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Autor: Lars Hansen

  • Neue Pläne für die Marschbahn: 45 Minuten schneller nach Sylt

    Neue Pläne für die Marschbahn: 45 Minuten schneller nach Sylt

    Mit dem ICE direkt nach Westerland auf Sylt oder bis zur Dagebüller Mole, um dort auf die Fähre nach Föhr und Amrum zu steigen? Was heute noch wie ein Traum klingt, könnte bald Realität werden.

    Nachdem Schleswig-Holstein vor einigen Monaten den viergleisigen Ausbau der Strecke zwischen Elmshorn und Pinneberg lancierte (siehe hier), kam kürzlich die nächste Ankündigung in Sachen Eisenbahnausbau: Die Marschbahn soll elektrifiziert werden.

    Dafür hat das nördliche Bundesland seinen eigenen Nahverkehrsverbund NAH.SH mit der Ausschreibung und Begleitung der Planungen auf der Marschbahn beauftragt. Das Land wird die Planung vorfinanzieren – genauso wie schon für die Strecke zwischen Elmshorn und Pinneberg.

    Doch bis es so weit ist, werden noch einige Sommer in überfüllten Dieselzügen vergehen. NAHVERKEHR HAMBURG zeigt, wie der Zeitplan aussieht, was genau geplant ist und welche Verbesserungen auf der Marschbahn zu erwarten sind.

  • Warum Schleswig-Holstein keine eigenen S-Bahngleise mehr nach Elmshorn für nötig hält

    Warum Schleswig-Holstein keine eigenen S-Bahngleise mehr nach Elmshorn für nötig hält

    116 Nahverkehrszüge sind jeden Tag auf der Bahnstrecke zwischen Pinneberg und Elmshorn unterwegs. Rund 30.000 Menschen sitzen darin. Damit gilt der Abschnitt als einer der meistgenutzten im schleswig-holsteinischen Bahnnetz – und als Problemstelle, denn für die vielen Züge gibt es nur zwei Gleise. Ein Flaschenhals. Schon kleinste Störungen und Verspätungen breiten sich von dort dominoartig schnell auf andere Bahnstrecke im Großraum Hamburg aus. Und: Für zusätzliche Züge im Sinne der politisch gewollten Verkehrswende ist kaum noch Platz.

    Seit vielen Jahrzehnten gibt es deswegen verschiedenste Pläne, die Situation zu verbessern. Sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie wurden nie verwirklicht und stets durch neue Ideen ersetzt, bevor die ersten Bagger anrückten. Mal waren neben den beiden Fernbahnschienen zwei zusätzliche Gleise für eine S-Bahn nach Elmshorn, Itzehoe und Wrist geplant, später wurde nur ein weiteres Gleis als ausreichend betrachtet. Mal ging es um eine neue Express-S-Bahn, mal um eine Verlängerung der S3 über Pinneberg hinaus.

    Und vor wenigen Tagen – mitten im schleswig-holsteinischen Landtagswahlkampf – überraschte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) mal wieder mit einer ganz neuen Idee: Zwei zusätzliche Gleise – aber nicht nur exklusiv für eine S-Bahn, sondern auch für Güter- Regional- und Fernverkehrszüge, die dann insgesamt vier Gleise flexibel nutzen können sollen. Damit könnten in Zukunft fast dreimal so viele Züge auf der Strecke fahren wie heute, meinen die Planerinnen und Planer aus Kiel. Genauer gesagt: Rund 320 Züge. Täglich.

    Wie soll das genau funktionieren? Was sind die Vorteile und Fallstricke? Auf welche Angebotsverbesserungen können Fahrgäste schon in den kommenden Jahren hoffen? Und was hat das alles mit dem neuen Hauptbahnhof in Stuttgart zu tun?

  • Neues Homeoffice-Ticket im HVV: Verkaufszahlen sind überschaubar

    Neues Homeoffice-Ticket im HVV: Verkaufszahlen sind überschaubar

    Die Corona-Pandemie hat den Hamburger Verkehrsverbund stark getroffen. Innerhalb des ersten Corona-Jahres 2020 verlor er 387 Millionen Fahrgäste und im Jahr darauf noch einmal 36 weitere Millionen Menschen im Vergleich zu 2019.  

