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Blockierte Bushaltebuchten: Warum es in Hamburg keine HVV-Abschleppwagen wie in Berlin gibt

Die Berliner Verkehrsbetriebe schleppen seit über einem Jahr selbst Fahrzeuge ab, die im Weg stehen. Dieses Modell könnte auch in Hamburg umgesetzt werden, scheitert derzeit jedoch an wichtigen Akteuren.

Avatar von Lars Hansen
Falschparker behindert Busverkehr in Hamburg
Ein Falschparker in einer Busbucht behindert den Busverkehr im Mühlenkamp in Winterhude. Der Bus kann die Haltebucht nicht richtig anfahren.

Steht ein Falschparker den Bussen im Weg, warten die Verkehrsbetriebe nicht auf die Polizei, sondern schleppen ihn einfach selbst ab. Seit ungefähr einem Jahr ist so etwas in Berlin Alltag. Dort dürfen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Falschparker auf Busspuren und Tramgleisen selbst abschleppen. Damit soll einerseits die Polizei entlastet und andererseits Zeit gespart werden, so das Kalkül, damit Bahnen und Busse möglichst schnell wieder vorankommen. 

Die Bilanz nach dem ersten Jahr sieht erfolgreich aus – zumindest, wenn man sich die Zahlen an durchgeführten Abschleppvorgängen ansieht. Knapp 6.000 Fahrzeuge hat die BVG selbst von Bus- und Straßenbahnspuren entfernen lassen. In mehr als 3.200 Fällen rückten die Verkehrsbetriebe dabei mit eigenen Abschleppwagen an, schrieb der Berliner Tagesspiegel im Februar und berief sich dabei auf Senatsangaben (siehe hier). „Wir kennen unsere Strecken und haben direkt Kontakt zu den Fahrern von Bus und Straßenbahn. So können wir schneller reagieren“, bilanzierte BVG-Sprecherin Petra Nelken in der Berliner Zeitung. 

Wäre so ein Instrument auch in Hamburg möglich? Und falls ja: Warum wird es bisher in der Hansestadt nicht genutzt?

NAHVERKEHR HAMBURG ist dieser Frage nachgegangen, hat mit Verantwortlichen gesprochen und herausgefunden, wer bei dem Thema auf der Bremse steht. 

Grundsätzlich dürfen die Verkehrsbetriebe in…

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Christian Hinkelmann, Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG

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