Schon länger diskutiert und geplant – jetzt gibt es endlich Einzelheiten: Die Hamburger S-Bahn bekommt ein neues Instandhaltungswerk am Kronsaalsweg in Stellingen.
Die neue Werkshalle soll 150 Meter lang und 35 Meter breit werden. Auf insgesamt vier Gleisen sollen gleichzeitig acht Kurzzüge gewartet werden. Das teilte die Deutsche Bahn gestern mit.
An allen Gleisen ermöglichen Mittelarbeitsgruben ein gleichzeitiges Arbeiten auf verschiedenen Arbeitsebenen. Außerdem soll es Dacharbeitsbühnen, zwei Prüfstände für Oberleitungsstromabnehmer, verfahrbare Arbeitsbühnen und Ultraschallprüfgeräte geben.
Außerhalb der neuen Halle sollen drei zusätzliche Gleise verlegt werden, auf denen sieben weitere Kurzzüge abgestellt werden können.
Sieben Weichen und 2.200 Meter Gleise müssen gebaut werden
Für die Anbindung an das neue Werk müssen laut Bahn sieben Weichen und 2200 Meter Gleise gebaut werden. Rund 100 Mitarbeiter sollen am Kronsaalsweg beschäftigt werden. Auf der rund 20.000 Quadratmeter großen Brachfläche befand sich früher der Ortsgüterbahnhof Eidelstedt.
Mitten über das Grundstück verläuft derzeit noch ein Gütergleis ins benachbarte Industriegebiet, um dessen Stilllegung die Deutsche Bahn und das Eisenbahnbundesamt vor zehn Jahren vor Gericht gestritten hatten (
Alle Rechte vorbehalten. Ihr Zugang ist persönlich und darf nicht geteilt werden. Sie dürfen Artikel oder wesentliche Teile davon nicht vervielfältigen, veröffentlichen oder weiterleiten (z. B. in Pressespiegeln, per E-Mail, Messenger oder als PDF). Für diese Nutzungen ist eine gesonderte Lizenz nötig. Lizenzinformationen: info@nahverkehrhamburg.de
Wenn Ihnen dieser Artikel gefällt, teilen Sie gern den Link.
Der Kopf hinter diesem Artikel
- Lesen Sie mehr über: Bauarbeiten, Hamburg, S-Bahn Baureihe 490, S-Bahn Hamburg
Auch interessant

Hochbahn-Chef Henrich – ein Abgang, der Fragen aufwirft
Nach nur zweieinhalb Jahren lässt der Hochbahn-Vorstandsvorsitzende Robert Henrich seinen Vertrag auslaufen und wird sofort beurlaubt. Was die Gründe dafür sein könnten und was das für die geplante Max-App bedeuten könnte.

Antriebswende auf der Bremse: Wann Hamburgs Hochbahn-Flotte vollständig elektrisch fährt
Eigentlich sollte Hamburgs Busflotte bis 2030 komplett elektrisch fahren. Doch die Hochbahn hat dieses Datum kassiert und die Umstellung gebremst. Eine Hochrechnung zeigt, bis wann die gesamte Flotte im aktuellen Tempo elektrisch fahren würde.

Viel Versprechen, wenig Plan: Das steckt hinter Hamburgs Olympia-Verkehrskonzept
Das olympische Mobilitätskonzept des Hamburger Senats ist auffallend dünn und nennt wenig Konkretes. Gleichzeitig werden bisherige Zeitpläne weniger verbindlich. Eine Analyse.





