Auch im kommenden Jahrzehnt kein Geld für die Stadtbahn

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) rechnet auch im nächsten Jahrzehnt nicht mit dem Bau einer Stadtbahn. Das erklärte er in einem Interview mit der WELT.
Christian Hinkelmann
Stadtbahn aus Bremen in 2010 zur Ausstellung in Hamburg
Eine Stadtbahn aus Bremen im Juni 2010 als Ausstellungsstück auf dem Jungfernstieg in Hamburg

„Die Entscheidung gegen die Stadtbahn ist richtig. Soll eine Stadtbahn rentabel sein, muss man 40 Kilometer Strecke bauen. Das würde zwei Milliarden Euro kosten. Das wird sich die Stadt weder in diesem noch im nächsten Jahrzehnt leisten können.“

Scholz betonte, dass der Bau einer Stadtbahn weder realistisch noch nötig sei. U-Bahnen, S-Bahnen und Busse würden in Hamburg ausreichen. Außerdem würde man das Angebot an Mietfahrrädern ausbauen, die Zahl der Park-and-Ride-Parkplätze erhöhen und Carsharing fördern, so Scholz.

Zudem kritisierte der Bürgermeister die bisherige Diskussion um das neue Verkehrsmittel: „Das Problem bei der Stadtbahn ist, dass es zu lange zu uninformiert und zu ideologisch diskutiert worden ist.“

Scholz betonte gegenüber der Zeitung, dass ein gut ausgebauter Busverkehr nicht unbedingt schlechter als eine Stadtbahn sei: „Ich glaube, ein modernes Bussystem mit emissionsfreien Fahrzeugen, vermutlich mit Wasserstoff-Elektroantrieb, wird mit der theoretischen Effizienz einer Stadtbahn mithalten können. Die Wette ist jedenfalls offen.“

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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Eine Antwort auf „Auch im kommenden Jahrzehnt kein Geld für die Stadtbahn“

Der einzige, der zum Thema Stadtbahn uninformiert ist, ist Herr Scholz selbst. Sonst würde er nicht zum Thema Verkehr solch einen Unsinn reden und die unnütze Geldverschwendung Verlängerung der U4 betreiben. Wie diese einen Kosten Nutzen Faktor 1 haben soll, ist mir schleierhaft.

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