An diesen StadtRad-Stationen stehen ab April auch Lastenräder

Ab April können alle StadtRad-Kunden in Hamburg erstmals auch elektrische Lastenräder ausleihen – aber nur an einigen Stationen. Das sind die Standorte.
Ab April können bei StadtRad Hamburg auch spezielle Lastenräder ausgeliehen werden
Ab April können bei StadtRad Hamburg auch spezielle Lastenräder ausgeliehen werden
Foto: Andreas Sahlmann

Das StadtRad-System wird erweitert: Nachdem die normale Fahrradflotte Anfang des Jahres komplett durch neue Räder ausgetauscht wurde, werden ab April erstmals auch elektrische Lastenräder angeboten.

Allerdings gibt es zum Start nur 20 solcher Räder. Sie werden während einer mehrmonatigen Pilotphase nur an ausgewählten Stationen in der Innenstadt und Umgebung verfügbar sein. Das geht aus einer Antwort des rot-grünen Senats an den Grünen-Verkehrspolitiker Martin Bill hervor.

Neue Lastenräder kostet 3 Euro Reservierungsgebühr

Mit den Lastenrädern von StadtRad können zum Beispiel Getränkekisten und andere Güter transportiert werden. Auch die Mitnahme von Kindern ist möglich.

Neu ist, das für die – höchstwahrscheinlich sehr begehrten Lastenräder erstmals eine Reservierungsgebühr in Höhe von 3 Euro fällig wird. Die gebühr soll auf die Fahrtkosten angerechnet werden.

An diesen StadtRad-Stationen sollen die neuen Lastenräder stehen

Hamburg-Mitte

  • Lange Reihe / Lohmühlenpark
  • U Überseequartier / Grasbrookpark
  • Großneumarkt / Thielbek
  • U Feldstraße / Marktstraße
  • Veringstraße / Mannesallee

Altona

  • S Königstraße / Struenseestraße
  • Bahnhof Altona West / Ottenser Hauptstraße
  • Bleickenallee / Fischers Allee
  • Hohenzollernring / Friedensallee

Eimsbüttel

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21 Antworten auf „An diesen StadtRad-Stationen stehen ab April auch Lastenräder“

“Am meisten genutzt” hängt auch davon ab, dass überhaupt Fahrräder zum Ausleihen verfügbar sind. Am Busbahnhof Wandsbek-Markt gibt es zwei Ausleihstationen, die zu gefühlt 90% der Zeit komplett leer sind und deswegen in der Statistik weit zurück fallen.

Lastenräder sind der richtige Schritt. Aber: Es wird weiterhin das Matthäus-Prinzip (‘Wer hat, dem wird gegeben’) bzw. der Weg des geringsten Widerstandes verfolgt. Das Setzen von Gelingensbedingungen für große Teile Hamburgs sieht anders aus.

Wandsbek, Hamburgs einwohnerstärkster Bezirk, in dem 25 Prozent der Hamburger wohnen, erhält 5 Prozent der Stationen mit Lastenräder, zumal mit der Ritterstraße an einem Ort, der innerhalb Wandsbeks alles andere als zentral ist, sondern nur wenige Meter von den Grenzen zu Nord und Mitte entfernt liegt. Geschätzt erhalten nun 2 Prozent der Wandsbeker direkten Zugang zu einem Lastenrad. Ein ähnliches Verhältnis gilt für die Stadtrad-Stationen. Auch hier ist Wandsbek stark unterrepräsentiert.

Warum ist das so?

Grund1: Stadtrad-Stationen werden (wie Carsharing Stationen) vor allem an Orten mit schienengebundenem Nahverkehr gebaut, weil dort viele Menschen verkehren, die für die letzte Meile ggf. ein Fahrrad verwenden (Fahrt Station-Endziel). Wandsbek ist hier stark unterrepräsentiert. Ganze Stadtteile besitzen keinen solchen Anschluss oder werden nur am Rand von einem indirekt bedient.

Grund2: Stadträder können die Funktion erfüllen, dass sie per Rad Stationen miteinander indirekt verknüpfen, die fußläufig nicht verknüpft sind. Da Wandsbek trotz seiner Einwohnerzahl und seiner großen Fläche im Wesentlichen durch 1 Radiale geprägt ist (U1), gibt es hier nahezu nichts zu verknüpfen. Es gibt kein Netz.

Grund3: Nicht-Wandsbeker Hamburgs scheinen Wandsbek als Stadtbezirk Hamburgs oftmals nicht ganz ernst zu nehmen. Oftmals ist die Größe der Fläche und der Einwohnerzahl auch unbekannt. Es ist zu vermuten, dass auf Seiten der Politik und auf Seiten der Verwaltung Druck daher Wandsbek eine Nachrangigkeit erfährt, die im Blick auf die genannten Größen unangemessen ist.

