Ausschreibung der S-Bahn hat zwei Monate Verspätung

Die Ausschreibung der Hamburger S-Bahn ist in Verzug. Statt im Februar wurde das Vergabeverfahren erst Anfang April begonnen. Gleichzeitig wird klar: der Senat hat offenbar aus alten Fehlern gelernt und für den künftigen S-Bahn-Betreiber strenge Regeln aufgestellt.
Von Christian Hinkelmann
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Ein S-Bahn-Zug der Baureihe 474 fährt aus dem Bahnhof Elbgaustraße heraus

Die Ausschreibung der Hamburger S-Bahn kommt offenbar langsamer voran als geplant. Das geht aus einem Bericht des Haushaltsausschusses der Bürgerschaft hervor (Drucksache: 20/4118).

Demnach wurde am 10. April das formelle Vergabeverfahren eröffnet und der vorgeschaltete Teilnahmewettbewerb abgeschlossen. Das ist fast zwei Monate später als ursprünglich geplant, denn laut der Ausschreibungsunterlagen, die zu Jahresbeginn veröffentlich wurden, sollte dieser Schritt bereits am 17. Februar 2012 vollzogen werden.

Helma Krstanoski von der Hamburger Wirtschaftsbehörde zu NahverkehrHAMBURG: “Der Grund für die Verzögerung ist, dass sich die Erarbeitung der Vertragsunterlagen in mehreren Punkten schwieriger gestaltete als geplant und deshalb verspätet versandreif wurde”. Als Beispiele nennt die Behördensprecherin die Ermittlung der Energieeffizienz der Fahrzeuge und die Auswirkungen der vor einigen Jahren eingeführten EU-Crashnorm auf die S-Bahn-Züge. Außerdem mussten die Vertragsunterlagen nach Fertigstellung noch mit Schleswig-Holstein und Niedersachsen abgestimmt werden. Krstanoski: “Beide Nachbarländer tragen die Vertragsunterlagen vollumfänglich mit.”

Wie viele Verkehrsunternehmen sich auf die Ausschreibung des S-Bahn-Betriebs beworben haben, bleibt geheim. “Auskünfte dieser Art zu einem laufenden Vergabeverfahren werden grundsätzlich nicht erteilt, da es sich um einen Geheimwettbewerb handelt”, heißt es aus der Behörde. Bestätigt wurde nur, dass die Verhandlungsgespräche …

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