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Bahnhof Altona: Gutachten zur Verlegung wird nicht fertig

Vor mehr als einem Jahr hat die Deutsche Bahn ein Gutachten über die geplante Verlegung des Fernbahnhofs Altona zum Diebsteich in Auftrag gegeben. Ein Ergebnis gibt es bis heute nicht. Dafür sind neue und teure Probleme aufgetaucht.
Christian Hinkelmann
Stationsschild: Bahnhof Hamburg-Altona
Stationsschild: Bahnhof Hamburg-Altona

Das vor mehr als einem Jahr von der Deutschen Bahn in Auftrag gegebene Gutachten zur Verlegung des Fernbahnhofs Altona nach Diebsteich wird nicht fertig.

Die DB kann bislang keinen Fertigstellungstermin nennen. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Große Anfrage der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft hervor (Drucksache 20/8039).

Demnach rechnet der Senat damit, dass er nach Fertigstellung über Inhalt und Ergebnisse „in geeigneter Weise informiert wird“.

Die taz berichtet unterdessen, dass die DB noch bis Anfang 2014 Bedenkzeit brauche, bis eine Entscheidung über eine Bahnhofsverlegung falle.

Der Grund für die zögerliche Haltung des Bahn-Konzerns dürften die Finanzen sein. Nach Informationen der taz wollte der DB-Konzern den Neubau des Altonaer Bahnhofs in Diebsteich mit den Gewinnen aus den Grundstücksverkäufen des alten Bahnhofsgeländes in Altona bezahlen.

Allerdings habe sich laut dem Zeitungsbericht inzwischen herausgestellt, dass das Gleisvorfeld des Altonaer Bahnhofs, auf dem später einmal 1.600 neue Wohnungen entstehen sollen („Neue Mitte Altona“), durch Altöl, Ruß und Blei derart belastet sei, dass die Sanierung die Erlöse auffressen würde.

Die Verlegung des Fernbahnhofs Altona zum Diebsteich wird seit Jahren diskutiert. Laut Hamburger Senat rechnet die Bahn bei einer Realisierung mit einer Bauzeit von sechs bis acht Jahren. Dazu gehören folgende Maßnahmen:

  • Errichtung eines Durchgangsbahnhofs mit dem Neubau …

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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