Grund4: Innerhalb Wandsbeks scheint sich eine Einwohnerstruktur verfestigt zu haben, dass die politisch eher einflussreichen Kreise der Bevölkerung eher an Orten leben, die gut angebunden sind (Volksdorf z.B.) oder ohnehin eher Kfz-orientiert sind (Sasel usw.). (Der Großteil der einflussreichen Politiker Wandsbeks und ihr Wählerklientel stammt nicht aus Jenfeld, Tonndorf, Steilshoop, …) Damit hängt der folgende Grund zusammen.

Grund5: Mit dem Friedrich-Ebert-Damm und der ehemaligen B 75 sind recht zentrale Teile Wandsbeks in hohem Maße autogerecht umgebaut worden. Gleichzeitig ist die Radverkehrsinfrastruktur vergleichsweise schlecht. Entsprechend ist der Modal Split beim Kfz im Hamburger Vergleich hoch, vom Radverkehr vergleichsweise niedrig. Die Diskussionen um Radwegeverbindung mit einer eher (dezenten) Verkehrsberuhigung der parallel neben diesen Hauptverkehrsachsen laufenden Walddörferstraße haben gezeigt, wie autozentriert gedacht wird. Der Durchgangsverkehr für diese direkte Verbindung in die City (für das Auto!) müsse bleiben. Die Verkehrsdirektion hatte (auf massiven Druck von Teilen der Politik und Unternehmerschaft) argumentiert, dass die Walddörferstr. 6000-12.000 Kfz pro Tag als ständige (!) Ausgleichsstrecke des 4 bis teilweise 6-spurigen Friedrich-Ebert-Damms (>30.000 Kfz/24h) und der ehem. B 75 (>35.000 Kfz/24h) bereitstehen müsse.

Angeblich will doch Hamburg Anreize setzen für den Radverkehr. So wird das aber in Hamburgs bevölkerungsreichsten Bezirk nichts. Von zukunftsorientierten Handeln von Politik und Verwaltung erwarte ich mehr, als bloß irgendwelchen Trends hinterherzulaufen. Es müssen Gelingensbedingungen für Kostenwahrheit, für flächeneffizentere und Lebensqualität fördernde geschaffen werden. Wann in Wandsbek?

Lortzingstr. liegt 90 Meter entfernt von der Grenze nach Wandsbek,
Hartzloh 550 Meter entfernt von der Wandsbeker Grenze.

Wandsbek ist ein Bezirk, der überwiegend in der äußeren Stadt liegt. In der Inneren Stadt sind nur 2,5 Stadtteile: Eilbek, 75 % von Wandsbek und ein bisschen Marienthal. Dahinter gehts los mit dünner Besiedlung, Einfamilienhaussiedlungen, Einkaufsgelegenheiten alle paar 1.000 Meter, kaum zentralen Funktionen. HH-Nord hat zum Beispiel mit Hohenfelde, Barmbek-Nord, -Süd, Eppendorf, Winterhude, Hoheluft-Ost und auch Dulsberg eine ganz andere Nummer an innerstädtischen Stadtteilen. In den “äußeren” Gebieten von HH-Nord, also Ohlsdorf, Fuhlsbüttel, Groß Borstel, Langenhorn und Alsterdorf, da gibt’s auch 0 Lastenradstationen und kaum Stadtrad

Danke, das bestätigt das Vorurteil aus Grund3 oben. Der Begriff der äußeren Stadt mit der vorherrschenden Bebauung durch Einfamilienhäuser greift für Volksdorf oder Duvenstedt, sicher nicht etwa für den Stadtteil Wandsbek. Städtebaulich wird üblicherweise der 2. Grüne Ring 8-10km um das Rathaus als die Grenze von innerer und äußerer Stadt gesehen (im Osten etwa Friedhof Ohlsdorf->Trabrennbahn->Öjendorfer Park).

Wandsbek Markt ist dagegen keine 4,5 Kilometer vom Hbf entfernt und liegt damit näher am Hbf als Winterhude Marktplatz (letzteres Luftlinie, über die Alster). Wandsbek Markt bietet eine umfassendere Infrastruktur als manche Oberzentren Niedersachsens. Nicht umsonst ist dort wohl der größte Busbahnhof Hamburgs beheimatet. Die Einwohnerdichte von Wandsbek-Stadtteil beträgt 6000 Einwohner/km2, um Wandsbek Markt herum dürften das eher 8000-10000 Einwohner pro km2 sein. Dennoch gibt es am Wandsbek Markt keine Lastenradstation.