    Vor allem für Leute, die seit Corona ganz oder teilweise im Homeoffice arbeiten, lohnen sich die bisherigen HVV-Abokarten (ProfiTickets, Vollzeit- und Teilzeit-Abos, Schüler- und Seniorenabos, Semestertickets) oft nicht mehr. Die Folge: Der Verkehrsverbund hat seit Ausbruch der Pandemie 16 Prozent seiner treuen Stammfahrgäste verloren, wie der Verbund auf NAHVERKEHR HAMBURG-Nachfrage erklärte. 

  • ScanCars – geht es jetzt Parkschein-Muffeln in Hamburg an den Kragen?

    ScanCars – geht es jetzt Parkschein-Muffeln in Hamburg an den Kragen?

    Jeder kennt das Bild: Kontrolleure gehen die Straßen auf und ab und überprüfen, ob die dort abgestellten Autos einen gültigen Parkschein haben. Wer keinen hat, wird abgezettelt.

    Dieses Procedere ist personalaufwändig, langsam – und könnte zumindest in Berlin schon bald der Vergangenheit anhören. Dort hat die Stadt Ende vergangenen Jahres nämlich eine neue Technik getestet, die diesen Prozess deutlich beschleunigen könnte: So genannte ScanCars, die die Kennzeichen von geparkten Autos am Straßenrand automatisch scannen und in Sekundenschnelle mögliche Verstöße prüfen.

    Zwei Anbieter aus den Niederlanden und Polen hatten dazu Anfang Dezember nahe des Berliner Grunewaldturms ihre Technik präsentiert (siehe hier) – und das sehr erfolgreich, wie das zuständige Berliner Bezirksamt Mitte gegenüber NAHVERKEHR HAMBURG erklärte.

  • Ausblick 2022: Das steht dieses Jahr im Hamburger Bus- und Regionalbahnverkehr an

    Ausblick 2022: Das steht dieses Jahr im Hamburger Bus- und Regionalbahnverkehr an

    Der Bau des neuen Fernbahnhofs Altona und Brückenbauarbeiten in der Innenstadt werden in diesem Jahr deutliche Einschränkungen für Bahnfahrgäste mit sich bringen, der barrierefreie Ausbau im HVV hinkt weiterhin stark den gesetzlichen Vorgaben hinterher und wer mit dem Bus in die Innenstadt will, muss sich wohl schon wieder an neue Linienführungen gewöhnen. 

    Im Gegenzug wird das Umsteigen zwischen Bus und Bahn am Hauptbahnhof bequemer, die Züge Richtung Lübeck werden moderner und fahren öfter – und: Die Zahl der Elektrobusse auf Hamburgs Straßen soll sich bis Dezember verdoppeln. 

    Lesen Sie hier im Überblick, welche Bauarbeiten bei der Bahn in Hamburg in diesem Jahr anstehen, was sich im Busverkehr ändert und wie es mit der Barrierefreiheit sowie der Switch-App im HVV weitergeht. 

  • Ausblick 2022: Das verändert sich dieses Jahr für Radfahrende und Autoverkehr

    Ausblick 2022: Das verändert sich dieses Jahr für Radfahrende und Autoverkehr

    60 bis 80 Kilometer Radwege will Hamburg jährlich neu bauen, bzw. sanieren – also auch in diesem Jahr. So steht es im rot-grünen Koalitionsvertrag (siehe hier). Außerdem will der Senat bis Dezember eine Reihe neuer StadtRAD-Stationen und Bike-and-Ride-Anlagen eröffnen, sowie den Bau des Veloroutennetzes weiter vorantreiben.  

    Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich dagegen in diesem Jahr auf zusätzliche Bewohnerparkgebiete und neue Tempo-30-Zonen einstellen – auch an Hauptverkehrsstraßen. Und: Obwohl sich der rot-grüne Senat die Verkehrswende und eine Reduzierung des Autoverkehrs auf die Fahnen geschrieben hat, wird in diesem Jahr voraussichtlich der Bau der ersten innerstädtischen Autobahn seit langer Zeit beginnen – ein Beleg dafür, welch hohe Priorität der Autoverkehr weiterhin in der Hamburger Verkehrsplanung genießt. 

    NAHVERKEHR HAMBURG hat bei den Verantwortlichen für die vielen einzelnen Projekte nachgefragt und gibt Ihnen einen detaillierten Überblick, was in diesem Jahr für Radfahrende und den Autoverkehr in Hamburg passieren wird. 

