Bezirk fordert zentralen U-Bahn-Halt an Fühlsbüttler Straße

Die rot-grüne Koalition im Bezirk Nord möchte, dass die geplante U-Bahnlinie U5 prominent an der Fühlsbüttler Straße hält und nicht im Norden daran vorbeifährt.
Fotomontage: Ein Zug der Linie U5 Richtung Bramfeld
Fotomontage: Ein Zug der Linie U5 Richtung Bramfeld

SPD und Grüne im Bezirk Hamburg Nord wollen, dass die geplante U-Bahnlinie U5 auf dem Weg von Bramfeld zur City Nord auch die Fuhlsbüttler Straße zentral anbindet.

In einem gemeinsamen Antrag an den Hauptausschuss fordern die beiden Koalitionsparteien, dass die Linie entlang der ursprünglich geplanten Südtrasse verläuft – also von Steilshoop kommend über den Bereich Hartzloh und den S-Bahnhof Rübenkamp zur Sengelmannstraße.

Das Hamburger Abendblatt hatte zuerst über das Papier berichtet.

Gegen diese Süd-Trasse gab es in den vergangenen Monaten Anwohnerproteste im Bereich des Hartzloh.

Hochbahn will bis Jahresende über Trassenverlauf entscheiden

Die Hochbahn untersucht – offenbar auch deswegen – derzeit noch eine zweite Trassenvariante (“Nordvariante”), die von Steilshoop direkt zur Sengelmannstraße führt und zwischendrin nur einmal im Bereich der Nordheimstraße hält (siehe hier).

Die rot-grünen Koalitionäre monieren nun in ihrem Antrag, dass aufgrund der Bedeutung einer U-…

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20 Antworten auf „Bezirk fordert zentralen U-Bahn-Halt an Fühlsbüttler Straße“

Es ist irgendwie schon traurig, dass man offensichtlich jetzt seit über einem Jahr an den Köpfen der Anwohner und insbesondere an den “gewünschten” späteren Nutzern der neuen U-Bahnlinie vorbei plant. Alleine schon die Tatsache, dass man es (zumindest nach meinem derzeitigen Wissensstand) nicht hinbekommen kann, bei der Südvariante eine vernünftige Umsteigelösung zur S-Bahn Rübenkamp zu favorisieren. Im übrigen wird immer so getan, als wenn es heute keinen vernünftigen Nahverkehrsanschluss im Bereich der gepl. Haltestelle Hartzloh geben würde. Meist hübsch ausgeblendet auf den jeweiligen Kartenausschnitten ist die S-Bahn-Haltestelle Alte Wöhr, die sich nur wenige 100m von der gepl. Haltestelle Hartzloh befindet.

Worüber man offensichtlich bis heute nicht einmal drüber nachgedacht hat ist eine neue S-Bahn-Haltestelle zu realisieren zwischen Rübenkamp und Ohlsdorf, die bei der Nordvariante als Übergangshaltestelle dienen könnte.

Es gäbe aber auch noch andere Möglichkeiten für einen etwas entfernteren aber trotzdem noch relativ bequemen Umstieg (U-Bahn / S-Bahn Rübenkamp) bzw als Zubringermöglichkeit (Hartzloh / weiter östlich favoriesierte Haltestelle):
Das Stichwort heisst “Hochgeschwindigkeitsfahrsteige”. Das sind langgezogene “Rolltreppen” die jedoch die Personen flach von einer Stelle zu einer anderen transportieren. Dabei hat der Fahrsteig am Anfang und am Ende eine relativ geringe Geschwindigkeit. Nach ein paar Metern auf dem Fahrsteig erhöht sich jedoch die Transportgeschwindigkeit enorm. So könnte man z.B. vom Hartzloh in geringer Tiefe (offene Bauweise/ nicht sehr tief und nicht sehr breit / deutlich über der im Schildvortrieb geschaffenen U-Bahn-Tunnelstrecke) einen solchen Personenzubringertunnel zu einer weiter östlich gelegenen Haltestelle schaffen.
Wie sowas aussieht kann man am Flughafen von Toronto besichtigen bzw. Videos findet man auch auf bekannten Videoplattformen darüber.