Auch östlich von Wandsbek Markt findet man regelmäßig noch durchgehende Bebauung bzw. Geschossbau. Wer das nicht glaubt: Einfach mal die Walddörferstraße durchfahren. Am besten mit einem Lastenrad von der Ritterstraße …

Gerade die “Klara-Karte” (s.u.) zeigt ganz deutlich die sich überlappende Abdeckung mit Lastenradstationen in den Szenequartieren Ottensen, Eimsbüttel und Eppendorf und die “VOIDs” in unserem Bezirk, aber auch in Harburg und Bergedorf, wo es nicht mal eine Station gibt. Auf “Heimathafen Wandsbek” können wir noch lange warten.

Faktencheck, lieber Wandsbeker:

Einwohner im Umkreis von 500 m an einigen Lastenrad-Stationen:

– Apostelkirche: 14.200
– U Osterstraße: 14.000
– Eppendorfer Weg/Hoheluftchausse: 13.600
– Goldbekplatz: 13.400
– U Christuskirche: 13.000
– U Ritterstraße: 11.800
– Ottenser Hauptstraße: 11.600
– Veringstr./Mannesallee: 11.000
– U Hoheluftbrücke: 10.400
– Fuhle/Hartzloh: 9.800
– Großneumarkt: 9.600
– Lorzingstr./Friedrichsberg Straße: 9.300
– Fuhle/Bahnhof Barmbek 8.300
– Feldstraße (trotz Heiligengeistfeld): 8.000
– S Königstraße: 7.800
– Mundsburg: 7.300
– Lange Reihe (trotz Außenalster): 6.400

Im Stadtteil Wandsbek:

– Wandsbek Markt (vor dem Bezirksamt Wandsbek): 3.400
– Wandsbek Markt (vor dem Eingang zu C&A am Quarree): 4.000
– Wandsbek-Gartenstadt (Ostpreußenplatz): 3.700
– Walddörferstraße (Ecke Holzmühlenstraße): 7.000

Gründe? Schauen Sie sich um am Wandsbek-Markt. Wie viele Menschen mögen leben auf der zehnspurigen Hauptstraße, den eingeschossigen Geschäftshäusern, den Brachflächen gleich hinter dem Quarree, den zweigeschossigen Behelfs-Zeilenbauten aus der Nachkriegszeit oder den Einfamilienhäusern mit großzügigen Gärten gleich hinter dem Bezirksamt Wandsbek? Wandsbek Markt könnte urban sein. Es liegt sehr nah an der Innenstadt, hat eine super Anbindung mit U- und S-Bahn – das, was Sie für den Rest Wandsbeks imme fordern, gibt es dort seit 60 Jahren! – und ein funktionierendes Geschäfts- und Dienstleistungszentrum. Was haben die Wandsbeker daraus gemacht? Man kommt man aus dem Quarree raus und schaut nach zwei Metern auf die typisch Wandsbeker Stadtrand-Bebauung nebst trostlosen Brachen, asphaltgrauen Parkplätzen, lieblos gestalten Grünflächen und monströs breiten Straßen.

Hallo HH-Norder,

Mann oh Mann, haben Sie einen Hals auf Wandsbek. Das hört man ja gleich bei Ihrer Wortwahl heraus. (Die Wandsbek-Beiträge von Lokstedter finde ich dagegen direkt irgendwie lustig, wenn auch nicht zutreffend.)
Und Sie hauen hier genau die an, die sich dafür engagieren, dass es z.B. auf dem (kleinen) Gebiet der Verkehrspolitik in Wandsbek besser für die Menschen und umweltfreundlicher wird…

Nur mal so: Dass es z.B. “zehnspurige Hauptstraßen” gibt, ist ja wohl nicht die Schuld der Wandsbekerinnen und Wandsbeker. Die würden sicher gern ein lebenswerteres Umfeld haben.
Ich wäre sofort dafür, solche Straßen zugunsten einer Stadtbahn zu reduzieren. Haben Sie sich mal meine Stadtbahnvorschläge durchgelesen (finden Sie hier in einem benachbarten Thread)? Da würden Sie sehen, dass es durchaus Leute in Wandsbek gibt, die sich nicht mit dem status quo abfinden und das ändern wollen.

Aber vermutlich ist es genau das in der bisherigen Hamburger Politik: Erst Wandsbek durch eine falsche Strukturentwicklung eine Autoorientierung aufzwingen und dann mit den Finger auf die Wandsbekerinnen und Wandsbeker zeigen: “Ihr seid alles notorische Spießer und Autofahrer!” (Und sich selbst als “gut und (selbst)gerecht” vergewissern.)

