Wer schon einmal von der U-Bahn-Station Hoheluftbrücke zur Haltestelle der Metrobuslinie 5 gelaufen ist, kennt die Situation: Kaum ist man aus dem U-Bahnhof herausgelaufen und will eilig die Straße Richtung Bus überqueren, kommen von der Seite ganze Fahrradkolonnen heran und fahren einem direkt vor die Füße. Das ist die Perspektive der Fußgänger:innen.
Aus der Perspektive der Radfahrerinnen und Radfahrer ist die Strecke am Kaiser-Friedrich-Ufer entlang bis zur Hoheluftbrücke eine Fahrrad-Hauptachse in Hamburg, auf der es vor allem morgens und nachmittags im Berufsverkehr wie auf einer dich befahrenen Autobahn zugeht. Und genau vor dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke laufen einem dann ständig Fußgängerinnen und Fußgänger vors Rad, die – ohne zu gucken – von der U-Bahn zum Bus eilen, oder umgekehrt.
Zwei Blickwinkel auf einen Konfliktpunkt. Auch das Bezirksamt Eimsbüttel hat die potentielle Unfallstelle inzwischen bemerkt und zur Entschärfung vor genau einer Woche einen dreiwöchigen Verkehrsversuch gestartet, bei dem unter anderem Markierungen auf den Boden gemalt wurden, die Radfahrende und Fußgänger:innen zu mehr Rücksicht anhalten sollen (alle Einzelheiten dazu später im Artikel).