Bahnstrecke Kiel – Oppendorf wird erst im Frühjahr 2017 reaktiviert

Ab Frühjahr 2017 sollen wieder Personenzüge zwischen Kiel und Oppendorf fahren. Das Problem: Die Bahn verlangt mehr Geld als das Land für den Betrieb zahlen will.
Christian Hinkelmann
Regionalzug (Sonderzug) am 2013 neu eröffneten Haltepunkt Schulen am Langsee in Kiel an der Bahnstrecke nach Schönberg in Schleswig-Holstein
Regionalzug (Sonderzug) am 2013 neu eröffneten Haltepunkt Schulen am Langsee in Kiel an der Bahnstrecke nach Schönberg in Schleswig-Holstein

Die geplante Reaktivierung des Personenbahnverkehrs zwischen dem Kieler Hauptbahnhof und dem Stadtteil Oppendorf kommt erst im Frühjahr 2017. Der ursprünglich einmal angedachte Eröffnungstermin noch in diesem Jahr ist vom Tisch.

Das haben Vertreter des Landes und des landesweiten Verkehrsverbundes NAH.SH Anfang der Woche auf einer Informationsveranstaltung in Schönberg bei Kiel bekannt gegeben.

Die Bauarbeiten für die zwei nötigen Haltestellen in Ellebek und Oppendorf laufen zwar seit vergangener Woche, aber es gibt ein anderes Problem, dass einer schnellen Inbetriebnahme im Weg steht: Die Frage, wer den Verkehr auf der Strecke betreiben soll.

Bahn verlang für Teilbetrieb mehr Geld als das Land zahlen will

Eigentlich sollten Züge der Deutschen Bahn auf der Strecke fahren. Das Unternehmen hatte dem Land im Jahr 2009 ein Angebot für den Betrieb auf der Gesamtstrecke bis zum Schönberger Strand gemacht – zu einem sehr günstigen Preis, wie es auf der NAH.SH-Website heißt.

Doch da jetzt erst einmal nur ein kurzer Teil der Strecke reaktiviert werden soll, müssen Land und Bahn neu verhandeln. “Wir führen derzeit mit der Deutschen Bahn Gespräche, aber unsere Preisvorstellungen liegen noch auseinander”, so Dennis Fiedel, Sprecher der NAH.SH zu NahverkehrHAMBURG. “Deswegen bereiten wir als Alternative parallel eine Ausschreibung des Bahnverkehrs vor.” Man habe bereits auch…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Fotomontage: Stadtbahn am U-Bahnhof Hoheluftbrücke in Hamburg

LINKE-Studie favorisiert Straßenbahn statt U5

Ungünstig gelegene Stationen, lange Fußwege und am Bedarf vorbei: Eine neue Studie im Auftrag der Hamburger LINKE lässt kein gutes Haar an der geplanten U-Bahnlinie U5 und fordert stattdessen ein Straßenbahnnetz, das günstiger und effizienter sein soll. Eine Analyse, was an der Kritik dran ist und welche Schwachpunkte sie an der U5 aufdeckt.

Menschen steigen in eine S-Bahn in Hamburg

9-Euro-Ticket gestartet: So verlief der erste Tag in Hamburg

Das befürchtete Chaos ist ausgeblieben. Das 9-Euro-Ticket startete gestern in Hamburg weitgehend entspannt. Das hat unser Redaktionsteam gestern in Bahn und Bus erlebt und so zufrieden waren die Verkehrsunternehmen mit dem ersten Tag.

5 Antworten auf „Bahnstrecke Kiel – Oppendorf wird erst im Frühjahr 2017 reaktiviert“

Nur 40 Schüler am Tag ??? Kein wunder dass sich keiner Traut das anzupacken. Die sturen komischen Kieler werden weiterhin den Bus nehmen, denn an Haltestelle A wartet Freund B, an Haltestelle C warten Freunde K und M ..ist doch ganz logisch den Bus zu nehmen!?!

Schade, die Bahnsteige stehen, aber keiner nutzt sie. Jetzt verotten sie…

Stand Mitte Mai 2017

Wechsel vom Berichts- und Ankündigungsmodus zum Umsetzungsmodus ist längst überfällig.
Leider gibt es immer wieder Verzögerungen, Schade eigentlich! Jetzt doch erst 2020????

DB-Regio ist zu teuer? Na und? Wo ist das Problem?
Dann nutzt man eben das vorhandenen EIU (AKN), welches ja auch EVU ist, die Strecke bauen lässt und alles ist in einer Hand, nämlich in der Hand des Landes. Das macht vieles einfacher und ein Triebwagen für die Strecke wird sich wohl auch noch auftreiben lasen, notfalls least man eben für eine Übergangszeit den VT2.35 von den REF zurück. Für 8,8 km Streckenlänge ist der noch allemal gut!
Die VKP sind ja kein EVU/EIU mehr.
Wie ich schon einmal geschrieben habe muss nördlich von Oppendorf total neu gebaut werden, etwas ‘ausbauen’ ist da nicht. Bin zuletzt anlässlich der “KiWo” dort gefahren, da ist noch original Kleinbahnunterbau.

Warum so kompliziert, dann kann ja die AKN die ja schon die Strecke baut auch den Betrieb übernehmen. Das Unternehmen gehört sowieso dem Land und sehr guten Noten erhält es auch jährlich bei der Qualität Überprüfung. Die Herren Politiker wissen Wohl nicht so genau was da schon vorhanden ist, in diesem Sinne noch ein schönes Wochenende.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.