Bezirk Eimsbüttel will Metrobus-Anzeigen ändern

Seit Ende letzten Jahres steht an den Außenanzeigen der Metrobusse nicht mehr das Wort "Metrobus", sondern nur noch ein M und direkt dahinter die Liniennummer (z.B. M4). Daran gibt es jetzt Kritik. Die Bezirksversammlung Eimsbüttel hält die neuen Anzeigen für zu unleserlich und fordert Nachbesserungen.
Pulkbildung: Zwei Metrobusse der Linie M5 hintereinander in der Hoheluftchaussee in Hamburg
Zwei Busse der hochbelasteten Metrobuslinie M5 treffen im Pulk in der Haltestelle Gärtnerstraße ein. Im Rahmen eines Busbeschleunigungsprogramms soll diese Pulkbildung, die meist durch lange Wartezeiten an Ampeln entsteht, künftig vermieden werden. Die Busse sollen dann gleichmäßiger fahren.

Das Gremium hat den Hamburger Verkehrsverbund aufgefordert, dass zwischen dem “M” und der Liniennummer künftig ein Leerzeichen eingefügt wird.

Auch der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg kritisiert die neuen Anzeigen und hat sich nach eigenen Angaben mehrfach an den HVV gewandt, mit der Bitte, das “M” zu streichen.

Der Hochbahn ist das Problem bekannt. Laut NDR würden viele Bus-Nutzer darüber klagen. Schnelle Abhilfe ist aber offenbar nicht in Sicht.

“Es gibt dafür keine Adhoc-Lösung. Wir können keinen Schalter umlegen und dann haben wir da eine Leerstelle. Sondern es ist tatsächlich so, dass die EDV da nicht mitspielt”, sagte eine Sprecherin zum Radiosender 90,3.

Auch interessant

Neuer Zugzielanzeiger am S-Bahnhof Holstenstraße in Hamburg

Hamburger S-Bahnhöfe bekommen neue Anzeiger

Bahn ersetzt Fahrzielanzeiger an Hamburger S-Bahnhöfen durch neue Monitore. Flächendeckende Umrüstung soll mehrere Jahre dauern. Praxistest: Das sind die Stärken und Schwächen der neuen Geräte.

25 Antworten auf „Bezirk Eimsbüttel will Metrobus-Anzeigen ändern“

Vorher war das doch ohne M, kann das nicht wieder zurück? Ich meine den Leuten ist das doch egal, ob die 6 nun ein metrobus ist oder nicht. Ich finde das M auch sehr verwirrend vom weiten beim lesen.

Streicht das “M” wieder! Die Liniennummern sind viel schlechter zu lesen und die Info “Metrobus” ist ohnehin in Hamburg ohne Bedeutung für den Fahrgast. Denn im Gegensatz zu z.B. München sind keine grundsätzlcihen Qualitätszusagen (Gelenkbusse, mindestens 10-Minuten-Takt bis zum späten Abend, schnelle, gradlinige Linienführung) damit verbunden. Linien wie die M1 sind ein schlichter Witz.

Auch ist es in der einen “M” erlaubt, an allen Türen einzusteigne, in anderen nicht – Das verstehten die meisten Fahrgäste nicht.

Falls man die Linien unbedingt als “Metrobusse” kenntlich machen möchte: Ein Schild mit Saugnäpfen (so war es zumindest früher in Münschen) täte es auch….

Ob mit einem ‘M’ oder einfach die Linienummer beispielsweise 6 dann die Endhaltestelle einfügen wo der Bus hinfährt da wissen die Fahrgäste auch dass es ein Metrobus ist, da hat das ‘M’ keine große Bedeutung wenn es auch nicht auf der Anzeige mit draufsteht.

ich habe keine Seh- oder Leseschwäche, lese aus dem M aber trotzdem manchmal eine 11, das ist in der Tat sehr verwirrend

Ganz einfach wäre es wie folgt:
Schnellbusse: einstellig
Metrobusse: zweistellig
Stadtbusse in Hamburg: dreistellig
Regionalbusse / Hamburger Umland: vierstellig

Ohne Zusätze wie: M, Metrobus, Schnellbus oder sonst was.

Schönen Abend

Wer braucht denn eigentlich das “M”? Die Liniennummern bis 30 sind doch frei – danach beginnen dann die Schnellbusse. Ganz klar: Ohne “M” geht es auch. Und das ohne Nachteile für den Fahrgast…

Neulich habe ich eine gesehen, da stand M022. Das konnte man besser lesen. Sinnvoll wäre auch ein Lehrzeichen, oder ein Bindestrich. Man könnte es auch einfach machen und die Grütze einfach weglassen. In HH sind Fahrgäste schon überfordert, wenn die DFI ausgefallen ist. Besser weniger Infos:-)

Das ist ja wohl ein schlechter Scherz. Wen haben die da in der EDV-Abteilung sitzen bzw. mit was für veralteten Programmen läuft deren System, dass man nicht einfach ein Leerzeichen einfügen kann? Unglaublich, so etwas müsste in der heutigen Zeit ein Kinderspiel sein.
Wer nicht mit Computern umgehen kann, sollte es ganz bleiben lassen und die Liniennummern analog einstellen.

