Bekommt Hamburg ab 2019 doch noch eine Stadtbahn?

Handelskammer-Chef Hans-Jörg Schmidt-Trenz sieht in Hamburg doch noch die Chance für den Bau einer Stadtbahn.
Christian Hinkelmann
Fotomontage: Stadtbahn am U-Bahnhof Hoheluftbrücke in Hamburg
Fotomontage: Eine Stadtbahn am U-Bahnhof Hoheluftbrücke in Hamburg

Im Hamburger Abendblatt sagte er: „Die Optimierung der Busverkehre schafft die notwendige Zeit, die Haushaltskonsolidierung so weit voranzutreiben, dass bei Bedarf gegen Ende des Jahrzehnts eine Stadtbahn in Angriff genommen werden könnte“.

Außerdem sprach sich Schmidt-Trenz für eine neue Streckenführung aus und betonte, dass es bei der „System- und Streckenwahl einer klugen Entscheidung bedarf“. Dies darf durchaus als Seitenhieb auf die im Frühjahr 2011 gescheiterte Streckenführung von Bramfeld nach Winterhude gewertet werden.

Vorsichtige Zustimmung zur Stadtbahn signalisiert auch Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch: „Wenn wir die enormen Entwicklungen von Metropolen sehen, dann will ich eine Stadtbahn auf alle Zeit überhaupt nicht ausschließen, weil dieses Verkehrssystem gut ist“, betonte er am Rande einer S-Bahn-Veranstaltung gegenüber NahverkehrHAMBURG.

Gleichzeitig schränkte er aber auch ein: „Die Stadtbahn steht nicht an vorderster Stelle auf unserer Agenda, was den ÖPNV angeht“.

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Ein zugeparkter Radfahrstreifen zwingt Radfahrende zum Ausweichen auf die Fahrbahn. Solche Alltagssituationen sieht die Initiative als Beispiel dafür, dass Hamburg bei der Verkehrswende zu wenig Fortschritte macht. (Foto: Christian Hinkelmann)

„Die Zeit der Diplomatie ist vorbei“

Eine Initiative wirft dem Senat vor, die Verkehrswende auszubremsen und neue rechtliche Spielräume bewusst nicht zu nutzen. Ihre Vertreter:innen kündigen eine härtere Gangart an, erklären, welche Behörde aus ihrer Sicht blockiert und wollen kommende Woche mehr als 11.900 Unterschriften im Rathaus übergeben.

Endstation: Mecklenburgische Seenplatte. Die letzten Vertreter der Hamburger U-Bahn-Baureihe DT3 warten auf einem Güterbahnhof in Malchow auf ihre Verschrottung.

Best-of: Hier enden Hamburgs alte U-Bahnen in Mecklenburg

Seltener Anblick: Mehrere alte Hamburger U-Bahn-Züge waren vor zwei Jahren auf eigenen Rädern an die Mecklenburgische Seenplatte gerollt – durch Wiesen und Felder. Es war ihre letzte Reise. Sie wurden dort verschrottet. NAHVERKEHR HAMBURG zeigt 30 einzigartige Bilder von der Aktion und vom Transport dorthin.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner