Eigentlich, so sollte man meinen, sind die verkehrspolitische Prioritäten in Hamburg derzeit klar gesetzt. Seit die Grünen im Sommer vergangenen Jahres die neu gegründete Verkehrsbehörde führen und den klaren Auftrag haben, die Mobilitätswende zu organisieren (siehe hier), steht das Ziel fest: Weniger Autoverkehr, mehr ÖPNV und Fahrrad.
Und um diese Verkehrswende konsequent durchsetzen zu können, wurde die neue Behörde mit allerlei Kompetenzen ausgestattet. Zu ihr gehören das stadteigene Verkehrsplanungsbüro, der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer, die Parkraumüberwachung, das Amt für Verkehr und Teile der oberen Straßenverkehrsbehörde. Damit liegt alles, was für die strategische und konzeptionelle Verkehrsplanung nötig ist, bei der Verkehrsbehörde.
Doch einen wichtigen Bereich kontrolliert die Verkehrsbehörde nicht: Die praktische Anwendung des Verkehrsrechts, wie beispielsweise die Anordnung oder Aufhebung von Radwegebenutzungspflichten oder Tempo-30-Zonen. Für diese Themen ist weiterhin die SPD-geführte Innenbehörde zuständig.
Und wie diese Aufteilung eine konsequente Verkehrswende im praktischen Alltag immer wieder ausbremsen kann, zeigt ein aktuelles Beispiel aus dem Bezirk Eimsbüttel – dem Bezirk, in dem seit 2019 eine grün-schwarze Koalition regiert, die sich ebenfalls eine Abkehr vom Autoverkehr auf die Fahnen geschrieben hat (siehe hier).
Was ist passiert? Alles fing im Januar 2020 mit einem gemeinsamen Antrag von Grünen und CDU in der Eimsbütteler Bezirksversammlung an. Darin monierten beide Parteien fehlende Fahrradwege an der Hallerstraße…
NAHVERKEHR HAMBURG unterstützen und weiterlesen
NAHVERKEHR HAMBURG erklärt Mobilität in Hamburg unabhängig, kritisch und aus Sicht der Fahrgäste. Mit Ihrer Mitgliedschaft ermöglichen Sie Recherchen, Hintergründe und Einordnung, die über Meldungen und Pressemitteilungen hinausgehen.
- Ein personalisierter Zugang zu allen Inhalten.
- Zugriff auf unser Archiv.
- Zahlung per Paypal/Kreditkarte/Bankeinzug.
- Keinen Sammel-Mailadressen erlaubt.
- Zwei personalisierte Zugänge zu allen Inhalten.
- Zugriff auf unser Archiv.
- Eine Abrechnung für beide Accounts.
- Zahlung per Paypal/Kreditkarte/Bankeinzug.
- Keine Sammel-Mailadressen erlaubt.
Für berufliche Nutzerinnen und Nutzer gibt es gesonderte Unternehmensangebote. Mehr erfahren
Bereits Mitglied? Mit Steady anmelden







