder eine Direktverbindung haben. Das sind dann aber sicherlich genau die Leute, die am lautesten schreien, wenn man bei ihnen vor der Tür den ÖPNV ausbaut und Schienen verlegen will oder Haltestellen umbaut…
Bei extremen Verkehrsverhältnissen durch Großbaustellen oder Glatteis ist natürlich ohnehin alles am stehen, was aber für den eigenen PKW ja dann auch gilt.
Gewisse Umsteigezeiten sind bei gewissen Verbindungen vom HVV allerdings auch nicht gut eingerichtet. Hier muss man sehen, dass man Dinge optimiert. Insgesamt sind die Pünktlichkeitsraten in HH aber sehr hoch.

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