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Ab Mitte Mai: Siemersplatz wird für Busverkehr zur Großbaustelle

Voraussichtlich am 15. Mai rollen am Siemersplatz die Bagger an, damit die Busse in Zukunft schneller über die Kreuzung kommen. Neben der Verlegung von Abbiegespuren soll in der Kollaustraße eine neue Busspur entstehen. Sie kann je nach Verkehrslage verlängert und verkürzt werden.
Christian Hinkelmann
XXL-Bus der Hochbahn am Siemersplatz
Ein Doppelgelenkbus der Hochbahn (Hersteller: Van Hool) auf der Metrobuslinie M5 am Siemersplatz in Hamburg

Der Siemersplatz wird ab dem kommenden Monat grundlegend umgebaut, damit die Metrobuslinie M5 in Zukunft schneller über die Großkreuzung kommt. Baubeginn soll am 15. Mai sein.

Das teilte die Hamburger Wirtschaftsbehörde auf NahverkehrHAMBURG-Anfrage mit.

Nach den Plänen der Behörde soll der Linksabbiegeverkehr vom Lokstedter Steindamm in die Vogt-Wells-Straße, bzw. von der Kollaustraße in die Osterfeld aus der Kreuzung herausgenommen und auf die Südseite des Knotenpunktes verlegt werden. Dadurch werden in den Ampel-Programmen zusätzliche Zeitfenster für den Busverkehr frei.

Außerdem soll in der südlichen Kollaustraße eine kurze Busspur direkt vor dem Siemersplatz entstehen, die außerhalb der Hauptverkehrszeiten dynamisch (per Anzeigetafeln) um rund 60 Meter verlängert werden kann. Die bestehende Busspur im Lokstedter Steindamm wird ebenfalls um einige Meter verlängert. Lesen Sie hier alle Umbaupläne (inkl. Karten) im Detail.

Der Umbau des Siemersplatzes ist der inzwischen vierte Bau zur Beschleunigung der Metrobuslinie M5. Seit Anfang der Woche wird die Kreuzung Grindelallee/Hallerstraße großfläch…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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5 Antworten auf „Ab Mitte Mai: Siemersplatz wird für Busverkehr zur Großbaustelle“

Herzlichen Dank für die Ausführungen. Zwar hängen zur Zeit an vielen (allen?) Haltestellen der Buslinie 22 Hinweise auf die Baumaßnahmen am Siemersplatz, online ist auf offiziellen Quellen wie vhhbus.de und hvv.de jedoch nichts zu finden.

Selbstverständlich werden durch die Beschleunigung mehr Fahrgäste befördert. Natürlich nicht pro Fahrt, aber pro Tag. Und selbstverständlich ist es ein Unterschied, ob man 12 Busse pro Stunde fahren lässt, oder bis zu 20 Busse pro Stunde. Ob das mit der Taktung so hinhaut oder nicht ist ein berechtigter Zweifel. Stellt man die Vorrangschaltung aber so ein, wie es geplant ist, wird es funktionieren. Sicher wird es auch dann eventuelle Probleme geben, wei es auf der Strasse so oder so immer mal Behinderungen geben wird.
SIcher ist es richtig(er) besser eine Stadtbahn fahren zu lassen…aber Leute, rafft es endlich..die wird in den nächsten 10-20 Jahren garantiert nicht kommen!! Die Politik hat bei der Planung Bedingungen gestellt, die in der Bevölkerung auf massiven Widerstand gestoßen sind (Linienwege und Anschlüsse zu anderen Schnellbahnlinien). Über die KOsten wurde genug geschrieben. Es ist dafür (angeblich) nicht genug Geld da. Irgendwas muss man jedenfalls tun und man denkt auch über andere Maßnahmen nach, damit der Fahrgastandrang besser abgewickelt werden kann. Intern reden wir schon recht lange über Einlasssysteme. Ebenso kann es sein, dass man zB auf der M5 irgendwann keine Karten mehr beim Busfahrer kaufen kann, damit der Fahrgastwechsel beschleunigt wird. Und bei aller (zum Teil auch berechtigter Kritik) muss man mal sehen, wie viel Fahrzeit verloren geht, nur weil die Fahrgäste es nicht schaffen in einen Bus einzusteigen. Wenn du da als Fahrer nicht bekloppt werden willst, musst du schon zum Yoga:.-)

Bei vielen scheint immer noch nicht angekommen zu sein, dass es bei der Thematik Bus oder Stadtbahn primär um die Kapazitäten geht: auch beschleunigt fassen die Busse nicht mehr Fahrgäste, und der Takt von fünf Minuten auf der M5 wird ja wohl vorerst bleiben, insofern wird die M5 nicht mehr Fahrgäste transportieren können als vorher (und in dichterem Takt von zwei oder drei Minuten stellt sich die Frage, ob das alles – auch beschleunigt – so hinhaut, schließlich sieht man ja schon heute nicht selten zwei M5er direkt hintereinander). In Traktion fasst eine Stadtbahn mehr als doppelt so viele Fahrgäste; das in Kombination mit einem dichten Takt, vernünftigen Kreuzungen sowie Vorrangschaltungen an den Lichtzeichen – und der erwähnte Kollaps könnte verhindert werden. Mit den momentanen Maßnahmen wird sich in meinen Augen herzlich wenig tun, außer dass die überfüllten Busse vielleicht zwei oder drei Minuten früher an ihr Ziel kommen. Beschleunigung der Busse schön und gut – und an manch Stelle sicher auch sinnvoll -, aber bei mehr als 50.000 Fahrgästen am Tag ist auch eine beschleunigte Buslinie schlicht und einfach die falsche Wahl (da hilft auch die U4 nicht). Das sollte doch allmählich jeder einzusehen in der Lage sein…

Diese Maßnahme ist absolut sinnvoll und auch notwendig. Durch den Umbau der Kreuzung(en) wird der Verkehr insgesamt besser fließen. Wenn man die M5 vor dem Kollaps retten will, ist es zwingend erforderlich, die Busse zu beschleunigen und ihnen einen Ampelvorrang zu schalten. Durch die Vorrangschaltung wird der Individualverkehr weit weniger „ausgebremst“ als viele glauben. Wenn es so geschaltet wird, wie es geplant ist, wird das super klappen. An dieser Stelle sei auch mal gesagt, dass die Busse ohnehin beschleunigt werden müssen, auch dann, wenn eine Stadtbahn gebaut würde. (Viele schreiben hier ja, dass es sinnvoller wäre, eine Stadtbahn zu bauen)
Die Elbphi ist zwar ein Ärgernis, hat aber mit dem ÖPNV mal grad gar nichts zu tun. Wenn man hier alles aufzählen würde, was subjektiv gesehen Blödsinn ist, könnte ich hier das ganze Forum vollspamen.

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