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80 Prozent der Hamburger sind mit ÖPNV zufrieden

80 Prozent der Hamburger sind offenbar mit dem Öffentlichen Nahverkehr in Hamburg zufrieden. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hamburger Abendblatts ergeben.
Christian Hinkelmann
Menschen steigen am Bahnhof Hamburg-Jungfernstieg in eine S-Bahn
Menschen steigen am Bahnhof Hamburg-Jungfernstieg in eine S-Bahn
Foto: Christian Hinkelmann

Demnach sind elf Prozent überwiegend unzufrieden und vier Prozent völlig unzufrieden.

Hintergrund für die Umfrage war, wie zufrieden die Hamburger mit den Leistungen des Hamburger Senats in unterschiedlichen Themengebieten sind.

Im Bereich Verkehr hatte der SPD-Senat nach seiner Wahl im Frühjahr 2011 vor allem auf die 259 Millionen Euro teure Beschleunigung des Bussystems gesetzt, das in Teilen bereits realisiert ist und bis 2020 abgeschlossen werden soll.

Außerdem sollen ab 2020 nur noch Busse mit alternativen Antrieben angeschafft werden. In diesem Zusammenhang testet die Hochbahn ab dem Jahresende einen ersten rein batteriebetriebenen Bus auf der Linie 109.

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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11 Antworten auf „80 Prozent der Hamburger sind mit ÖPNV zufrieden“

Alles in allem bin ich mit dem ÖPNV in Hamburg zufrieden. Wenn man bedenkt, dass hier mit vielen Bus- und nur drei U-Bahn- und drei S-Bahn-Linien (denn mehr sind ja trotz S31 und U4 nicht) die zweitgrößte Stadt von D betrieben wird, muss man schon den Hut ziehen.

Meckern kann auch ich über so Kleinigkeiten wie blöde Umsteige-Anschlüsse, manchmal zu späte Bahnen, ein viel zu voller Hbf – aber wie oben schon geschrieben, man kommt eigentlich immer sehr gut von A nach B. Und in der Hauptverkehrszeit ist das Auto ohnehin völlig unterlegen.

Allerdings besteht, wie auch von thmueller und anderen gefordert, dringend Handlungsbedarf für den weiteren Ausbau. Und zwar nicht nur mit irgendwelchen Verstärkerlinien wie z.B. die S32 oder zusätzlcihe Haltestellen im bestehenden Netz. Sondern was richtig Neues (weitere Ringlinie, S4, Anschluss von Osdorf, Steilshoop, St. Georg, Winterhude, U4 ohne Umweg Elbbrücken nach Wilhelmsburg etc.).

@Mr.C
Also, den Link, den Du da gepostet hast, hättest Du besser weggelassen. Mit der Kritik betreffend des Verhalten einiger Busfahrer kann ich ja leben, weil sie teilweise auch berechtigt ist. Die geschilderten Ereignisse komme zwar vor, aber das gibt es in jeder Stadt. Aber der Bericht, den Du da gepostet hast, beinhaltet nur Schwachsinn und stellt die Realität eher umgekehrt da. Das erinnert an die Anfänge von RTL oder Sat1, die damals mit solchen Reissern Quote machen wollten. Außerdem ist voller fachlicher Fehler.

Ja, ich wusste, dass das wieder reichlich Zündstoff bringen würde:)
Jedenfalls wurde der Hamburger ÖPNV schon mal als hinterwäldlich , provinzmäßig oder amateurhaft bezeichnet.

@busfahrer: das stimmt so natürlich nicht und auch die zahlen des abendblatts sind natürlich nicht repräsentativ. überschlägig würd ich mal tippen, dass lediglich rd. 50 % der hamburger wirklich den öpnv regelmäßig nutzen. die sagen natürlich, dass der öpnv gut ist. würde man nur die bewohner bzw. jetzigen öpnv-nutzer in steilshoop, osdorfer born, kirchdorf-süd, rahstedt, lokstedt, reiherstiegviertel, schenefeld, tonndorf, bramfeld, uhlenhorst, sasel, lurup, bahrenfeld, eißendorf, lohbrügge, jenfeld etc… fragen, wäre das ergebnis vermutlich ein anderes. ich empfinde das forum hier auch nicht als meckerecke. teilweise sind die vorschläge ja durchaus konstruktiv. und das hamburg ein ausbaufähigen öpnv hat, ist ja unbestritten (und wurde im übrigen auch in mehrenen wissenschaftl. untersuchungen belegt). d. h. nierdige öpnv-quote im vergleich zu anderen großstädten in dtschl. und/oder westeuropa.

Aber was heißt denn schon „zufrieden“? Im Schulnotensystem wäre dies wahrscheinlich mit einer „3“ zu vergleichen – befriedigend. Es ist der Vergleich von Erwartung und Wirklichkeit, der hier die Messlatte legt. Und da der HVV seine Aufgaben eigentlich ganz gut erfüllt…

Wir heben in Hamburg sicherlich keinen schlechten ÖPNV. Aber auf dieser Stufe darf er nicht stehenbleiben. Denn Stillstand bedeutet Abstieg.

Mich würde interessieren, wieviele Leute (entsprechend den oben beschriebenen Einteilungen) „Überwiegend“ und „völlig“, wenn nicht sogar „sehr“ zufrieden sind. Aber dort wird geschwiegen. Also liegt irgendwie Propaganda vor.