Dennoch bin ich bis heute der Ansicht, das es eine gesplittete U-Bahnstrecke geben sollte. Eine Trasse bis zur Sengelmannstrasse und eine am Winterhuder Weg ausgefädelte über Hts. Barmbek, Schwalbenplatz, Elligersweg, Steilshoop, Steilshoop Nord-Ost, Bramfeld Markt bzw. Bramfeld Dorfplatz.

Aber man will ja mit der einen Trasse möglichst alles erreichen/mitnehmen was m.E. leider bis heute alles noch immer nur höchstens halbherzig wirkt. Alleine schon darüber nachzudenken keine Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn anzubieten (Nordvariante), sorry aber das zeigt doch eindeutig, wie falsch die Planung der Anbindung von Bramfeld und Steilshoop ist, diese über die Sengelmannstr und nicht über Barmbek realisieren zu wollen.

“mit der einen Trasse möglichst alles erreichen/mitnehmen”

Das gilt ja auch für die Vorschläge weiterer Haltestellen oder längerer Umwege, um zusätzliche Umsteigeoptionen zu bieten. Aber auch da greift das Abwägungsgebot. Umstiege zu ignorieren ist genau so fahrlässig wie auf Teufelkommraus alle mitnehmen zu wollen und andere Belange unterzuordnen, egal wie groß das jeweilige Potenzial ist. Wir haben es ja mit einer leistungsfähigen U-Bahn zu tun und nicht mit einer langsam tuckernden Rumpelbahn, die nur als Zu- und Abbringer geeignet ist.

Die Rolltreppen sind in der Tat an vielen Flughäfen zu sehen und ergeben dort auch Sinn, weil sie reichlich genutzt werden, die meisten Leute schweres Gepäck dabei haben, die Anlagen relativ gut vor Vandalismus geschützt sind und zugleich die Witterung keinen Einfluss auf den Betrieb hat. Im öffentlichen Raum sind die laufenden Kosten nicht zu rechtfertigen, erst recht fernab der City.

Etwas schade finde ich, dass sich der Bezirk erst jetzt meldet. Dass von Steilshoop über die City Nord eine U-Bahn verlaufen soll, ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Und nun kurz vor der Konkretisierung zweier Varianten kommt die Politik ohne Studie o.ä. und fordert eine dritte Option. Kein guter Stil und am Ende eine Zeitverzögerung, falls sich die Hochbahn darauf einlässt. Die Proteste der betagten Hartzloher müssten doch auch bis in die Amtsstuben in Nord angekommen sein.

Jetzt bin ich aber doch perplex.
Anwohnerproteste beim Bau einer unterirdischen U-Bahn im Schildvortrieb (ganz weit unten)? Anwohnerproteste bei der S4? Anwohnerproteste bei der Busbeschleunigung im Mühlenkamp? Anwohnerproteste beim Radwegebau?
Und nicht nur bei… na, erraten?…
Falls man es noch bemerkt hat: Es gibt immer Anwohnerproteste, wo auch nur um ein My der heißgeliebte Autoverkehr eingeschränkt würde. Deshalb glaube ich auch nicht, dass das nur betagte Rentner sind, es sind garantiert ebenso unsere jung-dynamischen Autofans (um nicht zu sagen Autoposer). Hamburg wird immer das Eldorado der Autobürger sein. Darauf steht die SPD-Politik.
Da helfen keine Pillen und kein Arzt.

Würde die Hochbahn über die Köpfe hinweg entscheiden, dann würden die Beteiligten doch nicht monatelang über den Streckenverlauf fachsimpeln.

Ich kann es nachvollziehen, dass ich als Anwohner am Hartzloh keine Lust auf eine riesen Baustelle vor meiner Tür verspüre und ich denke, dass dies vorrangig der versteckte Grund ist, dass die Menschen dort protestieren.

Ich wohnte kurze Zeit in der Gegend, wenn dort eine unterirdische Station gebaut wird und darüber die Fläche restauriert wird, von mir aus ein schicker Park als Friedensangebot, ist das gefühlt ein Fortschritt zur aktuellen Aussicht. Als ich z.B. von der S-Bahn “Alte Wöhr” nach Hause schlenderte, dachte ich mir nicht: “Wow sieht das hier schick aus, hier möchte ich gerne einmal Picknicken und die Natur genießen. Das muss unbedingt erhalten bleiben.”

