Was soll aus dem alten Bahnhof Altona werden, wenn die Deutsche Bahn die Fläche voraussichtlich Ende 2029 räumt und mit dem Fern- und Regionalverkehr an einen neuen Standort am Diebsteich umzieht?
Seit einem Jahr suchen der Bezirk Altona und die Stadt Hamburg intensiv nach Ideen für die Nachnutzung der riesigen Bahnfläche mitten im Herzen des Stadtteils – bei gleichzeitiger Vergrößerung des überlasteten Busbahnhofs.
Mehr als 400 Menschen hatten im Sommer vergangenen Jahres Vorschläge eingereicht. Am häufigsten wurde dabei der Wunsch nach mehr Grün geäußert – bestenfalls eine große Parklandschaft. Auch eine Verlegung des Busbahnhofs wurde auffallend häufig geäußert.
Diese Ideen flossen anschließend in einen Architekturwettbewerb ein, an dessen Ende fünf konkrete Vorschläge standen.
Am vergangenen Donnerstagabend stimmte eine Expertenjury mit Vertretern aus…









8 Antworten auf „Alter Bahnhof Altona: Entwürfe für neuen Busbahnhof werfen Fragen auf“
Beiden Entwürfen ist anzumerken, dass sie von“Freiraumplanern“ erstellt wurden und nicht von Verkehrsexperten und/oder gar Nutzern der Busanlage (siehe die Kudnenfeinlcihen lange Umsteigewege). Nicht nur die zwei prämierten Entwürfe, sondern allen fünf Entwürfen fehlt jegliche Realitätsnähe. Zum einen können die vorgeführten Idealwelten erst frühestens 2035 ++ fertig sein, zum anderen fehlen jegliche Betrachtungen darüber, wie sie finanziell und zeitlich realsiert werden können. Die Altonaer Bürger werden sich für eine Megabaustelle über 5 Jahre im Herzen ihrer Stadt bedanken und zweifelhaft ist, ob die Geschäfte die Operation am offenen Herzen überhaupt überleben werden. Prellbock-Altona hat (www.prellbock-altona.de) durch die Arbeitsgemeinschaft Doege & Ode eine Studie erstellen lassen, wie die zweitgrößte Busanlage Hamburgs in Altona mit geringen Aufwand bei laufendem Betrieb, schrittweise in relativ kurzer Zeit so umgestaltet werden kann, dass sich seine Kapazität verdoppelt. Fahrgastnutzen steht hier an erster Stelle statt der Träume von Parks und begrünten Dächern der grünen Stadtplaner.
Na, wenigstens akzeptieren Sie, dass Altona nur die zweitgrößte Busanlage Hamburgs hat. Und nun raten Sie mal, warum die erstgrößte Busanlage Hamburgs die erstgrößte Busanlage Hamburgs ist. Die muss übrigens mit ihrer beengten Lage zwischen drei großen AUTOstraßen auskommen.
PS: Ich würde mich übrigens über eine „Megabaustelle“ an meiner Bahnlinie freuen, genauso wie über zwei „Monsterbrücken“ (für je vier Gleise) in Tonndorf.
Von beiden Entwürfen würde dieser allzu nahe Vorort sehr profitieren und das sehe ich mittlerweile kritisch, da es ja unser aller Steuergeld ist. Dort ist man ja gegen jede Veränderung und Verbesserung der Stadtentwicklung, ob Nah- und Fernverkehr, Hafen, Olympia, sozialer Wohnungsbau, Bildungswesen, Energieversorgung, digitale Infrastruktur, Verteidigung usw. Mich würde es nicht wundern, wenn dieser dusselige Ostsee-Wal dort auch derzeit eine Hochkonjunktur hat und man darüber wetteifert, ob Nestlé ihn zu Müsli verarbeiten wird oder man händchenhaltend sein Energiefeld für die Befreiung stärken soll, sofern es die Sterne gerade zulassen.
Persönlich find ich den grüneren Entwurf der Dänen ganz charmant, aber in erster Linie ist es ja ein Knotenpunkt zum Umstieg (ja, Anwohner/innen kennen nur Fußläufigkeit für den Deutschland-Takt und schaffen es nicht nach Diebsteich). Und da sind so lange Wege schon sehr unschön und nicht nur für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
Erstmal danke für den Bericht, viel besser und inhaltsreicher als die ganzen anderen Presseberichte – und auch als die Projektseiten selbst!
