Laut Bundesverkehrsministerium finden derzeit Gespräche mit dem Land Schleswig-Holstein und der Deutschen Bahn zum Erhalt der Bäderbahn zwischen Lübeck und Neustadt statt.
„Gemeinsames Bestreben ist es, auch in Zukunft eine Nutzung der Strecke für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zu ermöglichen“, heißt es.
Die Landesregierung in SH hatte vorige Woche überraschend angekündigt, die alte Strecke weiterhin betreiben zu wollen – parallel zur geplanten Neubaustrecke nach Fehmarn.
Ab heute fahren eine Woche lang keine S-Bahnen zwischen Hammerbrook und Wilhelmsburg.
Die DB will im Bereich von geplanten Weichen Textilmatten unter den Gleisen verlegen. Die Weichen selbst werden noch nicht eingebaut.
Die S3 fährt nur zwischen Hammerbrook-Pinneberg, sowie Wilhelmsburg-Neugraben, die S5 fährt nur zwischen Stade und Harburg-Rathaus, die S7 fällt aus, die S2 fährt Aumühle – Diebsteich.
DB will Fahrgastinfo verbessern und schafft mit neuer App Doppelstruktur
Die Deutsche Bahn will mit 50 Millionen Euro ihre Fahrgastinfos verbessern und künftig auf allen Kanälen schneller und einheitlicher informieren.
Zusätzlich soll ab Dezember eine neue App DB Info, auf den Markt kommen.
Sie kann dasselbe, wie der DB Navigator, nur dass man dort keine Tickets kaufen kann. Sie ist quasi anbieterneutral. Hintergrund ist, dass sich die DB weigert, im DB Navigator auch Tickets von anderen Bahnanbietern zu verkaufen.
Bahn bietet ICE-Rabatt für Deutschlandticket-Inhaber
Die Deutsche Bahn testet neue Fernverkehrsrabatte speziell für Deutschlandticket-Inhaber in Mecklenburg-Vorpommern.
Pendler bekommen bis Jahresende bis zu 60 Prozent Rabatt auf Mehrfahrten-Tickets für ICE- und Intercity-Züge innerhalb von MV, bzw. zwischen Hamburg und MV.
Der Rabatt gilt z.B. auf der Strecke zwischen Hamburg, Schwerin und Rostock.
Protest gegen Abriss von historischem Bahnhof in Hamburg
Die Deutsche Bahn will in Sülldorf einen der ältesten S-Bahnhöfe Hamburgs abreißen.
Gestern protestierten zahlreiche Menschen dagegen – auch, weil der ebenerdige Zugang durch eine Fußgängerbrücke ersetzt werden soll: 100 Meter mehr Fußweg.
Außerdem haben sich die Abrisspläne verschoben. Statt in diesem Jahr will die DB erst 2029 beginnen.
Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) räumt ein, das Ziel einer verlässlichen ÖPNV-Anbindung mit ÖPNV-Anbindung von früh bis spät im ganzen Land nicht zu erreichen.
Stattdessen wurden Zugverbindungen gestrichen und Kreise bekommen weniger Geld für den Busverkehr. Auch das Vorzeigeprojekt Smile24 soll zum Jahresende wohl auslaufen.
Für Pendler aus dem Umland bleibt das Angebot somit lückenhaft und unzuverlässig. Auch in Hamburg kommt der Hamburg-Takt nicht wie geplant voran.
S4: Verkehrspolitiker will Generalsanierung verschieben
Der Hamburger SPD-Verkehrspolitiker Ole Thorben Buschhüter fordert, die für 2028 geplante Generalsanierung der Strecke Hamburg–Lübeck zu verschieben.
Die Sperrung solle so gelegt werden, dass danach die S4 bis mindestens Rahlstedt fertig ist.
Grund sind Verzögerungen beim S4-Bau. Laut Senat blockiert u.a. ein neues Stellwerk wesentliche Teile des Weiterbaus. Es wird voraussichtlich mit mehr als drei Jahren Verspätung erst im Sommer 2027 in Betrieb gehen.
Planänderung bei U4-Verlängerung. Unterlagen liegen aus
Die Hochbahn hat ihre Pläne für die U4-Verlängerung von den Hamburger Elbbrücken zum Grasbrook geändert.
Deswegen werden die Planfeststellungsunterlagen ab heute nochmals ausgelegt.
