Bauarbeiten für S-Bahn nach Bad Oldesloe sollen 2017 beginnen

Die Bauarbeiten für die geplante S-Bahn nach Bad Oldesloe sollen im Jahr 2017 beginnen. Das kündigten Projektbeteiligte am Abend in Wandsbek an und legten erste Details zur Lage der neuen Schienentrasse vor. Erfreulich: Fast alle bestehenden Straßenbrücken entlang der Strecke können weitergenutzt werden.
Christian Hinkelmann
S4-Sonderzug in Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein
S4-Sonderzug in Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein

Die Bauarbeiten für die geplante S-Bahn nach Ahrensburg und Bad Oldesloe sollen 2017 beginnen. Ab 2020 sollen die ersten Züge rollen. Das kündigten Vertreter der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft LVS aus Schleswig-Holstein und ein beauftragtes Planungsbüro aus Düsseldorf gestern Abend in einer Sitzung des Verkehrsausschusses des Bezirks Hamburg-Nord an.

Demnach soll nach Abschluss der laufenden Vorentwurfsplanung im kommenden Frühjahr schon 2014 die Entwurfsplanung beginnen. Ab 2016 würde das Planfeststellungsverfahren für Strecke folgen.

Außerdem wurden gestern erstmals Einzelheiten bekannt, wo die Gleise der künftigen S4 verlegt werden sollen. Dafür legte das Ingenieurbüro Schüßler-Plan Teile der kürzlich festgelegten „vorläufigen Vorzugstrasse“ vor. Laut diesen Plänen sollen die beiden neuen S-Bahn-Gleise zwischen Hasselbrook und Ahrensburg überwiegend nordwestlich der heutigen Fernbahngleise verlaufen. Nur in Einzelfällen müssten für den Bau der S-Bahn auch die Fernbahngleise verschwenkt werden, so ein Ingenieur. Demnach sollen die neuen S-Bahn-Gleise nicht mit seitlichen Stromschienen sondern mit herkömmlichen Bahn-Oberleitungen ausgerüstet werden, sodass dort nur Zweisystem-S-Bahn-Züge fahren können, die über zusätzliche Stromabnehmer auf dem Dach verfügen. Die Mitbenutzung der S-Bahn-Gleise durch andere Züge ist nicht vorgesehen. Da der Abstand zwischen den beiden neuen Gleisen nur 3,80 Meter betragen wird und damit schmaler ist, als im Fernverkehr üblich, schließen die verantwortlichen Planer einen Mischverkehr mit Güterz…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Wer hier vom Bus mal eben schnell zur S-Bahn will, braucht eine gute körperliche Fitness - vor allem mit Gepäck. (Foto: Christian Hinkelmann)

Dauerbaustelle Berliner Tor: Endausbau dauert noch Jahrzehnte

90 Stufen, keine Aufzüge, jahrelange Verzögerungen: Am Berliner Tor erleben Fahrgäste täglich eine der härtesten Umsteigesituationen Hamburgs. Wir zeigen, warum sich daran so bald nichts ändert und wieso der Bahnknoten noch lange unvollendet bleibt.

Ein Radweg in der finnischen Stadt Oulu. Der Winterdienst gilt dort gilt weltweit als Vorbild.

Schlechter Winterdienst auf Hamburger Radwegen? So geht es besser

Viele Hamburger Radwege sind im aktuellen Wintereinbruch schlecht geräumt. Dass das mit vertretbarem Aufwand auch deutlich besser laufen könnte, zeigt eine Großstadt in Finnland. Sie setzt auf strenge Vorgaben, hohe Strafen, ein innovatives Feedback-Modell und Schwarmintelligenz. So sieht ihr Erfolgsrezept im Detail aus.

Philipp Holz, 51, Sachgebietsleiter Auskunftsmedien bei der Hochbahn.

Dieser Mann bestimmt, wie lange Sie beim Umsteigen im HVV warten

Wenn Ihre HVV-App zwei Minuten fürs Umsteigen anzeigt, stammt das nicht von einem Algorithmus – sondern von einem Mann mit Stoppuhr. Philipp Holz von der Hochbahn läuft Hamburgs Bahnhöfe ab, um Ihre Wegezeiten zu messen. So sieht sein Job aus.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner