Ab 5. März gilt Einstieg vorn in allen HVV-Bussen

Ab dem 5. März heißt es in allen HVV-Bussen: Bitte vorn einsteigen. Der Verkehrsverbund will damit die Zahl der Schwarzfahrer senken. Nach neusten Umfragen ist ein Großteil der Hamburger für die neue Regelung.
Einstieg vorn: Zwei Frauen steigen an der vorderen Tür beim Busfahrer ein
Einstieg vorn: Zwei Frauen steigen in der Mönckebergstraße in Hamburg an der vorderen Tür in einen Bus ein. Der Einstieg vorn ist beim HVV seit einigen Jahren auf den meisten Linien ganztags Pflicht.

Ab dem 5. März dürfen Busfahrgäste im ganzen HVV nur noch durch die vordere Tür einsteigen.  Ausgenommen sind nur die stark belasteten Metrobuslinien 4, 5 und 6.

Heute hat der Verkehrsverbund seine Pläne zu der begleitenden Infokampagne präsentiert. Demnach werden ab dem 1. März rund 80 Mitarbeiter in ganz Hamburg für die neue Regelung werben. Ab dem Stichtag am 5. März werden diese Teams auf insgesamt 300 Menschen aufgestockt. Dazu gehören Promotion-Mitarbeiter, Fahrkartenprüfer und Personal aus den Bus-Betriebshöfen.  Sie sollen eine Woche lang an wichtigen Busverkehrsknoten stehen und rund 120.000 Flyer verteilen.

Die Entscheidung für eine HVV-weite Einführung des „Einstieg vorn“ war bereits im vergangenen Herbst gefallen. Dem waren mehrmonatige Testphasen in Bergedorf und Harburg vorausgegangen, die laut HVV überaus erfolgreich verliefen.

Nach Angaben des Verkehrsverbundes ging die Schwarzfahrerquote nach Einführung der neuen Einsteige-Regelung in Harburg von 6,6 auf 1,7 Prozent herunter. In Bergedorf fiel sie von 4,8 auf 1,9 Prozent. Gleichzeitig ging der Einnahmeverlust in einem Jahr um rund drei Millionen Euro runter.

Akzeptanzprobleme bei Kunden und Mitarbeitern erwartet der HVV nicht. Laut einer Einwohnerumfrage im gesamten HVV-Gebiet bewerteten 64 Prozent der Befragten den „Einstieg vorn“ mit „gut“. 22 Prozent sagten zu den Plänen „egal“ und nur 13 Prozent lehnten sie ab. Die größte Zustimmung gibt es bei älteren Menschen ab 60 Jahren (74 Prozent) – die größte Ablehnung bei den 45 bis 59-jährigen (17 Prozent). Junge Menschen (16-29) lehnen den „Einstieg vorn“ kaum ab (11 Prozent), bzw. i…

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