  • Ausblick 2022: Das verändert sich dieses Jahr bei U- und S-Bahn in Hamburg

    Ausblick 2022: Das verändert sich dieses Jahr bei U- und S-Bahn in Hamburg

    Im vergangenen Vierteljahrhundert hat sich das U- und S-Bahnnetz in Hamburg kaum verändert: Seit 1996 sind beide Netze nur um rund acht Kilometer gewachsen – wenn man die Verlängerung der S3 nach Stade nicht mitzählt, weil die Züge dort auf bereits vorhandene Fernbahngleisen fahren. 

    Doch in den kommenden Jahren will die Hansestadt den Ausbau massiv forcieren. Die ersten Ergebnisse wurden im vergangenen Jahr bereits greifbar: Die Bauarbeiten für die ersten Teilabschnitte der neuen Linien S4 und U5 haben begonnen und an der U4 ist die erste Baugrube für die unterirdische Verlängerung in die Horner Geest bereits ausgeschachtet. 

    In diesem Jahr kommen zahlreiche weitere Projekte hinzu, die die Nutzung von U- und S-Bahn attraktiver machen sollen: Ein neuer Bahnhof und modernere Tunnelstationen bei der S-Bahn sowie eine rundum erneuerte U3 in der Innenstadt gehören beispielsweise dazu. 

    Auf der anderen Seite wird es in diesem Jahr aber auch größere Einschränkungen für U- und S-Bahn-Fahrgäste geben. Dazu wird im Frühjahr eine wichtige Genehmigung für eine weitere neue S-Bahnstrecke erwartet – und beim Bau der S4 steht eine größere Veränderung an, um das Projekt zu beschleunigen.  

    NAHVERKEHR HAMBURG hat bei den Verantwortlichen für die vielen einzelnen Bahnprojekte im HVV nachgefragt und gibt Ihnen zum Jahresstart einen detaillierten Überblick, was in diesem Jahr bei beim Ausbau von U- und S-Bahn passiert und mit welchen Veränderungen Sie als Fahrgast konkret rechnen müssen. 

  • So gehen die Bauarbeiten am neuen S-Bahnhof Ottensen jetzt weiter

    So gehen die Bauarbeiten am neuen S-Bahnhof Ottensen jetzt weiter

    Seit dem Frühjahr stand der Bau des künftigen S-Bahnhofs Ottensen wegen unerwarteten Brückenproblemen nahezu still. Die Eröffnung, die eigentlich in drei Wochen stattfinden sollte, wurde abgeblasen und auf das nächste Jahr verschoben (siehe hier).

    Doch seit Kurzem tut sich wieder was an der Baustelle an der Linie S1 zwischen den Stationen Altona und Bahrenfeld: Die nächste Vollsperrung der Strecke steht an.

  • Mehrere Klagen gegen U-Bahn nach Bramfeld eingereicht

    Mehrere Klagen gegen U-Bahn nach Bramfeld eingereicht

    Als die Hamburger Wirtschaftsbehörde am 30. September der Hochbahn den langersehnten Planfeststellungsbeschluss für den ersten Abschnitt der neuen U-Bahnlinie U5 überreichte (siehe hier), verschenkte sie keine Minute und ließ schon drei Tage später die ersten Bagger anrollen, die im Alsterdorfer Gleisdreieck nahe der City Nord große Flächen für eine neue U5-Betriebswerkstatt rodeten (Fotos hier).  

    Das Tempo verwundert, denn noch ist der Planfeststellungsbeschluss nicht bestandskräftig, das heißt: noch können Klagen gegen den Beschluss eingereicht werden – und das ist auch bereits geschehen, wie NAHVERKEHR HAMBURG-Recherchen ergeben haben. 

  • AKN fährt ab Dezember sonntags öfter – und produziert abends längere Wartezeiten an Umsteigebahnhöfen

    AKN fährt ab Dezember sonntags öfter – und produziert abends längere Wartezeiten an Umsteigebahnhöfen

    Der derzeitige 40-Minuten-Takt zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen an Sonn- und Feiertagen ebenso wie am Abend steht exemplarisch für ein längst nicht mehr zeitgemäßes ÖPNV-Angebot. Daher forderten die Städte und Gemeinden entlang der Strecken der AKN seit Jahren eine Taktverdichtung. Gestützt haben sie sich dabei auf die Planfeststellung des S21-Ausbaus, die den grundsätzlichen Bedarf auf dieser Strecke feststellt (siehe hier).