Ich denke der erste Entwurf mit dem Busbahnhof an der Scheel-Plessen-Straße geht gar nicht. 200-300m Fußweg zur S-Bahn gehen gar nicht – mal als Vergleich, die Entfernung zwischen zwei Bushaltestellen ist oft so 300-400m.
Die Busse am nördlichen Ende dieses neuen Busbahnhofes wären übrigens so weit von der S-Bahn entfernt wie die Bushaltestelle Große Rainstraße es jetzt ist. Ich denke jeder der diesen Busbahnhof für eine brauchbare Idee findet sollte diese Strecke mal abmarschieren!
Und die Busfahrgäste aus Süden (1, 2, 12(x2), 15, 16, 30, 115 und X(!)86) würden alle rebellieren, und es müsste in der Max-Brauer-Allee Bushaltestellen eingerichtet werden (bzw. wiedereingerichtet, wo sie schon vor dem Busbahnhof waren..)
Die Leute vom 2. Entwurf hätten eigentlich eigentlich gleich die Flächen für die Busse weiß lassen können, mit einem Kommentar dass sie von Bussen nichts verstehen. Naja, ich denke mit der Erweiterung nach Süden sind die Flächen ausreichend groß, jetzt muss das nur ordentlich geplant werden…
Die S-Bahn liegt doch bereits „tief“ unter der Erde, lediglich bei der nördlichen Rampe ließe sich hier etwas machen; dabei muß aber in Betracht gezogen werden, dass der Lessingtunnel dann ersatzlos wegfallen würde, was anderswo zu Verkehrsproblemen führen kann.M.E. sollte der alte Kaufhaus-Klotz abgerissen werde und diese freie Fläche mit dem alten Busbahnhof zu einem neuen ZOB Altona-Zentrum – unter vielen eingebetteten Grünflächen – umgestaltet werden. Mehr Grün ist verständlich, aber der Busbahnhof als zentraler „Treffpunkt“ im Herzen Altonas kann man nicht wegplanen, ohne Hunderttausender Hamburger auf die Füße zu treten. Wenn man dann eine große Grünfläche haben möchte, sollten die alten Fernbahngleise größtenteils zu einem Park umgestaltet werden.
Die einzig sinnvolle Lösung.
Eigentlich ein Sakrileg, bereits zu kommentieren bevor Herr Jung die Möglichkeit gehabt hat, dessen Inhalt wir uns aber ausmalen können. Ich tue es trotzdem schon einmal: Was mich wirklich stört, ist, dass die Umgestaltung nicht einmal in Erwägung zieht, die S-Bahn tieferzulegen und damit die Bahnschneise in Altona aufzulösen. Auch finde ich beide Lösungen den Busbahnhof betreffend nicht wirklich sinnvoll. Hier sollte einmal geprüft werden, ob man den Busbahnhof nicht unter die Erde legen kann.
Aber da alles unter dem unsinnigen Spar um jeden Preis Vorbehalt steht, werden wir weder einen großen Wurf noch eine zufriedenstellende Lösung bekommen…Schade.
Danke für den Bericht inklusive der anschaulichen Fotos vom Bestand.
Man konnte die Entwürfe schon vor der Entscheidung der Jury im Altonaer Rathaus. Der Entwurf der dänischen Architekten hat die Hauptzufahrt nicht vom Lessingtunnel, sondern von der Max-Brauer-Allee. Außerdem gibt es eine Rampe nach Westen zur Scheel-Plessen-Straße.
Auf den bisher veröffentlichten Visualisierungen erkennt man das nicht. Bei der Ausstellung im Rathaus gab es aber technische Zeichnungen, die das zeigten. Im Artikel müsste man die Aussage also korrigieren, sonst tut man den Planern arg unrecht.
Die Umsteigewege vom neuen Busbahnhof auf dem ex-Gleisanlagen zur S-Bahn sind natürlich trotzdem zu lang. In dieser Hinsicht ist der Entwurf, der den Busbahnhof nicht verlegt, besser (außerdem ist er bestimmt auch billiger).