Damit könnte sich das Verfahren verzögern. Erst vor wenigen Tagen hatte die Hochbahn in ihrer Jahresbilanz 2025 erklärt, dass sie den Planfeststellungsbeschluss Mitte 2026 benötigt, um nicht in Verzug zu geraten.
Ein halbes Jahr nach dem U-Bahn-Unfall in Hamburg-Billstedt birgt die Hochbahn am kommenden Wochenende zwei Wagen des entgleisten Zugs und überführt sie in eine Werkstatt.
Dafür muss die U2-Strecke zwischen Billstedt und Mümmelmannsberg voll gesperrt werden.
Die Sperrung beginnt am Samstag um 5:00 Uhr und endet in der Nacht zum Montag.
Hamburg verfehlt Klimaziele: Diskussion um Konsequenzen
Eine neue Schätzbilanz zeigt, dass Hamburgs CO₂-Emissionen um 2,6 Prozent gestiegen sind. Einer der Hauptfaktoren: der Verkehrssektor.
Der Stadt drohen jetzt harte Maßnahmen, um das Ziel zu erreichen. Umweltverbände fordern unter anderem weniger Autoverkehr, die Opposition möchte die Klimaziele anpassen.
Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) hofft dagegen auf mehr Elektroautos. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) schweigt zum Thema.
Wie haben sich die Fahrgastzahlen im vergangenen Jahr entwickelt? Wie kommt der Bau der U5 voran und welche Schwerpunkte sollen in diesem Jahr gesetzt werden?
Die Hochbahn präsentiert heute Vormittag ihre Jahresbilanz 2025 und gibt einen Zukunftsausblick – erstmals unter dem neuen Vorstandssprecher Jens-Günter Lang.
Die Bilanz war bereits vor knapp zwei Wochen vom Aufsichtsrat festgestellt worden, wurde aber – anders als üblich – nicht am selben Tag der Presse präsentiert.
Schleswig-Holstein will sparen – und in Verkehr investieren
Die Landesregierung hat gestern ihren Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vorgestellt.
Demnach fehlen dem Land 900 Millionen Euro und es muss gespart werden.
Im Bereich Verkehr sollen aber 144 Millionen Euro in Straßen, Radwege und Brücken investiert werden. Über die Finanzierung von Schienenprojekten und Fahrplantakten ist nichts bekannt.
Vor einem Jahr hatte Moia Testkunden für seine autonomen Fahrzeuge gesucht und einen baldigen Start von Testfahrten in Aussicht gestellt.
Doch laut WELT sind diese Tests für registrierte Hamburger in einer geschlossenen Nutzergruppe bis heute nicht gestartet.
Damit ist fraglich, ob das vor einem Jahr ausgegebene Ziel, Ende 2026/Anfang 2027 offiziell mit dem autonomen Moia-Betrieb starten zu wollen, noch haltbar ist.
Das erst vor zwei Jahren öffentlichkeitswirksam eingeführte kostenlose Schülerticket in Hamburg kostet ab dem kommenden Jahr jährlich 19 Euro.
Auch der Sozialrabatt auf HVV-Tickets für Leistungsempfänger wird monatlich um zehn Euro reduziert. Das Deutschlandticket kostet damit künftig 37,50 Euro, statt 27,50 Euro.
Diese und noch weitere Leistungskürzungen hat der Hamburger Senat wegen der schwierigen Finanzlage im Zuge seiner Haushaltsberatungen für 2027/2028 beschlossen.
Die Ministerpräsidenten der Länder diskutieren heute unter anderem über die steigenden Trassenpreise im Bahnverkehr.
Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen fordert eine schnelle Lösung, wie das Preissystem für die Nutzung von Bahnstrecken schnell reformiert werden kann.
Den Unternehmen im Schienenpersonen- und Güterverkehr müsse endlich eine verlässliche Planung bei der Entwicklung der Trassenpreise ermöglicht werden.
Morgen soll der Bundestag das Infrastruktur-Zukunftsgesetz der Bundesregierung beschließen.
Kernpunkt: Planfeststellungsverfahren können damit noch mehr durch veränderte gesetzliche Vorgaben ausgebremst werden, wenn sie einmal angelaufen sind.
IT-Störungen: Zugverkehr ist in ganz Deutschland wieder angelaufen
Wegen eines Ausfalls des Zugfunks ist gestern am späten Abend in ganz Deutschland der Bahnverkehr auf dem Streckennetz der DB eingestellt worden – anderthalb Stunden lang.