    Lange passierte trotzdem nichts, doch nun sollen die Taktverdichtungen auf mehreren AKN-Linien kommen. NAHVERKEHR HAMBURG stellt die genauen Pläne sowie die dazugehörigen Kosten vor und zeigt, dass der Fahrzeitgewinn aber längst nicht für alle Fahrgäste gilt. 

  • Zürich: Wie Bodenampeln Konflikte in Haltestellen vermeiden können

    Zürich: Wie Bodenampeln Konflikte in Haltestellen vermeiden können

    Straßenbahnen, Busse, Autos sowie Menschen auf Fahrrädern oder zu Fuß – sie alle bewegen sich auf engstem Raum. So präsentiert sich die Situation an der Züricher Haltestelle auf der Hardbrücke, die damit ein wahres Umsteigekreuz zwischen S-Bahn, Bus und Straßenbahn ist. Besonders zu den Stoßzeiten, halten sich hier viele wartende Menschen auf. 

    Die Menschen bahnen sich alle gleichzeitig ihren Weg durch die Menge. Konflikte sind da vorprogrammiert – insbesondere, weil die Radwege direkt im Ausstiegsbereich der Haltestelle vorbeigeführt werden. Im Fachjargon heißt das Mischverkehr und in diesem Mischverkehr schieben sich die aussteigenden Fahrgäste um die einsteigenden und zwischendurch schlängeln sich die Fahrräder.  

    Die Stadt Zürich hat in den vergangenen Jahren vieles geprüft, um diesen Mischverkehr zu entzerren – unter anderem eine Erweiterung der Brücke. Doch bisher wurden alle Ideen, die den Fuß- und Radverkehr trennen könnten, verworfen. ÖPNV-Fahrgäste und der Radverkehr müssen sich dort also langfristig den knappen Platz teilen. 

    Wie aber soll dieses Miteinander funktionieren? Die Stadt Zürich hat eine ganz eigene Lösung mit LED-Lampen gefunden. NAHVERKEHR HAMBURG erklärt, wie sie funktioniert und inwiefern so etwas auch in Hamburg zum Einsatz kommen könnte. 

  • S-Bahn nach Kaltenkirchen: Corona bringt Ungewissheit

    S-Bahn nach Kaltenkirchen: Corona bringt Ungewissheit

    Seit mehr als einem Jahrzehnt warten die Menschen darauf, dass endlich der lang geplante Ausbau der S-Bahn-Linie S21 nach Kaltenkirchen losgeht. Doch die Planungen kommen nur mühsam voran. Während es für den rund 6,5 Kilometer langen Streckenabschnitt auf Hamburger Boden bereits seit dem 1. November 2018 eine Baugenehmigung gibt, zieht sich das laufende Planfeststellungsverfahren für den schleswig-holsteinischen Streckenabschnitt seit Jahren in die Länge (siehe hier).

    Das Problem dabei: Ohne Baurecht in Schleswig-Holstein darf die S21 auch in Hamburg nicht gebaut werden. So steht es im Hamburger Planfeststellungsbeschluss. 

  • Blockierte Bushaltebuchten: Warum es in Hamburg keine HVV-Abschleppwagen wie in Berlin gibt

    Blockierte Bushaltebuchten: Warum es in Hamburg keine HVV-Abschleppwagen wie in Berlin gibt

    Steht ein Falschparker den Bussen im Weg, warten die Verkehrsbetriebe nicht auf die Polizei, sondern schleppen ihn einfach selbst ab. Seit ungefähr einem Jahr ist so etwas in Berlin Alltag. Dort dürfen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Falschparker auf Busspuren und Tramgleisen selbst abschleppen. Damit soll einerseits die Polizei entlastet und andererseits Zeit gespart werden, so das Kalkül, damit Bahnen und Busse möglichst schnell wieder vorankommen. 

    Die Bilanz nach dem ersten Jahr sieht erfolgreich aus – zumindest, wenn man sich die Zahlen an durchgeführten Abschleppvorgängen ansieht. Knapp 6.000 Fahrzeuge hat die BVG selbst von Bus- und Straßenbahnspuren entfernen lassen. In mehr als 3.200 Fällen rückten die Verkehrsbetriebe dabei mit eigenen Abschleppwagen an, schrieb der Berliner Tagesspiegel im Februar und berief sich dabei auf Senatsangaben (siehe hier). „Wir kennen unsere Strecken und haben direkt Kontakt zu den Fahrern von Bus und Straßenbahn. So können wir schneller reagieren“, bilanzierte BVG-Sprecherin Petra Nelken in der Berliner Zeitung. 

