Ausschreibung für Hamburger S-Bahn ist gestartet

Die Ausschreibung für die Hamburger S-Bahn läuft. Bis Anfang Februar können sich interessierte Unternehmen beim HVV bewerben. Die Bedingungen sind hart: Der neue Betreiber muss 42 alte Züge übernehmen und bis Ende 2018 mindestens 60 neue Triebwagen beschaffen und in Betrieb nehmen.
Christian Hinkelmann
S-Bahnen am Bahnhof Hamburg-Altona
S-Bahnen am Bahnhof Hamburg-Altona

Die Ausschreibung für die Hamburger S-Bahn läuft. Die Stadt Hamburg, die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und das Land Schleswig-Holstein suchen ab sofort ein Unternehmen, das den Betrieb auf dem Hamburger S-Bahn-Netz ab Dezember 2018 übernimmt und bis Ende 2033 betreibt.

Damit wird der eigentlich Ende 2017 auslaufende Verkehrsvertrag mit der S-Bahn Hamburg GmbH offenbar um ein Jahr verlängert. Darüber war zuletzt in Medienberichten spekuliert worden.

Die Ausschreibung umfasst alle bestehenden S-Bahnlinien mit einer Fahrleistung von ca. 12,7 Millionen Zugkilometern im Jahr. Dafür werden voraussichtlich 172 Triebwagen benötigt. Das sind acht Züge mehr als bisher. Hier wurden offenbar schon Kapazitätsreserven für künftige Erweiterungen (z.B. S32 und S4) einkalkuliert.

Außerdem wird der neue S-Bahn-Betreiber dazu verpflichtet, die 42 im bereits im Einsatz befindlichen Zweisystemzüge der Baureihe 474.3 vollständig zu überne…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Heute kaum vorstellbar: Im Frühjahr 1976 wurde dieser Eisenbahnwaggon von einem Lastwagen auf einem schmalen Gleis über die Kreuzung Barnerstraße/Bahrenfelder Straße mitten in Ottensen (bei der FABRIK) gezogen. Das markante Eckgebäude steht immer noch und soll demnächst abgerissen werden. (Foto: Rainer Dodt)

Best-of: Die Geschichte von den Lastwagen-Güterzügen in Ottensen

Wer mit offenen Augen durch Ottensen und Bahrenfeld läuft, hat sie vielleicht schon mal gesehen: die vielen alten Gleisreste in Straßen und Industriehöfen. Was viele nicht wissen: Auf ihnen rollte noch bis 1981 eine Art Güterstraßenbahn. So sah der Betrieb damals aus.

Eine Hamburger U-Bahn vom Typ DT5 fährt auf einem Viadukt im Hafen, während sich unten der Autoverkehr staut

Wie die Auto-Zwickmühle die Hamburger Verkehrswende torpediert

Verkehrssenator Tjarks freut sich zu früh über den 2025 gesunkenen Autobesitz. Weite Teile der Hamburger haben zu wenig Vertrauen in Bus, Bahn und Carsharing als Alternative zum eigenen Auto. Der Senat müsste dringend nachsteuern, wenn die Verkehrswende gelingen soll.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner