Wenn Hamburgerinnen und Hamburger beim Thema Verkehr emotional werden, dann geht es meist um Parkplätze oder Tempo 30. Zwei Reizwörter, die ihre Wirkung nicht verfehlen – und meist leidenschaftliche, aber wenig faktenbasierte Diskussionen nach sich ziehen. Die Argumente sind bekannt: Mehr Verkehrssicherheit und weniger Lärm, sagen die Befürworter. Mehr Staus und langsamere Busse, meinen die Kritiker. Was davon wirklich eintritt, wusste bisher niemand so genau.
Die niederländische Hauptstadt Amsterdam hat es dagegen getan. Seit dem 8. Dezember 2023 gilt dort auf einem Großteil der innerstädtischen Hauptverkehrsstraßen Tempo 30. Nun, gut eineinhalb Jahre später, liegen die offiziellen Evaluationsergebnisse vor. Sie sind ungewöhnlich deutlich und könnten die alte Diskussion in Hamburg auf eine neue Grundlage stellen kann.
NAHVERKEHR HAMBURG hat den Bericht analysiert und fasst die Kernergebnisse zusammen.
Wie eine Stadt über Nacht das Tempo drosselte
Um die Ergebnisse aus Amsterdam richtig einordnen zu können, muss man zwei Dinge verstehen:
Erstens: Hamburg und Amsterdam sind zwei sehr unterschiedliche…
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