    Wäre so ein Instrument auch in Hamburg möglich? Und falls ja: Warum wird es bisher in der Hansestadt nicht genutzt?

  • StadtRAD: Diese Stationen sollen in den nächsten Jahren neu dazu kommen

    StadtRAD: Diese Stationen sollen in den nächsten Jahren neu dazu kommen

    Das StadtRAD gibt es seit über zehn Jahren in Hamburg. Doch während es gerade in den innerstädtischen Bereichen gut ausgebaut ist, sind viele Stadtteile am Stadtrand und südlich der Elbe noch immer schlecht und teilweise gar nicht an das System angebunden. So gibt es in Blankenese, Rissen, Cranz (Altes Land), Kirchwerder (Vierlande) oder Duvenstedt nicht eine einzige Station.

    Insgesamt verfügen derzeit nur etwas mehr als 60 Prozent aller 104 Stadtteile über mindestens eine StadtRAD-Station. Dabei leben solche Systeme von einem engmaschigen Netz, um flexibel jeden Ort in einer Stadt erreichen zu können. Dieses Problem sieht auch der Fahrradclub ADFC und forderte deswegen im Gespräch mit NAHVERKEHR HAMBURG einen zügigen Ausbau.

    Doch bis das StadtRAD-System wirklich in allen Hamburger Stadtteilen verfügbar ist, wird es noch viele Jahre dauern. In diesen Etappen soll das System in den kommenden Jahren ausgebaut werden und das sind die nächsten Stationen.

  • Wie eine Bahnreaktivierung in Schleswig-Holstein der Stadt Hamburg zu einem Nordring verhelfen könnte

    Wie eine Bahnreaktivierung in Schleswig-Holstein der Stadt Hamburg zu einem Nordring verhelfen könnte

    Es wird einfach nicht still um die alte Bahnstrecke zwischen Uetersen und Tornesch. Seit Jahren gibt es immer wieder Diskussionen und Überlegungen, dort wieder Personenverkehr stattfinden zu lassen. Im vergangenen Jahr gab es sogar einen kurzzeitigen Probeverkehr, doch ein darauffolgendes Gutachten im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein kam zum Ergebnis: Dass so ein Betrieb dauerhaft nicht wirtschaftlich sei (siehe hier). Stattdessen wurde neben den Gleisen eine parallele Buslinie neu eingeführt.

    Vor wenigen Wochen wurde die scheinbar endlose Geschichte rund um die Bahnstrecke dann um ein weiteres Kapitel reicher: Ein neues Gutachten des Landes, in dem quasi eine große Bestandsaufnahme des aktuellen Bahnverkehrs zwischen Nord- und Ostsee gemacht und ein Ausbauszenario bis zum Jahr 2035 skizziert wurde, warf die Bahnstrecke zwischen Uetersen und Tornesch erneut aufs Tableau.

    Die neue Idee ist, die Züge aus Uetersen nicht in Tornesch enden zu lassen, sondern direkt bis nach Hamburg-Eidelstedt weiterzuführen, wo sie auf der so genannten Güterumgehungsbahn weiter bis zur City Nord und Barmbek fahren sollen (siehe hier).

    Jetzt wurden weitere Einzelheiten zu dieser neuen Idee bekannt. Lesen Sie hier, wie oft die Züge fahren könnten, welche Herausforderungen auf der Güterumgehungsbahn warten und inwiefern die neue Linie zum ersten Teil eines neuen Personenzug-Nordrings in Hamburg werden könnte.

  • Bewohnerparken in Ottensen startet – hilft das bei der Verkehrswende?

    Bewohnerparken in Ottensen startet – hilft das bei der Verkehrswende?

    Öffentlicher Raum ist ein äußerst knappes Gut – insbesondere in Großstädten wie Hamburg, in denen parkende Autos einen hohen Platzbedarf für sich beanspruchen. Der begrenzte Parkraum wird jedoch von immer mehr und größeren Autos genutzt, weil in der Stadt Hamburg die Zulassungszahlen jährlich ungebremst steigen: Allein von Januar bis Oktober des vergangenen Jahres stieg die Zahl der privaten PKW in Hamburg um knapp 10.200 Fahrzeuge – von 637.293 auf 647.482 Privat-PKW (siehe hier und hier). Insofern macht das Suchen von freien und möglichst kostenfreien Parkplätzen einen gewichtigen Anteil am Gesamtverkehr (Parksuchverkehr).

