66% der Direktkandidaten sind für die Stadtbahn

Überraschende Auszählung zur Hamburg-Wahl: Eine Zweidrittel-Mehrheit der Direktkandidaten aller Bürgerschaftsparteien ist für die Stadtbahn. Das hat eine Auswertung des "Kandidatenchecks" auf ndr.de ergeben.
Von Christian Hinkelmann
Bahn, HVV, Hochbahn, Nahverkehr, Stadtbahn, Straßenbahn, Tram, Tramway, Umweltverbund, Visualisierung, Zug, ÖPNV, Öffentlicher Nahverkehr
Visualisierung: Eine moderne Stadtbahn der Hochbahn in Steilshoop in Hamburg
Foto: Hochbahn

Die Bürgerschaftsparteien stehen der Stadtbahn offenbar deutlich positiver gegenüber als bisher bekannt. Recherchen der Volksinitiative “Stadtbahn JA!” auf Basis des NDR-Kandidatenchecks haben ergeben, dass sich insgesamt 66% der Direktkandidaten von SPD, CDU, GAL und LINKE für den Bau der Stadtbahn aussprechen. Demnach sind 202 der insgesamt 304 Befragten für den Bau des neuen Verkehrsmittels. Nur 55 (18%) sprechen sich klar gegen den Bau aus – 47 Direktkandidaten sind noch unentschieden.

Selbst innerhalb der SPD, die sich im aktuellen Wahlkampf klar gegen die Bahn positioniert, gibt es unter den Kandidaten eine Mehrheit für den Bau. So sieht die Lokstedter SPD-Spitzenkandidatin Dr. Monika Schaal in der Stadtbahn eine “Lösung für die Transportprobleme der Zukunft”, die Bahn sei “klimafreundlich und viermal preiswerter als neue U-Bahnlinien”. Und der Bramfelder SPD-Direktkandidat Jens-Peter Schwieger ergänzt: “Ich unterstütze die Pläne zur Stadtbahn und hoffe auf einen Erfolg der (Volks-)Initiative StadtbahnJA!”. Auch die Wandsbeker SPD verspricht sich von der Stadtbahn Vorteile. Vize-Fraktionsvorsitzende Anja Quast hält die Bahn für ein “Zukunftsprojekt, das insbesondere den Bezirk Wandsbek voranbringen kann”.

Harry Schaub, Sprecher der Volksinitiative StadtbahnJA! sieht in den Zahlen einen klaren Beleg dafür, dass die SPD bei weitem nicht so geschlossen gegen die Stadtbahn ist, wie Spitzenkandidat Scholz es gern glauben machen will. “In meinen A…

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