Ich schrieb nicht: Einwohnerdichte _am_ Wandsbek Markt, sondern dort im Umkreis. Natürlich, unmittelbar (100-200m) um den Wandsbek-Markt wohnt fast niemand, dort ist mit der 6 spurigen Wandsbeker Marktstraße und der 4 spurigen Schlossstraße ein Monument der autogerechten Stadt errichtet worden, das diesen Platz weitestgehend zerstört hat.
Entlang der hinter dem Quarree verlaufenden Königsreihe etwa sind es eher 6000 Einwohner km/2, ich hätte angesichts der Zahlen für Wandsbek eher 8000 geschätzt, aber Punkt für Sie.

Dennoch ist Wandsbek Markt ein zentraler Ort für die Menschen, die im Umkreis leben. Sie können die Lastenrad-Station auch gerne hinter das Quarree, Nähe Königsreihe am Wandsbeker Wochenmarkt aufstellen, (also 200-300 Luftlinie nordwärts) wenn Ihnen die unmittelbare Nähe zur hohen Einwohnerdichte wichtiger ist.

Übrigens, danke für die Zahlen. Ich möchte dann eine Lastenrad-Station Walddörferstr./Holzmühlenstr., am besten dort auch schienengebundenen Verkehr (ursprünglich war m.W. mal ungefähr dort die Linienführung der U1 geplant).

“Sie können die Lastenrad-Station auch gerne hinter das Quarree, Nähe Königsreihe am Wandsbeker Wochenmarkt aufstellen, (also 200-300 Luftlinie nordwärts) wenn Ihnen die unmittelbare Nähe zur hohen Einwohnerdichte wichtiger ist.”

Da sind es 6.100 Einwohner im 500-m-Radius. In der zweiten Runde sicher ein guter möglicher Standort. Klar sollte aber geworden sein, dass man bei der Auswahl von Standorten von Lastenrädern nach u.a. der Anzahl von Einwohnern im Einzugsgebiet nicht unbedingt auf Wandsbek-Markt kommt. Und das war bei der ersten Runde der Standorte ein wichtiges Kriterium.

“Übrigens, danke für die Zahlen. Ich möchte dann eine Lastenrad-Station Walddörferstr./Holzmühlenstr., am besten dort auch schienengebundenen Verkehr (ursprünglich war m.W. mal ungefähr dort die Linienführung der U1 geplant).”

Noch besser: Friedrich-Ebert-Damm/Holzmühlenstraße: 7.300 Einwohner im 500-m-Radius.

Vermutlich sind die Bewohner des Bezirks schlichtweg überfordert. Da klappte ja schon die U-Bahnampel nicht und über die S4 wird nur gejammert. Da kann man den Bezirk nicht mehr ernst nehmen, zumal das Spießertum von Rahlstedt bis zu den Walddörfern eh im SUV bleibt. Da wären solche Angebote nur Perlen vor die Säue werfen. Lieber bei vernünftigen Bürgern investieren.

Hallo Lokstedter, mal als vernünftiger Bürger wieder ad hominem mit allerlei höchst der Sache dienlichen Kraftausdrücken unterwegs? Wald und Schall und so …

Kann es denn nicht für die solidarischen Nutzer im Account Emojis geben?
Dann hätte ich hier die tanzende Banane oder die La-Ola-Welle drunter setzen können oder ein Schweinchen, das in einem Perlenhaufen wühlt. ;-))

Emojis funktionieren hier doch. ?Aber ob man damit erklären kann, dass verkehrliche Bedarfe oder Erschließungsradien nicht an Bezirksgrenzen enden, da sie keine Wasserkante isolierter Südsee-Inseln bedeuten, weiß ich nicht. Vielleicht wäre es ein Versuch wert, wenn es mit Worten stets scheiterte.

Du scheinst vor allem darin zu scheitern, sinn- und gehaltvolle Aussagen zu tätigen. Nach der Klara-Karte wird nahezu ausschließlich Eilbek (20.000 Einwohner) aus dem Bezirk Wandsbek bedient. Wandsbek hat aber 440.000 Einwohner und das hervorragend angebundene und dicht besiedelte Gebiet um Wandsbek Markt wird gar nicht bedient.

(Auch Wandsbek-intern scheint Eilbek politsch einen Sonderstatus zu besitzen. Im aktuellen Wahlprogramm der SPD Wandsbek wird zu der Region Wandsbek-Kern (zu der neben Eilbek auch Wandsbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf zählen) kommen von der ganzen Region (ca. 110.000 Einwohner) jeweils der Wandsbeker Wochenmarkt sowie der U-Bahnhof Wandsbek-Gartenstadt mit jeweils einem Satz vor, die sonstigen Aussagen betreffen fast nur Eilbek (20.000 Einwohner).)

Sehr erstaunlich, dass der Bezirk Harburg komplett außen vor bleibt. WIe will man Rückschlüsse auf das Nutzungsverhalten in Harburg ziehen, wenn man gar keine Lastenräder im Test anbietet?

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