    Vor diesem Hintergrund kapitulieren nicht nur Ordnungsämter. Auch Radfahrer:innen und Fußgänger:innen sehen sich in ihrer Sicherheit gefährdet und Rettungskräfte gelangen nur beschwerlich zum Einsatzort.

    Daher hat sich der Hamburger Senat vor acht Jahren das Ziel gesetzt, alle kostenlosen Parkplätze im zentralen Stadtbereich gebührenpflichtig zu machen (siehe hier). In den darauffolgenden Jahren führte die Stadt zur Parkraumbewirtschaftung sogenannte Bewohnerparkzonen in einigen Gebieten ein. Am kommenden Montag, den 5. April, starten gleich vier neue Bewohnerparkzonen in Ottensen. In vielen Straßen des Stadtteils kostet Parken dann erstmals Geld.

    Was verspricht sich die Stadt Hamburg davon? Welche positiven und negativen Folgen hat Bewohnerparken? Und was verdient die Stadt daran? NAHVERKEHR HAMBURG hat Antworten zu den wichtigsten Fragen recherchiert.

  • HVV-Garantie soll einfacher werden – das ist geplant

    HVV-Garantie soll einfacher werden – das ist geplant

    Pünktlich oder Geld zurück! Mit diesem schmissigen Slogan wirbt der HVV für seine Pünktlichkeitsgarantie. Wer mehr als 20 Minuten zu spät an seinem Ziel ankommt, weil beispielsweise ein Anschluss verpasst wurde, kann sich – so das Versprechen – die Hälfte des Fahrpreises zurückholen.

    Klingt einfach – ist aber in der Praxis ziemlich kompliziert. Fahrgäste, die von der so genannten „HVV-Garantie“ Gebrauch machen wollen, müssen nämlich innerhalb von drei Tagen die Verspätung über ein Onlineformular melden, bei dem rund 30 Pflichtfelder auszufüllen sind. Nach Prüfung durch den HVV müssen sie mit einem Beleg persönlich eine HVV-Servicestelle aufsuchen und dort die Fahrkarte im Original vorlegen. Dann wird der Betrag bar ausgezahlt.

    Von Seiten der Fahrgäste gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik an dem Verfahren, bei dem selbst Abo-Kundinnen und -Kunden bei jeder einzelnen Erstattung ihre Stammdaten erneut eingeben müssen, obwohl diese dem HVV bestens bekannt sind. Auch eine Erstattung per Überweisung oder eine Verrechnung mit einem Fahrkarten-Abo ist nicht möglich.

    Bis heute kein Ergebnis in der Bürgerschaft

    Auch den Regierungsfraktionen von SPD und Grünen war das komplizierte Procedere vor anderthalb Jahren aufgefallen. Per Antrag wurde der Senat im Herbst 2019 von der Bürgerschaft aufgefordert, auf den Verkehrsverbund einzuwirken, dass die HVV-Garantie „modernisiert und vereinfacht“ würde (siehe hier). Außerdem wurde der Senat gebeten, im ersten Quartal 2020 der Bürgerschaft über ergriffene Maßnahmen und Ergebnisse zu berichten.

  • Deswegen hat die HVV-App tagelang falsche Pünktlichkeitsdaten angezeigt

    Deswegen hat die HVV-App tagelang falsche Pünktlichkeitsdaten angezeigt

    Verdutzt schaute NAHVERKEHR HAMBURG-Leser Henning Schwarz am 2. März am Bahnhof Tonndorf auf sein Handy: 10 Minuten Verspätung sollte sein Zug zum Hamburger Hauptbahnhof haben.

    Das war aber nicht der Grund für seine Verwunderung. Als regelmäßiger Pendler der berüchtigten Regionalbahnlinie RB81 ist der 39-jährige Bildingenieur, der täglich zu seinem Arbeitsplatz bei Studio Hamburg pendelt, Verspätungen und Ausfälle gewohnt.

