Bahn unterbricht an Weihnachten wichtigste Strecke Hamburgs

Wer an Weihnachten und Silvester rund um Hamburg mit einem Fern- oder Regionalzug fahren muss, braucht starke Nerven: Wegen Bauarbeiten wird eine zentrale Strecke gesperrt.
Von Christian Hinkelmann
Gleisvorfeld am Hamburger Hauptbahnhof
Gleisvorfeld am Hamburger Hauptbahnhof

Ausgerechnet zum Weihnachts- und Silvesterreiseverkehr unterbricht die Deutsche Bahn eine der wichtigsten Strecke Hamburgs und koppelt damit Teile Schleswig-Holsteins vom Fernverkehr ab. Auch im Nahverkehr wird es rund um Hamburg eine Woche lang erhebliche Einschränkungen geben.

Hintergrund sind zwei Großbaustelle auf der so genannten Verbindungsbahn zwischen Altona und Hauptbahnhof sowie auf den Fernbahngleisen zwischen Altona und Eidelstedt. Mehr als 1,2 Kilometer Gleise sowie zahlreiche Weichen sollen erneuert werden.

Deshalb fallen zwischen dem 1. Weihnachtsfeiertag und dem 2. Januar zahlreiche Fern- und Regionalzüge aus. Einige Regionalbahnlinien enden und wenden weit vor den Toren der Stadt. Die Hamburger S-Bahn ist von den Arbeiten nicht betroffen.

So werden die einzelnen Fern- und Regionalbahnlinien zwischen dem 25. Dezember und 2. Januar umgeleitet:

Regionalverkehr:

RE1 – Hamburg Hbf – Büchen – Schwerin
Die Verstärkerzüge zwischen Hamburg Hbf und Büchen fallen von Montag bis Freitag aus.

RE3/4 – Hamburg Hbf – Lüneburg bzw. Bremen (metronom)
Diese Züge fahren planmäßig.

RB31/41 – Hamburg Hbf – Lüneburg bzw. Bremen (metronom)
Zwischen Hamburg Hbf und Hamburg-Harburg sowie Maschen, Buchholz und Tostedt fallen diverse Züge aus.

RE5 – Hamburg Hbf – Cuxhaven
Die Züge fallen zwischen Hamburg Hbf und Hamburg-Harburg aus.

RE6 – Hamburg-Altona – West…

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11 Antworten auf „Bahn unterbricht an Weihnachten wichtigste Strecke Hamburgs“

Es heißt häufig „ausgerechnet Baustelle zum Reiseverkehr“. Dabei ist die Zahl der Betroffenen (egal ob Straße oder Schiene) zu diesen Tagen geringer als an einem gewöhnlichen Werktag, durch den geringeren Lkw-Verkehr ist die Unfallwahrscheinlichkeit und damit die Stauwahrscheinlichkeit geringer etc. Bitte nicht in dieses Stammtischhorn blasen!

Ergänzung: Außerdem finde ich den Titel verwirrend. Bei der wichtigsten Bahnstrecke Hamburgs denke ich an die Strecke zwischen Hauptbahnhof und Harburg, jemand anderes mit Blickrichtung Güterverkehr eher an Containerterminal – Harburg – Maschen etc.

Warum fallen so viele Züge aus, die gar nicht die von den Bauarbeiten betroffenen Strecken befahren? Wie etwa die Metronome oder der RE 1 nach Büchen.

Bei diesem Zustand rächt sich, das die DB die GUB nicht 2 Gleisig ausgebaut hat, obwohl die Trasse und die Brückenfundamente vorhanden sind. Es wäre dann kein Problem sei es vom Hbhf oder direkt aus dem Süden von Harburg über Eidelstedt Schleswig Holstein zu erreichen. Aber der Norden der Repiblik ist ja nicht so wichtig!

Macht doch eh kaum einen Unterschied zum Normalfahrplan, wie er wirklich gefahren wird. Die Zuege kommen und fahren, wie es gerade passt, und sind meist propevoll, bis der Arzt kommt.

Es ist wie bei allen Baustellen im Verkehrssektor: sie sind immer zur falschen Zeit! Wann sollten sie besser durchgeführt werden? Erschütternd ist, das nur ein winziger Teil der gesperrten Strecke ausgetauscht wird! Warum nicht gleich mehr? Wann sind die nächsten >1,2 km dran?

Die Bahn hat keinen Plan B für Hamburg. In Hannover war eine Brücke am Hbf 1 Woche gesperrt. Mit einer 2 gleisigen Umgehung, dem Bahnhof Laatzen und div Eckverbindungen, war das noch verträglich. In Hamburg hângt das wichtigste ICE Werk bei Störungen der Verbindungsbahn in der Luft.
Die Güterumgehung muss weitgehend 2 gleisig werden um Reserven zu haben. In Abschnitten ohne direkte Anlieger sind sicher weitere Kreuzungsbahnhöfe möglich. Eine Eckverbindunug von Osten Billbrook Wandsbek wäre im Gewerbegebiet leicht machbar. Optimal wäre ein Notbahnhof z.b. Alte Wöhr.
Auch Oldeslohe Neumünster könnte mehr und längere Begegnungsstrecken gebrauchen.

Aus Max Maulwurf von heute: “Die IC Züge Hamburg – Puttgarden – Dänemark fahren planmäßig”

Dieser Satz genügt eigentlich schon um zu wissen, dass die Realität noch viel finsterer wird als die Ankündigung.

Gruß, Mathias

Weiß jemand zufällig, ob der RE 70 mit acht „echten“ Wagen gefahren wird oder wird da lediglich die übliche Doppeltraktion aus zwei mal vier Wagen zusammengestellt? Dann wäre das Sitzangebot nämlich deutlich kleiner, als man es bei acht Wagen zunächst vermuten sollte, da wären dann immerhin vier Mehrzweckabteile und vier erste Klassen unterwegs, so dass für den normalsterblichen Reisenden lediglich vier Doppelstockwagen übrig bleiben.

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