Alle Züge mussten umgehend stoppen – teilweise auf freier Strecke. Die Hamburger S-Bahn fuhr laut NDR allerdings.
Laut BILD-Zeitung soll es am Kieler Hauptbahnhof zu tumultartigen Szenen gekommen sein. Dort sind wegen der Kieler Woche derzeit außergewöhnlich viele Menschen unterwegs.
Am frühen Morgen ist der Verkehr offenbar auf Basis eines Notfallsystems wieder angelaufen. Reisende müssen aber weiter mit Einschränkungen und Verspätungen rechnen. Aktuell (6:30 Uhr) gibt es rund um Hamburg noch größere Verspätungen im Regio-Verkehr.
Durchwachsende Fahrgastinformationen zur IT-Störung
Fahrgäste im HVV sind gestern Abend sehr uneinheitlich über die flächendeckende Betriebseinstellung auf dem Netz der DB informiert worden.
Der Metronom informierte um 22:15 Uhr zuerst, die S-Bahn Hamburg (die entgegen anderslautender Medienberichte offenbar weiterhin fuhr) informierte auf ihrer Website gar nicht über das Thema, die DB stellte erst ca. 75 Minuten später eine Info auf ihre Website bahn.de.
Auf der HVV-Website und in den HVV-Apps gab es kaum Infos. Lediglich die AKN informierte dort, dass sie weiterhin fährt.
Fahrgäste reagierten in sozialen Netzwerken verwirrt.
Hitze in der U-Bahn: Darum bleiben viele Züge warm
Wer in den nächsten Tagen bei bis zu 40 Grad mit den ältesten Hamburger U‑Bahnen vom Typ DT4 fahren muss, wird schwitzen, denn sie haben keine Klimaanlagen und können laut Hochbahn aus Gewichtsgründen nicht nachgerüstet werden.
Nur die neueren DT5-Züge sowie die künftige DT6-Generation verfügen über eine Kühlung.
Alle Hochbahn-Busse sind klimatisiert, die Temperatur wird aber je nach Fahrzeugtyp unterschiedlich geregelt.
Laut Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) soll im Oktober ein neuer Zeitplan für das Milliardenprojekt kommuniziert werden.
Die Fertigstellung des Tunnels wird nicht vor 2031 erwartet. Die deutsche Bahnanbindung wird wohl noch später folgen, weil der Schienenbau in Deutschland zu langsam ist.
Die Kosten allein für die deutsche Anbindung sind laut Bundesrechnungshof auf voraussichtlich 10,7 Milliarden Euro gestiegen.
Bundesverkehrsminister besucht heute Fehmarnbelt-Baustelle
Patrick Schnieder (CDU) wird heute auf der Baustelle auf Fehmarn mit seiner dänischen Amtskollegin über die jüngsten Bauverzögerungen und Kostensteigerungen sprechen.
Ziel ist es, einen neuen Zeitplan zu entwickeln und die ausufernden Kosten in den Griff zu bekommen.
Statt 2029 soll der Tunnel wohl frühestens 2032 eröffnet werden – und erst mal auch nur für den Autoverkehr.
Hochbahn-Aufsichtsrat beschäftigt sich heute mit neuer Spitze
Nach der überraschenden Ablösung von Hochbahn-Chef Robert Henrich berät heute der Aufsichtsrat des Unternehmens voraussichtlich über eine neue Führung.
Gleichzeitig will das Gremium den Jahresabschluss 2025 der Hochbahn feststellen.
Gestern hatte bereits der HVV-Aufsichtsrat getagt. Thema war unter anderem die Trennung von Geschäftsführer Raimund Brodehl. Ergebnisse sind nicht bekannt.
CDU wirft Grünen Führungschaos im Verkehr vor
Nach Abgängen der Chefs von Hochbahn und HVV hat die CDU den Grünen gestern in der Bürgerschaft Versagen vorgeworfen.
Zudem sei das Projekt Hamburg-Takt gescheitert und biete Pendlern keine besseren Takte oder Entlastung.
Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) wies die Kritik zurück und kritisierte wiederum, dass die CDU keine eigenen Verbesserungsvorschläge mache.
Auswertung: Regionalzüge im hohen Norden sehr pünktlich
Laut einer Auswertung des App-Anbieters Railwise fahren die pünktlichsten Regio-Züge in ganz Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern (6,7% Ausfallquote).
Schleswig-Holstein kommt auf Platz 4 (9,1%), Hamburg nur auf Rang 13 (20,7%), Niedersachsen auf Position 14 (20,9%.).
