
Schon länger diskutiert und geplant – jetzt gibt es endlich Einzelheiten: Die Hamburger S-Bahn bekommt ein neues Instandhaltungswerk am Kronsaalsweg in Stellingen.
Die neue Werkshalle soll 150 Meter lang und 35 Meter breit werden. Auf insgesamt vier Gleisen sollen gleichzeitig acht Kurzzüge gewartet werden. Das teilte die Deutsche Bahn gestern mit.
An allen Gleisen ermöglichen Mittelarbeitsgruben ein gleichzeitiges Arbeiten auf verschiedenen Arbeitsebenen. Außerdem soll es Dacharbeitsbühnen, zwei Prüfstände für Oberleitungsstromabnehmer, verfahrbare Arbeitsbühnen und Ultraschallprüfgeräte geben.
Außerhalb der neuen Halle sollen drei zusätzliche Gleise verlegt werden, auf denen sieben weitere Kurzzüge abgestellt werden können.
Sieben Weichen und 2.200 Meter Gleise müssen gebaut werden
Für die Anbindung an das neue Werk müssen laut Bahn sieben Weichen und 2200 Meter Gleise gebaut werden. Rund 100 Mitarbeiter sollen am Kronsaalsweg beschäftigt werden. Auf der rund 20.000 Quadratmeter großen Brachfläche befand sich früher der Ortsgüterbahnhof Eidelstedt.
Mitten über das Grundstück verläuft derzeit noch ein Gütergleis ins benachbarte Industriegebiet, um dessen Stilllegung die Deutsche Bahn und das Eisenbahnbundesamt vor zehn Jahren vor Gericht gestritten hatten (siehe hier). Laut Visualisierung (siehe Titelbild), soll es erhalten bleiben.
Baubeginn für den zukünftigen S-Bahn-Standort soll im Sommer kommenden Jahres sein, die Fertigstellung Ende 2018. Kostenpunkt: 35 Millionen Euro.
S-Bahn-Betriebswerk Elbgaustraße wird Ende 2018 geschlossen
Das neue Werk in Stellingen ist ungefähr dreimal so groß wie das bisherige S-Bahn-Instandhaltungswerk an der Elbgaustraße, das mit Inbetriebnahme der neuen Halle geschlossen werden soll.
Die zusätzlichen Kapazitäten sind dringend nötig, denn die Hamburger S-Bahn-Flotte soll in den kommenden Jahren deutlich anwachsen: Bis Ende 2018 steigt die Zahl um acht Züge, weil bis dahin 60 fabrikneue Fahrzeuge der neuentwickelten Baureihe 490 ausgeliefert werden, die die 52 ältesten Bahnen der Baureihen 472 ersetzen sollen.
In den Jahren danach sind weitere Flottenaufstockungen für die künftigen S-Bahnlinien nach Kaltenkirchen (S21) und Bad Oldesloe (S4) sowie eine neue Verstärkerlinie nach Harburg (S32) geplant.
Deutsche BahnVisualisierung: So soll der Eingangsbereich der neuen S-Bahn-Werkstatt in Stellingen aussehen
Derzeit sieht es dort noch so aus. Auf dem Gelände befand sich früher der Ortsgüterbahnhof Eidelstedt.
Deutsche BahnVisualisierung: An modernen Arbeitsständen können bis zu acht Kurzzüge gleichzeitig behandelt werden
Nur für kurze Zeit: 40% Rabatt auf unser Abo
Aus aktuellem Anlass haben wir unseren Abo-Preis stark reduziert. Schon ab 4,50 € im Monat bekommen Sie Zugang zu allen kostenpflichtigen Artikeln (mehr als 2.000 Stück) auf dieser Website. Im ersten Monat zahlen Sie sogar nichts. Sie können jederzeit kündigen. Klicken Sie hier.Sind Sie ein Unternehmen? Dann holen Sie sich einen maßgeschneiderten Gruppen-Zugang. Sie zahlen bequem per Rechnung. Schreiben Sie uns bei Interesse einfach eine Email!
Unternehmen, die uns bereits abonniert haben:
![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
Teilen Sie diesen Artikel mit Ihren Freunden oder Kollegen:

