Ich sehe normalerweise sehr gut, aber wenn ein Metrobus näherkommt, erkenne ich häufig erst wenn er vor mir steht, um welche Linie es sich handelt. Kann man das “M” nicht einfach kleiner gestalten? Villeicht hilft auch schon ein Leerzeichen.

…Wie schaut die Diskussion dazu in Berlin aus?

Dort wird aktuell exakt das selbe System hier in Hamburg angewendet..,

Kein Mensch braucht am Bus die Angabe “M” oder “Metrobus”, weil diese Busse keinem anderen Tarif unterliegen als normale Stadtbusse. Aus einiger Entfernung liest man zudem leicht statt “M6” “116”.. Also schnellstmöglich weg mit dem “M”! Wenn die HVV-Sprecherin dem Radiosender 90,3 sagt, “dabei spiele das EDV-System nicht mit”, liegt der Verdacht nahe, daß das HVV-EDV-Sytem nicht ganz auf der Höhe der Zeit ist, denn wo liegt das Problem, eine neue Programmierung vorzunehmen?
Laurentius

“…Wie schaut die Diskussion dazu in Berlin aus?”

Es gibt keine Diskussion in Berlin. Was in Hamburg ganze Verbände seit Monaten immer wieder beschäftigt, funktioniert in Berlin seit 10 Jahren ohne besonderes Beschwerdeaufkommen.

Kann mir vorstellen woran das Problem liegt, und zwar ist es, wenn ich sie richtig verstanden habe, dass es nicht so schnell möglich ist, dieses Leerzeichen einzufügen, denn dafür müsste man die Fahrzeuge, die für die Metrobuslinien vorgesehen sind anpassen, so wie auch die Systeme, von denen das ALMEX die Informationen bezieht, das dauert halt ein bisschen, bis das umgesetzt wird. Wenn ich es richtig verstanden habe ist nicht das ob das Problem, sondern das Wann. Da ich auch viel im Ruhrgebiet mit dem Bus gefahren bin kann ich sagen, dass da viel katastrophalere Bedingungen herrschen. Da sind Matrix-Schriften auf dünnste Stufe eingestellt, Fahrgastinformationsmonitore funktionieren nicht, die Ansagen springen wild durcheinander und manch Busfahrer ist so hilfsbereit, dass die Rollstuhlfahrer doch gefälligst selbst zu schauen haben, wie sie ins Fahrzeug gelangen. Das sind aber natürlich nur einige Fälle. Es soll auch nur Zeigen, dass der HVV doch schon sehr komfortable Systeme und nettes Personal hat, welche auf jedenfall um einiges Zuverlässiger sind.

Irgend welchen Planern und Politikern scheint es ja sehr wichtig zu sein, dass die Busse in Hamburg Metrobusse heißen. Niemand kann erkennen, worin der Unterschied eines Metrobusses gegenüber einer “normalen” Buslinie besteht. Einige “normale” Stadtbuslinien verkehren sogar häufiger und länger als Metrobuslinien. Einige Metrobuslinienabschnitte verkehren seltener als viele Stadtbuslinien.
Mein Vorschlag, alle Busse in Hamburg werden Metrobusse, so wie es sich für eine Metropole gehört. Das M wird in HVV rot direkt auf den HVV Bus vor die Zielanzeige geschrieben.
Vorteile:
1. Alle Politiker und Planer denen der Metrobus wichtig ist, können ihren Metrobus für das Image haben.
2. Alle Fahrgäste können ihre Liniennummer wieder erkennen.
3. Es gibt keine Verwirrung mehr, weil niemand mehr erwartet, dass der Metrobus einen bestimmten Bedienungsstandard erfüllt (das war bei Einführung des Metrobusses eigentlich gewollt, konnte aber bis heute nicht flächendeckend umgesetzt werden konnte).
4. Schnellbusse werden in diesem Zusammenhang als Zuschlagpflichtige Busse umbenannt (dann steht entsprechend vor der Zielmatrix ein Z und nicht ein M). Denn Schnellbusse sind in Hamburg nicht schneller sondern einfach nur teurer.
Und dann überlegen HVV und Verkehrsunternehmen, was sie tun können, um die Qualität für die Fahrgäste zu verbessern 🙂

Ich kann gut lesen aber ich habe mich auch gewundert daß auf einmal der 111er bei mir fährt. War natürlich der M1.
Also bitte zurückdrehen das Ganze.
Nur der Schnellbus-Hinweis sollte bleiben.

Aber die Schwächen der HVV- bzw. HHA-IT sind ja allgemein bekannt…

… ich weiß, es gab schon mehere Kommentare dazu, aber ich kann noch einen drauf setzen: bei uns fährt die Linie 118 und die M8, das ist quasi nicht zu unterscheiden.
.. man kann sich schon fragen, wer plant so etwas? auf jeden fall niemand, der selbst mit dem bus fährt.