Ich kann nicht nachvollziehen, wieso die Bewohner so an dem IST-Zustand klammern. Ein Umbau bietet Chancen, etwas tolles Neues zu gestalten.

Ich hörte auch noch von keinen absackenden / verfallenden Gebäuden an den bisher bestehenden U-Bahn Stationen. Noch stören U-Bahn Sationen visuell, im Gegensatz zu den meist “hässlicheren” S-Bahn Stationen, da Unterirdisch und weitesgehend gepflegter.

Im übrigen hätte ich mich wie ein Gockel im Hühnerstall gefreut, hätte es damals eine Alternative zur “Alten Wöhr” gegeben, als diese eine zeitlang geschlossen war und man den Umweg über Barmbek->Bus nehmen musste. Generell ist die Bussituation in Stoßzeiten überlastet, eine U-Bahn würde entlasten.

Der Vorschlag mit diesen “Hochgeschwindigkeitsfahrsteige” ist völlig realitätsfern in diesem Zusammenhang.

@TM völlig unsachlicher Kommentar. Der Weg von der S-Bahn Alte Wöhr zum Hartzloh hat nichts mit dem Planungsraum der U5 Haltestellen in der Südvariante zu tun. Man merkt, Sie kennen sich nicht aus. Hier geht es nicht um “klammern” an einen IST-Zustand, sondern um eine menschen- und umweltschonende U5-Planung. Das Hartzloh-Viertel – Hartzloh, Hartzlohplatz, Rungestraße – ist eine Sozial- und Grünachse! Die muss erhalten bleiben. Mal abgesehen davon, dass das politische Handeln im Bezirk völlig indiskutabel ist.

Was ist denn eine Sozialachse? Und wenn man diesen ge(wohl)fühlten Status Quo nicht kurze Zeit für die kommenden Generationen leicht einschränken möchte: wieso ist das kein Kammern an einem Ist-Zustand? Die “Argumente” der älteren Damen und Herren im Hartzloh waren ja sehr abenteuerlich. Von Baugruben, die Kinder verschlucken, bis hin zu Kirchen, die entweiht würden, wenn unter (!) ihrem Vorplatz eine U-Bahn verkehren würde.

@GERDA

An jeder Stelle, wo die Haltestelle gebaut werden könnte, leben Menschen.
Wieso sind die Hartzloher denn besonders schützenswert im Gegensatz z.B. zu den Menschen die nördlicher wohnen in der Nordheimstraße oder anderen Alternativen?

Haben die nicht die selben Ängste vor der riesen Baustelle und dem Verfall ihrer Umgebung?

Weiterhin ist mir nicht klar, welchen Regelnwald sie im Bereich der geplanten Hartzlohhaltestelle als derartig erhaltungsnotwendig erachten.

Ich habe gerade noch einmal bei GoogleMaps geschaut, ich sehe zwei kleine “Grünfläche”. Die Größere ist die Straße von Alte Wöhr zur Fuhlsbüttler.

Was spricht dagegen, die Station zu bauen und als Kompromiss darüber eine wirkliche Grünachse zu errichten?

Hartzloh ist ein Stadtteil wie jeder andere auch. Die Leute haben nur kein Bock auf Baustelle, kann ich verstehen, ehrlich sogar, aber sich irgendwas aus den Fingern zu ziehen bringt keinen weiter und vier Jahre später freuen sich alle über die neue U-Bahn Station und Anbindung direkt vor der Tür.

Aus der Bevölkerung sind viele konstruktive Vorschläge und sachliche Kritikpunkte gekommen. Die Leute hier als “alte Leute” oder Nimbys abzutun, finde ich unmöglich. Sollen das Argumente sein? Jeder, der den Hartzloh und das dahinter liegende Gebiet kennt, weiss im übrigen, wovon ich rede. Google maps ist tatsächlich hilfreich. Dort sieht man, dass es Alternativen gibt, die die Bevölkerung wahrscheinlich nicht so stark belasten. Aber da haben die Planer sicher mehr Ahnung als wir alle zusammen, oder? Eine U-Bahn ist kein Wunschkonzert, sondern muss auch Sinn machen. Ich habe jedenfalls noch keine Argumente von den Planern gehört, die den Bau einer U5 am Hartzloh rechtfertigen. Hat eigentlich schon mal jemand die Menschen an der Nordheimstraße oder Langenfort gefragt? Vielleicht wollen die gerne eine Station haben? Auf jeden Fall sollten erstmal alle Fakten auf dem Tisch liegen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Ich verstehe einfach nicht, warum die U3 nicht an der Fuhle einen Bahnhof bekommt.
Platz wäre da genug.

