Ab heute: Hauptbahnhof wird vier Wochen zur Großbaustelle

Der Hamburger Hauptbahnhof wird ab heute für vier Wochen zur Großbaustelle. Grund: Die Deutsche Bahn tauscht insgesamt 22 Weichen aus. Zahlreiche Nahverkehrszüge aus dem Umland enden deswegen schon in Altona und Harburg.
Christian Hinkelmann
Blick auf die Südseite des Hamburger Hauptbahnhofs
Blick auf die Südseite des Hamburger Hauptbahnhofs

Die Deutsche Bahn tauscht ab heute in einer Mammutaktion 22 Weichen im Hamburger Hauptbahnhof aus. Bis zum 2. Dezember fahren deswegen zahlreiche Nahverkehrszüge den Bahnhof nicht an.

So beginnen und enden zum Beispiel viele Regionalzüge nach und aus Itzehoe, Kiel und Flensburg in Hamburg-Altona.

In der besonders heißen Bauphase zwischen Freitag, dem 15. November und Sonntag dem 24. November können auch viele Metronom-Züge den Hauptbahnhof nicht ansteuern. Sie beginnen und enden in Hamburg-Harburg. Nach Metronom-Angaben werden davon im Berufsverkehr mehr als 50 Prozent aller Züge betroffen sein. Außerdem wird mit zahlreichen Verspätungen und mit spontanen weiteren Ausfällen gerechnet.

Als Ersatz dürfen Nahverkehrskunden die verbleibenden Fernverkehrszüge zwischen Harburg und dem Hauptbahnhof mitnutzen – ohne Zuschlag. Viele ICE-Züge halten dafür zusätzlich in Harburg.

Außerdem will die DB das S-Bahn-Angebot zwischen den beiden Bahnhöfen „punktuell verstärken“.

Die Regionalzüge zwischen Hamburg und Lübeck verkehren planmäßig.

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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