Wenn die Metrobusse tatsächlich echte Vorteile gegenüber normalen Stadtbussen hätten, könnte ich das “M” nachvollziehen. Aber dem ist augenscheinlich nicht so, zumindest gibt es meiner Meinung nach keine eindeutige und überall gleichermaßen gültige Definition, die für alle Metrobusse gilt. Gut, sie fahren (meistens) in dichtem Takt, aber das war’s dann auch schon, und vor allem ist das kein Alleinstellungsmerkmal. Manch ein “normaler” Stadtbus fährt häufiger, z. B. der 142 in Harburg tagsüber alle 5 Minuten. Dagegen stehen dann z. B. der M1, M8, M14 oder auch der M25, die alle den ganzen Tag oder teilweise nur im 10-Minuten-Takt unterwegs sind. Der Fahrzeugeinsatz rechtfertigt auch nicht unbedingt einen Sondernstatus als “Metrobus”, weil auf einigen Stadtbussen ebenfalls Gelenkfahrzeuge verkehren. Auf vielen Metrobuslinien sind dagegen bloß Solobusse im Einsatz. Gehen wir nach Auslastung und Taktdichte, wäre der schon genannte 142 auch ein Metrobus, genauso der 109…
Mir fehlt ein “echter” Vorteil bzw. ein eindeutiges Merkmal, dass die Metrobusse von anderen Stadtbuslinien unterscheidet. Und wenn man unbedingt eine Trennung zu anderen Buslinien haben will, dann wäre ein reines System aus Zahlen meiner Meinung nach die bessere Alternative – so wie der 50er- bis 60er-Nummerbereich in München für die Metrobusse. Selbst viele Hamburger können mit dem Begriff “Metrobus” relativ wenig anfangen, ist meine meine Erfahrung.

Ich frage mich zwar, wie man M und 11 verwechseln kann, aber egal.
In Altona stellt sich das Problem gar nicht, da M1/M2 und 111/112 erstens von Betrieben mit komplett anderem Erscheinungsbild befahren werden, was man als Einheimischer wissen könnte, außerdem fahren die Linien von nicht benachbarten Abfahrtspositionen ab. Wer auf die 111 oder 112 wartet, der braucht doch gar nicht auf die Busse zu achten, die an der Position der M1 und M2 stehen. Und wer wirklich M8 und 118 nicht unterscheiden kann, soll auf die Zielanzeigen und Abfahrtsanzeiger schauen. Die sind doch nicht umsonst da.

Was’n das für’n Programm?? Nummer nich’ ännerbar? Vorschlach: ganz lüttjes “m”, dann ‘ne Leerstelle. So isses unlesbar.

Die neuartige Display-Technologie (es ist wohl OLED ?) ist auch überhaupt ganz schlecht zu lesen. Erstens flimmert das Diplay die ganze Zeit. Zweitens beißt es sowieso, Fachbegriff: ganz schlechter CRI (Color Rendering Index), d.h es ist nur eine schmalbandige Licht-Abstrahlung, kein Weiß.

Kann mir jemand die Unterschiede zu den M-Linien in Hamburg und Berlin aufzählen? Dann weiß ich wenigstens, woran ich bin ^^

Und von der Ferne mag ich kurz was verwechseln, aber kommt der Bus näher, weiß ich schon woran ich bin beim Bus.

Das Metrobusnetz stellt m.W.n. einfach das Grundgerüst im Busverkehr dar. Anderswo würde man eine Stadtbahn dafür nehmen, hier in Hamburg findet man allerdings, dass Busse irgendwie toller sind (bzw. erklärt einem Mercedes Benz, dass Busse besser seien als Straßenbahnen oder gar Stadtbahnen).

Lass denen doch die M und Ms. Ich komme damit einigermaßen klar und mich stört’s auch nicht direkt.

Ich dachte mir eigentlich so, dass die Hamburger immer mehr die Berliner nachmachen wollen… trotzdem, ich mag Berlin immernoch lieber als Hamburg, da kann mir niemand mit paar M und Ms die Meinung ändern 😉

Versuchen die Eimsbütteler etwa die in Hamburg kontinental am bereits weitest fortgeschrittene, ja fast abgeschlossene Verschnellbahnisierung des Verkehrsträgers Bus durch dieses fiese und durchschaubare Manöver zu torpedieren!?

Aber wir tapferen und jubelnden Busfahrgäste lassen uns nicht vom Weg abbringen:
M dem M gebührt!

Mit der Durchschnittsgeschwindigkeit eines Drahtesels und dem Komfort eines ungefederten Bollerwagens (wahlweise Einkaufswagen, passt ja auch besser zum Kassierer da vorne drin) verdienen diese Buslinien keine andere Bezeichnung als Metrobus – und das soll jedermann und -frau gefälligst sehen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.