Bergedorfer S-Bahn ab Monatsende zwei Wochen lang unterbrochen

Das wird tausende Pendler hart treffen: Die S-Bahn-Strecke zwischen der Hamburger Innenstadt und Bergedorf wird ab Monatsende zwei Wochen lang unterbrochen. Im Sommer folgt eine dreiwöchige Sperrung.
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Ein alter S-Bahn-Zug der Baureihe 472 am Bahnhof Tiefstack

S-Bahn-Pendler zwischen der Hamburger Innenstadt und Aumühle müssen ab Monatsende – mal wieder – mit harten Zeiten rechnen: Die Strecke wird ab Ende Februar mehr als zwei Wochen lang in Tiefstack unterbrochen. Der Grund sind Bauarbeiten, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Immerhin: Die Sperrung fällt in die Hamburger Frühjahrsferien.

Konkret wird die S-Bahn-Strecke zwischen den Haltestellen Berliner Tor und Tiefstack komplett gesperrt. Die Züge der Linie S21 fallen auf diesem Teilstück aus und werden durch Busse ersetzt. Die Verstärkerlinien S2 fährt in den gesamten Frühjahrsferien laut Bahn gar nicht.

Und dabei bleibt es nicht: In den kommenden Sommerferien wird die S-Bahn-Strecke an derselben Stelle noch einmal drei Wochen lang gesperrt – vom 25. Juni bis zum 17. Juli.

Auch dann wird die S21 zwischen Berliner Tor und Tiefstack durch Busse ersetzt und die S2 fällt ganz aus.

Bahn will drei marode Brücken sanieren

Die beiden Sperrungen sind laut Bahn nötig, weil entlang der Strecke drei marode Brücken über den „Bullerdeich“, den „Billhorner Deich“ und die „Bille“ modernisiert werden sollen.

Die S-Bahn-Strecke zwischen der Hamburger Innenstadt und Bergedorf/Aumühle gilt als eine der meistbelasteten S-Bahn-Strecken in Hamburg. In den vergangenen zwei Jahren kam es dort verstärkt zu Problemen durch beschädigte Brücken und unzuverlässige Züge (siehe hier), was den Frust der Pendler im vergangenen Jahr steigen ließ (

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8 Antworten auf „Bergedorfer S-Bahn ab Monatsende zwei Wochen lang unterbrochen“

Es bleibt das Geheimnis der Deutschen Bahn, wieso man für jede Brückensanierung wochenlang die Strecken sperren muss. Früher funktionierte das mit nächstlichen Sperrpausen und Sperrungen an einzelen Wochenende, unter dem “rollenden Rad”. Aber die klassische Form des Bauens bei der Bahn hat die DB ganz offentsichltlich verlernt. Es ist bezeichnend dass der HVV als Besteller des S-Bahn-Verkehres die Unverschämtheiten, die die DB den Pendlern zumutet so einfach klaglos hinnimmt. Wäre der HVV gesetzlich verpflichtet für die Dauer der Sperrpausen den Pendlern kostenlose HVV-Tickets zur Verfügung stellen, dann wären die sperrpausen garantiert kürzer.
Diese Sperrpausen sind im Vergleich zu dem, was die Bahn- und insbesodners die S-Bahnkunden erwartet, sollte der Bahnhof Diebsteich gebaut werden, noch geradezu harmlos. Nach dem DB-Bauszenario für Diebsteich werden für die nach DB-Angaben 5-Jährige Bauzeit (in der Realität vermutlich mindestens 2 Jahre länger) der S-Bahnhof Diebsteich für 1 Jahr komplett geschlossen und der gesamte Bahnverkehr zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein mindestens 5-mal mehrwöchig komplett eingestellt. So etwas funktoniert nur, wenn jeder nicht gefahrene Zug sich für die DB finanziell lohnt, weil nicht ausreichend hoch pönalisiert.

Bevor wieder das Gejammer losgeht, wie schlimm das alles ist, wenn mal für 2 oder 3 Wochen kein 5-Minuten-Takt besteht, eine kleine “Erdung”:
Ich bin nämlich am Freitag in die Falle getreten, als ich mich auf die 18:21 Uhr RB81 verlassen hatte. Erst glaubte ich, die fällt wieder mal aus irgend welchen Gründen aus. Nein, nein, seit neuem Fahrplan fahren dieser und der 18:53-Verstärker nicht mehr freitags. An dem Wochentag ist mit dem 17:53-Verstärker bereits Schluss und danach nur noch Halbstundentakt. …Und schon relativiert sich der “notgedrungen” wieder eingeführte 17:21-Verstärker…

Übrigens hängen jetzt überall “Am 23.2. Wählen gehen”-Plakate, u.a. mit dem Text “Bus oder Bahn (Sie haben täglich die Wahl…)”.
Also, liebe Leute: Den Bus abwählen und dafür die Bahn wählen!
😀 😀 😀

(Als Dankeschön darf ich Busse auswählen, vermutlich, weil das Wort “Bus” mehrfach vorkam…)

Man kann ja eher froh sein: endlich wird was GEMACHT! Und nicht bloß beschlossen oder besprochen oder geplant. Etwas wirklich Handfestes soll da passieren. Dafür nimmt man doch zwei Wochen Pause gerne in Kauf. Zumal mittlerweile die Bahnen durch weitsichtige Vorarbeiten erfreulicherweise immerhin bis Tiefstack fahren dürfen.

Alles bestens 🙁 Dafür zahlt man doch gerne 1.080 Euro im Jahr, um mit übervollen SEV mindestens 15 Minuten zusätzlich je Strecke unterwegs zu sein. Wäre alles auszuhalten, wenn nicht sowieso regelmäßig Züge ausfallen, stehenbleiben, Strecke gesperrt würden usw. und die Praxis wenigstens ein wenig mit den großmäuligen Ankündigungen seitens Politik und HVV Schritt halten würden. Wie war das noch bei der Bahn: Die Zeit gehört Dir! – Zeit, dass die Verantwortlichen mal Konsequenzen spüren, z.B. am Wahlabend.

Wenn ich das richtig sehe, müsste es reichen, den Abschnitt von Berliner Tor bis Rothenburgsort zu sperren. Zwischen Rothenburgsort und Aumühle könnte weiterhin ganz normaler S-Bahnverkehr betrieben werden.

Zwischen Rothenburgsort und Tiefstack gibt es keine Möglichkeit das Gleis zu wechseln. Dadurch müsste die S21 dann die Strecke hin und zurück eingleisig fahren. Das passt bei einem 10-Minuten-Takt nicht

Vielen Dank für die Erklärung! Dann sollte man bei den nächsten Bauarbeiten daran denken, hier und da ein paar Weichen einzubauen.

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