Zugegeben, fußläufig wäre der Abstand zur Habichtstr. nur ca. 600 Meter und nach Barmbek nur ca. 800 Meter, aber das wäre wirklich mal ein Komfortgewinn und würde die Busse deutlich entlasten.

U-Bahn-Haltestellen und -Strecken werden nicht nur für die aktuellen Bewohner_innen gebaut. Gut, dass sich die Politik endlich einmischt und vor ein paar mosernden Besitzstandwahrer_innen nicht zurückweicht.
Die Fahrgastprognosen der Hochbahn für einen Umstieg zur S-Bahn am Bahnhof Rübenkamp muss ich ebenfalls bezweifeln. Schon bei der angedachten U4-Haltestelle Elbphilharmonie lagen die “Expert_innen” massiv daneben. Prognostiziert wurde eine Nutzung von 400! (in Worten vierhundert!) Fahrgästen pro Tag.

Kann doch sein. Außer für einige Besucher lohnt sich die Station nicht. Viele Gäste kommen auch mit der U3, dem Taxi oder der Fähre. Oder spazieren eh durch die City. Im Winter ist da auch nicht viel los und jeden Tag hat man ebenso keine Großveranstaltungen. Zudem wissen Sie nicht, wer sie jeweiligen Prognosen durchgeführt hat, oder?

Die Problematik ist doch nur entstanden, weil die Streckenführung nicht wie historisch ursprünglich geplant, vom Knoten Barmbek über Steilhop nach Bramfeld verlaufen soll, sondern über die City-Nord nach Bramfeld.
Der 2. U-Bahnsteig in Barmbeck macht sonst ja auch nicht wirklich Sinn. Der Streckenverlauf über Barmbek, entlang bzw. unter den Schrebergärten beim Rübenkamp neben der S-Bahn wäre vor der Jahnbrücke in den Bereich Harzloh eingeschwenkt mit einem entsprechenden Bahnhof. Das dort wenig bzw. keine Gebäude stehen hat schon so seinen Grund, schließlich hat man früher fast nur in offener Bauweise Tunnel gebaut. Der Versuch, dass nun die U5 als eierlegende Wollmilchsau alle alten Planungen irgendwie abdecken soll, kann nur scheitern. Das das Ausfädeln im Bereich Barmbeck nach Uhlenhorst schwierig ist und die dafür vorgesehenen Flächen anscheinend nicht mehr zur Verfügung stehen, zeigt eigentlich nur, wie schlecht die Verkehrsplanung heute ist.

Die U5 soll in der Tat nahezu alle Schnellbahnlücken schließen, die schon seit Jahrzehnten in Hamburg klaffen. Sie sind deckungsgleich mit den Trassen, die der Flächennutzungsplan seit den 60er Jahren vorhält. Die angedachte U5 stellt somit eine abgespeckte Version dar.

Eine heutige “schlechte” Verkehrsplanung ist m.E. dadurch zu erklären, dass Hamburg nicht mehr großzügig alle Schnellbahnprojekte selber finanziert wie noch bis 1970. Die Hansestadt muss seither Rücksicht nehmen auf die sehr eng ausgerichtete Förderung durch das GVFG. Und hier liegt der Teufel im Detail. Die im FNP vorgesehenen Strecken sind vielfach nicht zuschussfähig. Und nun wird versucht, sich um diese Problematik herumzumogeln. Und das läuft in etwa so:
Die U5 wäre m.E. bei ihrem Bramfelder Ast als eigenständige LInie überhaupt nicht tragfähig. (Hierbei könnte eine Stadtbahn ausreichen!) Das ist u.a. neben vielen verkehrstechnischen Gesichtspunkten auch ein Grund, warum man nicht in Barmbek in die U3-Trasse einfädelt. Wirtschaftlicher ist, den Bramfelder Ast als Verlängerung einer durchaus sinnvollen und tragfähigen U5 vom Hauptbahnhof bis Sengelmannstr., die den überlasteten Metrobus 6 ersetzen könnte, zu trassieren. Eine quasi Win-Win-Situation erhofft man sich dadurch. Vor diesem Hintergrund erweist sich der Streit um die Trassenführung in Barmbek-Nord als Nebenschauplatz.