@Busfahrer:

Ich behaupte mal, dass es da einen Zusammenhang gibt: Wer sich für den ÖPNV interessiert sieht auch schnell die Dinge die vielleicht nicht optimal laufen. Und ich finde das „Gemeckere“ hier gar nicht so schlimm. Tatsächlich lese ich mittlerweile die Kommentare fast lieber als die Artikel selbst. Egal ob Meinungen, Fakten oder Visionen – Es sind oft interessante Gedanken dabei. Und wenn man das ganze kritisch beäugt sollte man recht schnell seinen persönlichen (und hoffentlich auch objektiven) Standpunkt finden.

Zum Thema:
Wenn ich das richtig Verstanden habe wurde die Arbeit des Senats zum ÖPNV, und nicht dieser selbst, bewertet.
80% klingt doch ganz gut. Vor allem wenn man bedenkt wie politische Arbeit sonst bewertet wird. Zumindest haben Überschrift und Text verschiedene Aussagen.

Nunja, so in der Summe bin ich mit dem ÖPNV in Hamburg schon ziemlich zufrieden. Ich komme eigentlich zu jeder beliebigen Zeit überall hin, wo ich hin will.

Ja ja, 80 % der !!! Hamburger !!!
Fragt sich nur, wieviel Prozent der Nutzer des HVVs vollkommen zufrieden sind ! Also, als Autofahrer wäre ich auch 100prozentig -Superdupa- mit dem HVV zufrieden. Hin und wieder – aber doch selten – mal ein Bus der stört, wenn dieser aus einer Busbucht ausbiegt, aber das stört mich als Autofahrer maximal peripher.
Auch als Radfahrer hab ich in keinster Weise ein Problem mit den Leistungen des HVVs, da mich die Probleme mit dem HVV zu reisen als Radfahrer ganz einfach nicht tangieren.
Genauso ist es, wenn ich nur als reiner Fußgänger unterwegs bin !

Erst wenn ich als Nutzer des HVVs beispielsweise auf der U1 Hbf Richtung Wandsbek-Markt abends zur HVZ bin, wo erst Leute auf den Bahnsteig aussteigen müssen um andere überhaupt rauslassen zu können
ODER
mit dem M5 in Richtung Innenstadt fahre und nachdem der 5er in der Hts Grindelhof so was von brechend voll von Studenten wird, dass ich keine Chance hätte auf der Hts. Staatsbibliothek auszusteigen
ODER
als zahlender Fahrgast von der Hochbahnwache bepöbelt, genötigt und u.a. sogar verprügelt werde
(LINK: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_3/bahnwache101.html )
ODER
ich auf die S-Bahn länger warten darf (mehr als 20 Minuten überfällig) ohne das auch nur eine Stimme mal darüber informiert wann denn die S-Bahn denn nun zu kommen pflegt
ODER
der Busfahrer (nicht der Kommentator Busfahrer ist hier gemeint) mal wieder 2-3 Minuten früher als nach Plan von der Bushaltstelle abfährt, damit dieser schneller in seine Pause kommt ( weil nur noch 2 Stationen zur Endhaltestelle )
ODER
Busfahrer an Sonntagen gerne mal 2-3 Minuten vorher von einer U-Bahn-Hts früher als nach Plan abfährt womit dann der Anschluss bedingt durch die vorherige Anreise mit der U-Bahn hinfällig ist und dieses gerne mal 20 oder bei weiteren Anschlüßen die dann natürlich auch nicht klappen auch mal durchaus 60 Minuten Verspätung für mich als Kunden bedeuten können
ODER
Busse (2 Hintereinander) einfach ausfallen und dann im 40 Minuten später folgenden Bus der Busfahrer davon überhaupt nichts weiss
ODER
bei Buslinien die von HHA und VHH zusammen betrieben werden und sich bei Störungen gegenseitig nicht koordinieren
ODER ODER ODER
dann bin ich als Kunde des HVVs leider in keinster Weise zufrieden !

Im Übrigen halte ich von solchen Umfragen nichts, wenn ich nur die Hamburger frage.

Man sollte lieber die K U N D E N des HVVs befragen und dann auch nicht nur auf Hamburger Gebiet !

@Busfahrer:
Zufrieden muß ja nicht gut bedeuten und das bessere ist der Feind des Guten.

Die Interpretation der Umfrage lässt einige Fragen offen bzw Sichtweisen unerörtert.
Beispielsweise sind bei einer repräsentativen Umfrage auch viele enthalten, die schon ewig nicht mehr den ÖPNV genutzt haben (EIn Gruppe, die bekantlich in Hamburg größer ist als in anderen Großstädten). Kein Wunder das die zufrieden sind.
Ein besseres Angebot würde diese Gruppe verkleinern, unterm Strich möglicherweise sogar die Zufriedenheit senken —> wäre das Angebot dann automatisch schlechter? Wäre der Rückgang der MIV-Fahrten negativ zu beurteilen?

Und besteht möglichweise auch eine Zufriedenheit mangels Kenntnis der denkbaren Alternativen? Das Gewohnheitstier Mensch steht einem Fortschritt mitunter – bewusst oder unbewusst – selbst im Weg (nicht nur durch NIMBYs)

…die anderen 20% sind alle hier:-)

Endlich hat mal ein Presseorgan den Mut aufgebracht aufzuzeigen, dass die „Motzer“ in überwältigender Minderheit sind.
Dieser Beitrag wird sicherlich wieder reichlich kommentiert werden. Mal sehen, wer jetzt zurückrudert oder zugibt, dass er sich in einigen Dingen vom Gefühl und der Boulevardpresse hat leiten lassen. Der Beitrag sagt zwar nichts im Detail aus, zeigt aber deutlich das, was ich immer gesagt habe: die Art der Kritik, die hier im Forum am Hamburger ÖPNV geübt wurde und wird, ist unangemessen und völlig übertrieben.

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