    Vielmehr irritierte ihn ein anderes Detail: Während die zehnminütige Verspätung in der App der Deutschen Bahn korrekt angegeben wurde, zeigte die HVV-App die Fahrt als pünktlich an. Auf der Echtzeitanzeige stand eine grüne Null – für null Minuten Verspätung.

    Zwei weitere Male sei ihm das Problem in den Tagen zuvor schon einmal aufgefallen, erklärte der Pendler gegenüber NAHVERKEHR HAMBURG.

    Screenshots aus der  DB-App (links) und der HVV-App (rechts) mit Fahrten vom 02.03.2021
    Screenshots aus der DB-App (links) und der HVV-App (rechts) mit Fahrten vom 02.03.2021

    Tatsächlich gab es in den vergangenen Tagen in sozialen Netzwerken ähnliche Beobachtungen von weitere verwirrten HVV-Fahrgästen.

    Auch in den Bewertungen der HVV-App im App-Store von Google zeigt sich seit Ende vergangenen Jahres Unmut. Ein Nutzer berichtete, dass die Echtzeitangaben mit der Realität nicht übereinstimmen würden. Er könne sich in letzter Zeit immer schwieriger auf die HVV-App verlassen. Ein weiterer Nutzer warnte während des starken Wintereinbruchs Anfang Februar sogar vor der App: „Keine aktuellen Störungen werden gemeldet! Selbst der Ausfall des ganzen Streckennetzes (wegen ganzen 20cm Neuschnee) wurde nicht angezeigt.“ Der Nutzer kam zu dem Urteil: „Reine Schönwetter- Fahrplanauskunft“.

    Warum schläft eigentlich im Hamburger ÖPNV ausgerechnet die #HVV App schon vor "Betriebsschluss", während die der @DB_Bahn noch hellwach ist? @SBahnHamburg @hochbahn pic.twitter.com/y6qydsSqWv

    — Sebastian Bertram (@elbspree) March 2, 2021

    Wie konnte es zu diesen Falschinformationen bei der Echtzeitanzeige in der HVV-App kommen? Wie groß war das Ausmaß? Wie werden falsche Daten geprüft? Und vor allem: Funktioniert die App inzwischen wieder zuverlässig? NAHVERKEHR HAMBURG hat beim HVV nachgefragt.

  • Das sind die günstigsten und teuersten Carsharing-Anbieter in Hamburg

    Das sind die günstigsten und teuersten Carsharing-Anbieter in Hamburg

    In den vergangenen Jahren hat sich in Hamburg eine interessante Mischung aus unterschiedlichsten Carsharing-Angeboten entwickelt. Ab kommenden Donnerstag gesellt sich neben den bisherigen Anbietern, wie Share Now, SIXT share, cambio und Miles, ein neues Unternehmen auf Hamburgs Straßen dazu: WeShare.

    Dabei handelt es sich um ein Tochterunternehmen von Volkswagen, das nach Berlin nun auch in Hamburg Autos verleiht. 

    Der Marktstart in der Hansestadt kommt mit ordentlich Verspätung: Eigentlich wollte das Unternehmen bereits vor einem Jahr in Hamburg loslegen, aber dann kam die Corona-Pandemie dazwischen, wie WeShare-Chef Philipp Reth am vergangenen Freitag erklärte. Er bezeichnet Hamburg als Pioniermetropole für Carsharing: „Viele neue innovative Mobilitätskonzepte wurden aufgrund des innovationsfreundlichen politischen und gesellschaftlichen Umfelds zuerst hier auf die Straße gebracht und prägen seitdem erfolgreich die Hamburger Mobilitätslandschaft.“

    In der Tat: Hamburg profitiert derzeit insbesondere durch den anstehenden Weltkongresses 2021 zum Thema Intelligente Verkehrssysteme und Services (ITS) von unterschiedlichsten innovativen Mobilitätskonzepten.

    Der Überblick über Hamburgs Carsharing-Anbieter

    Mit WeShare gibt es nun fünf große Carsharing-Anbieter in Hamburg – mit unterschiedlichen Preisstrategien, Flotten, Buchungssystemen und Bediengebieten. 

    NAHVERKEHR HAMBURG hat sich dafür die einzelnen Systeme genauer angeschaut und gibt Ihnen einen orientierenden Gesamtüberblick und : Was sind die jeweiligen Konzepte und Besonderheiten der einzelnen Anbieter, was kosten sie und wer hat die meisten, bzw. die wenigsten Elektrofahrzeuge im Angebot?

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