Bezirkswahl 2019: Diese Mobilitäts-Ziele haben die Parteien in Harburg

Eine zuverlässigere S-Bahn-Anbindung, U4-Verlängerung und ein weiterer Elbtunnel: Die Parteien in Harburg haben zur Bezirkswahl ganz klare Vorstellungen zum Thema Verkehr.
So wollen die Parteien im Bezirk Harburg die Verkehrsprobleme lösen
So wollen die Parteien im Bezirk Harburg die Verkehrsprobleme lösen

Wenn man die Parteien in Harburg vor der Bezirkswahl auf das Thema Verkehr anspricht, gibt es bei einem Thema ausnahmsweise keine zwei Meinungen: Die unzuverlässige S-Bahn-Verbindung zwischen Harburg und der Hamburger Innenstadt.

Wie man die Probleme lösen könnte und inwiefern eine U4-Verlängerung bis Harburg dabei helfen könnte – da gehen die Meinungen von SPD, CDU, FDP, GRÜNE, LINKE, AfD und Neue Liberale aber schon wieder auseinander.

Außerdem gibt es noch eine interessante Gemeinsamkeit  zwischen CDU, FDP, LINKE und AfD im Bezirk Harburg: Alle Partei fordern einen neuen S-Bahn-Elbtunnel bei Altona. Und: Die FDP will als einzige Partei im Bezirk Harburg die Zahl von Tempo 30-Zonen reduzieren, während alle anderen Parteien eher zusätzliche Tempo 30-Zonen schaffen wollen.

Was die Parteien in Harburg vor der Bezirkswahl am 26. Mai zum Thema Verkehr im Detail fordern, lesen Sie jetzt in unserem großen Wahlcheck.

Übrigens: Wir haben natürlich auch in den anderen Hamburger Bezirken die Parteien zum Thema Verkehr befragt. Die Links zu den Interviews finden Sie ganz unten auf der Seite.

NahverkehrHAMBURG: Welche Verbesserungen planen Sie für den ÖPNV im Bezirk Harburg?

SPD Harburg (Frank Richter, Platz 1 auf der Bezirksliste):
Unser Ziel ist es, den Busverkehr durch die Erweiterung der Kapazitäten durch eine verbesserte Taktung und den Einsatz von Gelenkbussen attraktiver zu machen. Einige Linien i…

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5 Antworten auf „Bezirkswahl 2019: Diese Mobilitäts-Ziele haben die Parteien in Harburg“

Jetzt muss ich direkt einmal einem SPD-Politiker zustimmen:
“Derzeit genießt der Bau der U4 Richtung Süden nicht die Priorität in der Stadt, da zunächst mit der U5, der S4 und dem Ausbau der S21 Bereiche Hamburgs schienenmäßig angebunden werden, die derzeit noch keine oder nur eine unzureichende Anbindung an den schienengebundenen ÖPNV haben.”

Ja, wann soll denn dann z.B. die S4 fahren, wenn, wie es einige in Bergedorf oder Harburg gern hätten, S21 und S2 bzw. S3 und S31 jeweils im 5-Minutentakt verkehren würden? Dann wäre kein Platz mehr für die S4, bei der wir sowieso schon auf den S41-Verstärker verzichten müssen.
Also bitte etwas mehr Solidarität mit denen, die bisher von einer S-Bahn-Anbindung nur träumen konnten.

(Das irgend wann einmal über eine S-Bahn-Nutzung der Güterumgehungsbahn oder eine 3. Stammstrecke nachgedacht werden muss, steht natürlich auf einem anderen Blatt und ist zur Zeit noch Zukunftsmusik.)

@HVV-Gegner: mit moderner LST (Stichwort ETCS) kann alle 90 Sekunden eine Bahn auf einem Gleis fahren. Davon abgesehen ist der verwöhnte, überversorgte Osten Hamburgs in einer deutlich bequemeren Lage als die Nutzer von S2 und S3. Sieht man ja schon daran, dass U-Bahn-Ampeln einfach ignoriert werden, weil man sie in spätrömischer Dekadenz für unnötig hält. Solidarität ist keine Einbahnstraße, Genosse.

“mit moderner LST (Stichwort ETCS) kann alle 90 Sekunden eine Bahn auf einem Gleis fahren.”

Damit magst Du ja recht haben.

Aber der Fahrgastwechsel, der Fahrgastwechsel…
(Wenn ich mir jetzt schon die Situation sowohl bei U- als auch S-Bahn in der Früh-HVZ anschaue, dann ist die Zugfolgedichte schon fast ausgereizt. Stichwort Pulkbildung)

“Wenn ich mir jetzt schon die Situation sowohl bei U- als auch S-Bahn in der Früh-HVZ anschaue”

Ist ja irrelevant, wenn derzeit technisch nur alle 2,5 bzw. 3,3 Minuten etwas fahren kann und man genau den selben Fahrgastwechsel hat. Die Kapazität auf den Bestandstrassen kann man entsprechend erhöhen. Und selbst wenn eine Bahn unerwartet zehn Sekunden länger braucht und der Folgezug etwas langsamer fährt oder gar ein paar Sekunden steht: die Leistung wird noch immer signifikant höher sein als bisher. Einfach mal den Blick über den Tellerrand bzw. in die Zukunft wagen statt notorisch alles schlechtzumachen.

Angesichts überfüllter S-Bahnzüge ist eine rasche Planung und Bau der U4 nach Harburg erforderlich. Aus Kosten-und Zeitgründen sollte Sie wo immer möglich oberirdisch geführt werden.

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