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Bahn stellt Touch&Travel zum Jahresende ein

Die Deutsche Bahn stellt das Handy-basierte Ticketsystem „Touch &Travel“ zum Jahresende ein. Das System wird zu wenig genutzt. Ganz gestorben ist die innovative Idee aber nicht: Die Funktionalität soll jetzt Verkehrsverbünden zur Integration in deren Handy-Apps angeboten werden. Der HVV führt bereits Gespräche – sieht aber noch Entwicklungsbedarf.

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Touch and Travel-Touchpoint für E-Tickets der Deutschen Bahn im Hauptbahnhof Kiel in Schleswig-Holstein
Touch and Travel-Touchpoint für E-Tickets der Deutschen Bahn

Rückschlag beim elektronischen Fahrkartenverkauf: Nach nur rund vier Jahren stellt die Deutsche Bahn ihr innovatives Bezahlsystem „Touch&Travel“ zum Jahresende in der bisherigen Form ein. „Die Kundenakzeptanz ist sehr gering“, heißt es in einer Antwort des Hamburger Senats auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Dennis Thering und Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis ergänzt auf NahverkehrHAMBURG-Anfrage: „Die DB reagiert auf die sich verändernden Kunden- und Marktanforderungen“. Demnach hat „Touch&Travel“ 100.000 registrierte Kunden.

Das System funktioniert so: Vor jeder Fahrt meldet sich der Fahrgast per Smartphone am Startbahnhof an (Check-In) – entweder direkt per App oder er hält sein NFC-fähiges Handy an einen speziellen Kontaktpunkt am Bahnsteig. Am Ende der Reise meldet sich der Kunde genauso wieder ab (Check-Out). Das System errechnet im Hintergrund automatisch den günstigsten Reisepreis für die gefahrene Strecke. Wird die Strecke an einem Tag öfter gefahren, können die Einzelfahrten rückwirkend zu einer Tageskarte zusammengefasst werden. Vorteil: Die Kunden müssen sich nicht um Fahrkartentarife kümmern und haben die Sicherheit, immer zum bestmöglichen Preis zu fahren. „Touch&Travel“ gilt im Fernverkehr der DB und in einigen Verkehrsverbünden – zum in Beispiel Berlin-Brandenburg.

Die Deutsche Bahn will nach Einstellung von „Touch&Travel“ die im Hintergrund laufende Check-In/Check-Out-Funktionalität Verkehrsverbünden zur Integration in deren eigenen Fahrkarten-Apps…

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Christian Hinkelmann, Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG

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