Das vor mehr als einem Jahr von der Deutschen Bahn in Auftrag gegebene Gutachten zur Verlegung des Fernbahnhofs Altona nach Diebsteich wird nicht fertig.
Die DB kann bislang keinen Fertigstellungstermin nennen. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Große Anfrage der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft hervor (Drucksache 20/8039).
Demnach rechnet der Senat damit, dass er nach Fertigstellung über Inhalt und Ergebnisse „in geeigneter Weise informiert wird“.
Die taz berichtet unterdessen, dass die DB noch bis Anfang 2014 Bedenkzeit brauche, bis eine Entscheidung über eine Bahnhofsverlegung falle.
Der Grund für die zögerliche Haltung des Bahn-Konzerns dürften die Finanzen sein. Nach Informationen der taz wollte der DB-Konzern den Neubau des Altonaer Bahnhofs in Diebsteich mit den Gewinnen aus den Grundstücksverkäufen des alten Bahnhofsgeländes in Altona bezahlen.
Allerdings habe sich laut dem Zeitungsbericht inzwischen herausgestellt, dass das Gleisvorfeld des Altonaer Bahnhofs, auf dem später einmal 1.600 neue Wohnungen entstehen sollen („Neue Mitte Altona“), durch Altöl, Ruß und Blei derart belastet sei, dass die Sanierung die Erlöse auffressen würde.
Die Verlegung des Fernbahnhofs Altona zum Diebsteich wird seit Jahren diskutiert. Laut Hamburger Senat rechnet die Bahn bei einer Realisierung mit einer Bauzeit von sechs bis acht Jahren. Dazu gehören folgende Maßnahmen:
- Errichtung eines Durchgangsbahnhofs mit dem Neubau …
Alle Rechte vorbehalten.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefällt, teilen Sie gern den Link.
Ihr Zugang ist persönlich und darf nicht geteilt werden. Sie dürfen Artikel oder wesentliche Teile davon nicht vervielfältigen, veröffentlichen oder weiterleiten (z. B. in Pressespiegeln, per E-Mail, Messenger oder als PDF). Für diese Nutzungen ist eine gesonderte Lizenz nötig.
Lizenzinformationen: info@nahverkehrhamburg.de
Der Kopf hinter diesem Artikel
Auch interessant

Niemand fühlte sich für die Mülleimer zuständig. Also wurden sie abgebaut. Problem gelöst
Zwei HVV-Koordinatoren sollen Ordnung in die Zuständigkeiten an Hamburgs Haltestellen bringen. Ein Ortstermin zeigt, wie viele Akteure dort mitreden – und warum dadurch manchmal schon das einfache Entfernen einer Bananenschale scheitert.

Hamburg-Takt vor dem Aus: Wie ein zentrales Versprechen der Verkehrswende zerfällt
Der Hamburg-Takt sollte Bus und Bahn revolutionieren, aber er hinkt seinem Ziel weit hinterher. Eine Analyse, wo die Lücken zwischen Versprechen und Realität derzeit am größten sind.

Neue Elbbrücken: Warum zwei zusätzliche Gleise wichtig sind – und der Engpass trotzdem bleibt
Drei neue Bahnbrücken mit sechs statt bisher vier Gleisen sollen das Nadelöhr über die Norderelbe in Hamburg entschärfen. Doch was verändert das tatsächlich für Pendler? Eine Analyse.





