ADAC: Touristen sollen im Urlaub auf Bus und Bahn umsteigen

Der ADAC hat Sommertouristen in Schleswig-Holstein dazu aufgefordert, ihr Auto nach Ankunft am Urlaubsort stehen zu lassen und Öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Christian Hinkelmann
Regionalbahn vom Typ LINT auf Fehmarn
Regionalbahn vom Typ LINT in der Nähe von Burg auf Fehmarn (Vogelfluglinie).

Dies gelte vor allem für die Tourismushochburgen wie auf Sylt und in der Lübecker Bucht, so ADAC-Landeschef Max Stich im Schleswig-holsteinischen Zeitungsverlag (SHZ).

Demnach seien die Blechlawinen in den Ferienorten hausgemacht. Bei Regenwetter würden sich Autoschlangen beim Spazierenfahren durch die Küstenabschnitte quälen und selbst bei gutem Wetter würde auf kurzen Distanzen das Auto als Transportmittel zum Strand gewählt, so Stich in dem Zeitungsbericht. Als Alternative nennt der ADAC-Chef das Fahrrad sowie Bus und Bahn.

In der Tourismusbranche sind die Verkehrsprobleme inzwischen erkannt. Christian Schmidt, Chef der Tourismusagentur Schleswig-Holstein kündigte in dem SHZ-Bericht an, im neuen Landesnahverkehrsplan einen besseren Personennahverkehr für Urlaubsregionen einzufordern. Dabei verwies er auf die Urlauberbusse, die in Nordfriesland bereits eingesetzt würden.

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Hamburger Zweisystem-S-Bahn im Winter in Stade. (Foto: Christian Hinkelmann)

Winter hat Hamburgs Verkehr fest im Griff

Das sind die wichtigsten Mobilitäts-News der Woche für Hamburg und Umland: Das Winterwetter hat in dieser Woche Hamburgs Verkehr kräftig aus dem Takt gebracht, die Hochbahn informiert über die U5-Verlängerung und immer weniger Hamburger zahlen für ihr Deutschlandticket den vollen Preis.

Ein zugeparkter Radfahrstreifen zwingt Radfahrende zum Ausweichen auf die Fahrbahn. Solche Alltagssituationen sieht die Initiative als Beispiel dafür, dass Hamburg bei der Verkehrswende zu wenig Fortschritte macht. (Foto: Christian Hinkelmann)

„Die Zeit der Diplomatie ist vorbei“

Eine Initiative wirft dem Senat vor, die Verkehrswende auszubremsen und neue rechtliche Spielräume bewusst nicht zu nutzen. Ihre Vertreter:innen kündigen eine härtere Gangart an, erklären, welche Behörde aus ihrer Sicht blockiert und wollen kommende Woche mehr als 11.900 Unterschriften im Rathaus übergeben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner