Best-of: Als noch Züge zum Millerntor-Stadion fuhren

Neun Beispiele zeigen anhand von historischen Stadtplänen, wie stark sich die Verkehrswege in Hamburg seit den 1940er-Jahren verändert haben, wo Bahngleise und Straßen verschwunden sind und wo neue dazu kamen. Eine Zeitreise.
Christian Hinkelmann
Bis in die 1960er Jahren fuhren direkt neben dem heutigen Stadion des FC St. Pauli Güterzüge – nur eines von vielen Beispielen, wie sich die Verkehrsinfrastruktur in Hamburg in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.
Bis in die 1960er Jahren fuhren direkt neben dem heutigen Stadion des FC St. Pauli Güterzüge – nur eines von vielen Beispielen, wie sich die Verkehrsinfrastruktur in Hamburg in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.

Wussten Sie, wo im Hamburger Hafen mal eine U-Bahnlinie unterwegs war, wo am heutigen Stadion des FC St. Pauli mal Güterzüge rangierten, wie sich am Hamburger Flughafen ganze Straßenzüge radikal verändert haben und wo genau die AKN früher mal in Altona einen eigenen Bahnhof hatte?

Nein? Dann kommen Sie mit uns auf eine kleine Zeitreise und vergleichen Sie historische Stadtpläne aus den 1940er, 50er, 60er- und 70er-Jahren mit heutigen Karten. Wir haben Ihnen dafür neun Beispiele herausgesucht, die zeigen, wie sich die Verkehrswege in der Hansestadt im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben.

Darin zeigen wir Ihnen unter anderem den Verlauf einer ehemaligen U-Bahnlinie, die nach dem Zweiten Weltkrieg nie wieder aufgebaut wurde, wie ein kompletter Bahnhof an der Stresemannstraße im Laufe der Jahre verschwunden ist, wie ein ganzer Stadtteil sprichwörtlich zerrissen wurde und wie das Gebiet der heutigen HafenCity früher einmal aussah.

Möglich werden diese Vorher-Nachher-Vergleiche durch einen n…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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2 Antworten auf „Best-of: Als noch Züge zum Millerntor-Stadion fuhren“

Zur City-Nord: Die Karten zeigen schön warum der S-Bahnhof Rübenkamp nicht direkt an der Hebebrandstraßenbrücke liegt – denn er wurde viele Jahre vor der Straße gebaut.

Zur Straßenbahn am Bahnhof Altona, das spanneste finde ich die Strecken durch Ottensen. Da gab es erstmal eine zweispurige STrecke direkt doch die gar nicht so breite Ottenser Hauptstraße. Aber dann: Die Straßenbahn von Lurup kam die Bahrenfelder Straße runter, und nach Lurup ging es die Große Rainstraße hoch und dann in die Kleine Rainstraße (in Gegenrichting zu den dort jetzt fahren den Bussen). Insbesondere die Rechtskurve Ottenser Hauptstraße – Große Rainstraße muss schon was sehr enges gewesen sein (über eine sehr belebte Kreuzung)…

Na, ich denke schon, dass ihr in Altona schneller wieder eine Straßenbahn bekommt, als wir eine Schnellbahnanbindung, die diesen Namen verdient. Bei dem Haus mit den zusammengeschweißten rostigen Fahrradrahmen als Dekoration müssen dann eben die Fahrtrichtungen getrennt werden, damit die Straßenbahn noch durch die engen Gassen passt. 😉

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