Also ehrlich: Mir geht dieser Protest gegen alles und jedes inzwischen gewaltig auf die Nerven!
Wird eine Straßenbahn geplant – zack, gibt es eine Bürgerinitiative dagegen (“Nicht vor unserem Haus”)
Werden zwei Bäume für eine Bushaltestelle gefällt – zack, klagen die Nachbarn dagegen vor Gericht.
Wird eine neue U-Bahn geplant – zack, meckern die Anwohner über die Baustelle.
Und jedes Mal wird argumentiert, als ob die Welt unterginge, wenn das Vorhaben umgesetzt wird.

Ich bin froh, dass vor 100 Jahren in Hamburg der Hochbahn-Ring gebaut wurde. Davon profitieren heute alle in der Stadt. Leider wäre solch ein Projekt heutzutage wohl wegen der zu erwartenden Klagen gar nicht mehr denkbar. Und seit Jahrzehnten kommt Hamburg beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs nur schleppend voran. Sehr, sehr schade!!

Ob Nordheimstr oder Hartzloh ist mir persönlich als nichtanwohner egal, aber eine Anschlussmöglichkeit an die S1 zu Verpassen – Rübenkamp oders sonstwo, denn über eine Neuausrichtung der Sbahnstationen hat man leider nicht gedacht – wäre eine verkehrsplanerische Sünde.

“…Ob Nordheimstr oder Hartzloh ist mir persönlich als nichtanwohner egal” – genau, Hauptsache nicht in Ihrem Vorgarten, oder? Umsetzung und Sinnhaftigkeit der Streckenführung und Haltestellenlagen egal. Darum geht es aber gerade.

Ich als alter Hamburger und sogar gebürtiger Barmbeker wohnhaft in Berlin muss mich über die Verkehrsplanung in Hamburg und Realisierungswillen seitens der Hansestadt und seiner Bewohner wundern.
War die Stadtbahn schon ein Zankapfel, so wiederholt es sich gerade in Barmbek. (“Not in my backyard…”)
Ich bin hocherfreut über diese Diskussion hier und die überwiegend kompetenten Beiträge.
Allerdings glaube ich nicht, dass wir eine U5 noch erleben werden, zumal ich persönlich den verkehrlichen Nutzen beider Varianten infrage Stelle.
Es ginge vieles schneller und billiger, wenn man a) vernünftige Bürgerbeteiligung und Aufklärungsarbeit betreiben würde und b) wenn die hanseatischen Bürger nicht so stur wären.

Unter der Überschrift “Haltestelle in Barmbek-Nord: Entscheidung noch in diesem Jahr” hat die Hochbahn am 30.11.2017 eine Pressemitteilung veröffentlicht. Demnach sind nur noch die Haltestellen Hartzlohplatz und Nordheimstraße im Rennen.

In der Mitteilung heißt es u.a. “Mit der jetzt getroffenen Entscheidung werden die möglichen Haltestellenlagen Hartzloh West, Hartzloh Ost, Rümkerstraße und Rungestraße nicht weiter verfolgt.”

Über den aktuellen Stand informiert die Hochbahn auf zwei Infoveranstaltungen

U5-Planung Hartzlohplatz
Mittwoch, 13. Dezember 2017 | 18 – 20.30 Uhr
Stadtteilschule Helmuth Hübener
Benzenbergweg 2 | Hamburg

U5-Planung Nordheimstraße
Donnerstag, 14. Dezember 2017 | 18 – 20 Uhr
Auferstehungskirche Hamburg-Fuhlsbüttel
Rübenkamp 310 | Hamburg

Weitere Infos im Internet auf der Seite der Hochbahn.

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