Baubeginn für Busbetriebshof im Gleisdreieck City Nord

Die Hochbahn hat mit den Bauarbeiten für einen neuen Busbetriebshof im so genannten Gleisdreieck in der Nähe der City Nord begonnen. Derzeit wird noch die Waldfläche auf dem Grundstück gerodet, danach soll der Bau einer Brücke über die Güterumgehungsbahn beginnen. Sie dient als neue Zufahrt auf das Areal.
Christian Hinkelmann
Visualisierung: Künftiger Busbetriebshof in der City Nord
Visualisierung: Künftiger Busbetriebshof in der City Nord

Der neue Busbetriebshof soll Ende 2018 in Betrieb gehen und wird auf emissionsfreie Fahrzeuge spezialisiert sein. Bis zu 240 Elektro- und Brennstoffzellenbusse sollen dort laut Hochbahn abgestellt, gewartet und gewaschen werden. Damit schafft das Unternehmen die Voraussetzungen für die politische Vorgabe, ab dem Jahr 2020 nur noch emissionsfreie Busse anzuschaffen.

Im Gegenzug soll der sanierungsbedürftige Busbetriebshof Mesterkamp in Barmbek-Süd aufgegeben werden.

Der neue – und unter Anwohnern umstrittene – Busbetriebshof ist laut Unternehmen nötig, weil wegen der steigenden Fahrgastzahlen in Zukunft deutlich mehr Hochbahn-Busse auf Hamburgs Straßen unterwegs sein werden. 1.200 Fahrzeuge sollen es in wenigen Jahren sein – ein Plus von 15 Prozent.

Das Grundstück im Gleisdreieck zwischen S-Bahn, Güterumgehungsbahn und U1 ist schon lange im Gespräch als ÖPNV-Abstellfläche. Bis vor einigen Jahren sollte dort ein Betriebshof für eine ehemals geplante Stadtbahn entstehen.

Im kommenden Jahrzehnt könnte die Fläche im Gleisdreieck noch einmal zur Baustelle werden. Im Nordteil des Areals soll die geplante neue U-Bahnline U5 verlaufen. Dort könnten entsprechende Abstellanlagen für die Züge entstehen.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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3 Antworten auf „Baubeginn für Busbetriebshof im Gleisdreieck City Nord“

Auch wenn für diesen Betriebshof die Planung schon abgeschlossen ist und Alternativen zu spät kommen, möchte ich die Hochbahn ermutigen bei weiteren Bauvorhaben noch verantwortungsvoller mit der knappen Fläche in einer wachsenden, grünen Stadt umzugehen.
Busdepots gehören überbaut und wertvolle Fläche im Herzen Hamburgs gehört mindestens doppelt genutzt.
Die Hochbahn sollte als städtisches Unternehmen nicht nur stur ihre eigenen betrieblichen Interessen im Blick haben, sondern auch die Stadtentwicklung mit berücksichtigen.

Ein aktuelles Beispiel aus dem Grossraum Zürich:
http://www.vzo.ch/home_de.cfm

„Alsterdorf/Winterhude22“ heisst der Bebauungsplan korrekt.
Welchen Teufel die Hochbahn geritten hat in dieser gefährlichen Ecke einen Busbetriebshof anzusiedeln bleibt ihr Geheimnis. Besonders bei Nachtschicht würde ich da nicht rumschleichen. Am Tag arbeitet da ein privater Sicherheitsdienst.
Problematisch ist auch die Rodung des Baumbestandes aber andererseits müssen die Busse ja irgendwo hin. Offensichtlich ist der Betriebshof Hummelsbüttel (Lademannbogen) nicht mehr erweiterungsfähig.
Ausgleichsflächen soll es im Kreis Stormarn bei Tensfeld (!) geben. Hmm… Hoffentlich wissen die Vögel, Käfer und Eidechsen das auch…

Ein Schritt in die Zukunft: Bereits im Dezember 2014 wurde in HH-Harburg für Rund 60 Busse einen neuen Busbetriebshof für Gelenkbusse gebaut.

Und nun soll in der nördlichen City in Hamburg ebenfalls ein neuer Busbetriebshof gebaut werden!

Dann sind wenigstens die Busse gut versorgt und haben es warm HAHAHA

Wenn die U5 später gebaut wird entsteht auf dem Gleisdreieck denn einen U-Bahn-Halt am neuen Busbetriebshof oder befindet sich die bereits bestehende U1/U5 Station Sengelmannstr. in unmittelbarer Nähe?

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