Barrierefreie Bushaltestellen: Hamburg kommt nur minimal voran

Das sind die wichtigsten Mobilitäts-Nachrichten der Woche für Hamburg und Umland: Behörde prüft innovative Idee, um barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen zu beschleunigen, ein unabgestimmter Alleingang sorgt bei der MAX-App für neuen Ärger und die Serienproduktion für Moia-Robotaxis startet.
Christian Hinkelmann
Barrierefreie Bushaltestelle in Hamburg (Foto: Christian Hinkelmann)
Barrierefreie Bushaltestelle in Hamburg (Foto: Christian Hinkelmann)

Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir für Sie die relevantesten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.

Barrierefreie Bushaltestellen: Hamburg kommt nur minimal voran

Seit Anfang 2022 fordert das Personenbeförderungsgesetz die vollständige Barrierefreiheit des Öffentlichen Nahverkehrs. Doch in Hamburg entsprechen weiterhin fast alle Bushaltestellen nicht diesem Standard. Ende vergangenen Jahres erfüllten lediglich 592 Haltestellenbereiche alle baulichen Anforderungen. Das sind gerade einmal 13,3 Prozent aller Bushaltestellen in Hamburg, räumte der Senat auf CDU-Nachfrage ein. Das ist nur ein minimal besserer Wert als im Jahr zuvor: Ende 2024 waren es 11,2 Prozent, bzw. 500 barrierefreie Bushaltestellenbereiche.

An manchen Bushaltestellen fehlt laut Senat für die vollständige Barrierefreiheit nur noch ein taktiles Blindenleitsystem. Die Verkehrsbehörde prüft derzeit, ob sich solche Leitstreifen in Zukunft einfach auf den Boden kleben lassen, um den Ausbau zu beschleunigen.

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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