Bei den Zugausfällen kommt Mek-Pom auf Platz 2 (1,0%), Niedersachsen auf Platz 7 (1,9%), SH auf Rang 14 (2,9%) und Hamburg auf den letzten Platz (5,6%).
Ab Sonntag fahren nach monatelanger Sperrung endlich wieder Direktzüge zwischen den beiden größten deutschen Städten.
Zum Start verkauft die DB 100.000 Billigtickets für 14,99 Euro auf der Strecke, die nur von heute bis Sonntag buchbar sind.
Allerdings werden die ICE einige Minuten länger zwischen Hamburg und Berlin benötigen als vor der Generalsanierung, weil noch nicht alle Stellwerke wie geplant laufen.
Die Hochbahn wird wohl noch bis ins kommende Jahr ohne Vorstandsvorsitzenden weiterarbeiten müssen.
Nach der Beurlaubung von Robert Henrich rechnet Verkehrssenator (und Hochbahn-Aufsichtsratschef) Anjes Tjarks nicht mehr mit einer Neuverpflichtung in diesem Jahr.
Technik-Vorstand Jens-Günter Lang übernimmt übergangsweise die Leitung für den Neubau der U-Bahnlinie U5.
Wenn die Deutsche Bahn ab Mitte Juli die neue Sternbrücke in Hamburg einhebt und ein neues Stellwerk in Altona in Betrieb nimmt, wird der Bahnverkehr großflächig lahmgelegt.
Alle Regio-Züge Richtung Westerland, Itzehoe, Wrist, Kiel und Flensburg starten und enden in Pinneberg, teilweise auch in Elmshorn oder Neumünster. Es gibt auch Totalausfälle.
Die S-Bahn fährt ersatzweise öfter nach Pinneberg, aber nicht zwischen Sternschanze und Altona. Die S5 wird über Jungfernstieg umgeleitet.
Weil wegen der Bahn-Großsperrung im Raum Hamburg in den Sommerferien kaum noch Fernzüge nach Kiel mehr fahren, fordert Claus Ruhe Madsen (CDU) Nachbesserungen.
Wegen der vielen Kreuzfahrtpassagiere, die im Sommer gern mit der Bahn in Kiel anreisen, fordert er einen von der DB finanzierten Kreuzfahrt-Express von Kiel über Bad Segeberg nach Hamburg.
Außerdem verlangt er von der DB im Falle von Störungen in den Leitstellen und an Bahnhöfen zusätzliches Personal.
Bürger-Ini kritisiert große Bahnsperrung im Sommer
Die Initiative Prellbock Altona kritisiert, dass die DB ihre Bauarbeiten in Altona und an der Sternbrücke in den Sommerferien bündelt, und fordert, die Arbeiten nacheinander auszuführen.
Der Bahnhof Pinneberg sei als Endbahnhof für zahlreiche Regionalzüge zu klein und nicht geeignet.
Zudem kritisiert Prellbock den geplanten Abriss einer Bahnbrücke in Langenfelde im Zuge des Altonaer Bahnhofsneubaus. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit des alten Bahnhofs verringert.
Auf den ersten Blick ist kaum ein Unterschied zwischen der heutigen Köhlbrandbrücke und dem gestern präsentierten Entwurf des geplanten Ersatzbaus zu erkennen.
Die Unterschiede liegen im Detail: Die Fahrbahn wird 20 Meter höher sein als heute, die Rampen werden jeweils 500 Meter länger.
Außerdem sollen die Pylone nicht aus Stahl, sondern aus Beton gefertigt werden. Laut Senat ist das umweltfreundlicher.
Neue Bahn-Elbbrücken: Nächste Planungsphase startet
Im kommenden Jahrzehnt sollen die Hamburger Bahnbrücken über die Norderelbe abgerissen und durch Neubauten mit zwei zusätzlichen Gleisen ersetzt werden.
Nach Abschluss der Vorplanung will die Deutsche Bahn jetzt mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung starten.
Am 24. Juni präsentiert die DB einen aktuellen Zwischenstand auf einer öffentlichen Veranstaltung.
Heute Vormittag um 11 Uhr will Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard die Architektenentwürfe für die neue Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen präsentieren.
Der Neubau soll der heutigen Brücke optisch sehr ähnlich sein.
Die Verkehrsfreigabe ist für das Jahr 2042 vorgesehen.