Baustart in der Kellinghusenstraße: Ein bisschen Busbeschleunigung

Die Kellinghusenstraße in Winterhude bekommt neue Bushaltestellen am U-Bahnhof, neue Radfahrstreifen und zusätzliche Parkplätze. Seit gestern läuft der Umbau.
Von Christian Hinkelmann

Nach jahrelangen Planungen rollen seit gestern die Bagger in der Kellinghusenstraße in Eppendorf. Im Zuge des Busbeschleunigungsprogramms wird die Haltestelle am U-Bahnhof modernisiert.

Die beiden Haltebuchten für die Metrobuslinien 22, 25 und 26 werden teilweise begradigt und mit erhöhten Bordsteinen (“Sonderbord”) ausgestattet.

Außerdem sollen sämtliche Ampeln rund um die Haltestellen mit Vorrangschaltungen für Busse ausgerüstet werden.

Unklar, wie viel Zeit der Busverkehr durch Umbau spart

Wie viel Zeit der Busverkehr durch die Maßnahme einspart, geht aus den Planungsunterlagen nicht hervor. Der zuständige Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) weist lediglich darauf hin, dass der Fahrgastwechsel durch die erhöhten Bordsteine beschleunigt wird (siehe …

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7 Antworten auf „Baustart in der Kellinghusenstraße: Ein bisschen Busbeschleunigung“

Geil.
In China in ein Sack Reis umgefallen, bzw. es wurde drei neue Parkplätze in einem Nanjinger Stadtteil gebaut.

Kann man wenigstens außerhalb der speichelleckenden Politik – dort, wo ein distanzierter und objektiver Blick möglich ist – mal diesen ganzen “Mist”, der das Etikett “Busbeschleunigung” trägt, so nennen, was es wirklich ist?
Und mal in einen Kontext setzen?
Ja?!

Dieser ganze aufgebauschte Bus-Sch..ss in diesem Millionenfischerdorf regt mich völlig auf.

Ja, wenn ich das lese kommt mir auch die Galle hoch.
Man will immer wieder die Quadratur des Kreises und wenn es drauf ankommt wird immer noch zu Gunsten des Autos entschieden.
Ich muss auch immer lachen, wenn über die vielen Staus in der Stadt gejammert wird. Auf die Idee, dass das ein Ergebnis der in HH seit Jahrzehnten herrschenden Verkehrspolitik sein könnte, kommen BILD, Mopo und Abendblatt sowie ein Großteil der Bevölkerung nicht.

Vielen Dank für den Tipp. Sehr gehaltvoll und inhaltlich stark.
Ich war 14 Jahre in der Hamburger Kommunalpolitik engagiert und daher bilde ich mir ein, auch ganz zu wissen wie die entsprechenden/relevanten Behörden in HH ticken.

P.s. Ihr Tipp erinnert mich doch stark an die 60 und 70er Jahre. als der Studentenbewegung empfohlen wurde in die DDR zu gehen…..

Lieber Ed von Schleck,

was habe ich schon engagiert und alles an Vorschläge vor allem an den HVV, aber auch an HOCHBUS, pardon -BAHN, und S-Bahn gerichtet. Oder letzten Herbst eine Woche lang in einem Bildungsurlaub-Workshop zur Verkehrspolitik teilgenommen. Es ist – trotz freundlicher Antworten – schlicht nicht gewollt: “zu teuer, kein Bedarf, nicht realisierbar, gesetzliche Regelungen stehen dem entgegen…” (beliebig fortsetzbar). Die Hamburger Verkehr(t)spolitik soll so bleiben wie sie ist, ja keine Veränderung, ja kein Umdenken. (Und DER konservative Hamburger will das offensichtlich auch so.) Also weiterhin diese asoziale, umweltfeindliche Bevorzugung des MIV. Wie hier: Ja nicht ein paar Parkplätze zugunsten einer längeren Bus-Überliegestelle und eines vernünftigen Radweges opfern. Und wie z.B. in Tonndorf: Keinerlei Einschränkung der Raserei, auch dort nicht, wo es schon mehrfach tödlich gekracht hat. Wie erst neulich wieder.

Hamburger Prämisse – egal ob SPD, “Grüne” oder CDU: Im Zweifelsfall für den Autofahrer.

“Fahr doch, was Du willst! – HVV”

PS an die Redaktion: Warum ist meine Antwort vom 3.10. im “Elbbrücken-Thread” noch nicht freigeschaltet?

Anstatt sich über die Länge der Bushaltebucht für die abgestellte und pausierenden Busse Gedanken zu machen, sollte man sich vielleicht mal Gedanken darüber machen, warum da so viele Busse stehen.

Müssen die Fahrer immer mit ihrem Fahrzeug zusammen Pause machen? Wäre ein guter stationärer Pausenraum, in dem die Fahrer Pause machen, an der Kellinghusenstraße nicht effektiver, als mehrere “fahrende Pausenräume”? Die Fahrer würden sich dann auf den Bussen ablösen und in ihrer Pause auch weniger gestört als jetzt – wo sie immer wieder ihre Fahrzeuge vorziehen müssen.
Bei so vielen Busse, wie man sie an der Kellinghusenstraße sieht, sollte sich so mindestens ein Bus einsparen lassen. So günstig sind diese Fahrzeuge ja nicht; wenn bald nur noch emissionsfreie angeschafft werden, erhöht sich das herumstehende Kapital noch mehr (wie eine Batterieladung unter solchen Bedingungen erfolgen sollte, frage ich lieber gar nicht mehr…).
Als Nebeneffekt wäre auch die Busbucht nicht so voll und die Radfahrer könnten diese besser passieren.

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