Braunschweig nimmt weltweit ersten E-Bus mit Ladeplatten an Haltestellen in Betrieb

Gestern hat in Braunschweig der erste mit der Bombardier PRIMOVE Technologie ausgestattete Elektrobus des örtlichen Verkehrsbetreibers Braunschweiger Verkehrs-AG den Linienbetrieb aufgenommen. Im Beisein hochrangiger Vertreter aus Bundes- und Landespolitik absolvierte der Elektrobus im Echtbetrieb seine erste Linienfahrt mit Fahrgästen durch die Stadt. Für die praktische Anwendbarkeit des Systems ist damit ein weiterer entscheidender Meilenstein erreicht.
Busspur in Hamburg
Eine markierte Busspur in Hamburg

Der Fahrgastbetrieb beginnt zunächst mit einem 12 Meter langen E-Solobus auf der zentralen Bus-Ringlinie M19. Ab Oktober folgen sukzessive vier weitere 18 Meter E-Gelenkbusse. Erstmals werden dann umweltfreundliche 18 Meter Elektrobusse konventionelle Busse im regulären Linienbetrieb ersetzen.

Die elektrischen Busse sind jeweils mit dem kabellosen PRIMOVE Schnellladesystem sowie den neuen PRIMOVE Hochleistungsbatterien ausgerüstet. In Braunschweig kommt damit das weltweit erste induktive Ladesystem zum Einsatz, das mit einer Leistung von 200 kW Elektrobusse in wenigen Sekunden soweit nachlädt, dass sie die nächsten Kilometer ihrer Busstrecke problemlos zurücklegen können.

In den letzten Wochen wurde der bereits vom TUV SUD zugelassene 12 Meter E-Bus noch letzten System- und Belastungstests unterzogen, so dass nun pünktlich zum Beginn des Fahrgastbetriebs die TUV-Zulassung für das PRIMOVE Gesamtsystem in Braunschweig erfolgen konnte. Dazu gehörten u. a. 280 nachgewiesene Ladezyklen, fast 3.000 elektrisch gefahrene Kilometer sowie diverse Tests zur elektrischen Sicherheit und elektromagnetischen Strahlung.

Für die Fahrgäste bleibt das PRIMOVE System weitgehend unhörbar und unsichtbar. Die Elektrobusse sind nicht nur leiser und vibrationsärmer als konventionelle Dieselbusse, sondern beschleunigen …

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4 Antworten auf „Braunschweig nimmt weltweit ersten E-Bus mit Ladeplatten an Haltestellen in Betrieb“

Tja, und ich dachte Hamburg wollte als erster diese Technik auf der Linie 3 einführen. Schade eigentlich. Was passiert denn nun mit den Hamburger Plänen?

@trungi
das ist in der Schublade geblieben. Ich glaube es handelte sich damals auch um ein etwas anderes Ladeprinzip. Außerdem ist die M3 eine VHH-Linie, die ebenfalls elektrotechnische Antriebe einführen wollen(s. Elektroantrieb bei der “Bergzieg” in Blankenese)Zudem setzt die Hochbahn gerade ein anderes System auf der 109 um. Dort werden sogenannte Pantographen an den Endhaltestellen installiert, wo die PlugInBusse dann nachgeladen werden können.

Wenn Hamburg keinen Zuschlag erhalten hat, hätte es das Projekt doch trotzdem auf eigene Kosten umsetzen können. Hamburg kann es sich schließlich auch an anderer Stelle leisten auf Zuschüsse zu verzichten. Aber offenbar ist es mit der Elekktromobilität doch nicht ganz so ernst gemeint, wie es Herr Scholz und seine Partei glauben machen möchten.

Gestern war im Fernsehen ein Bericht, wie Hamburger Bürger gegen den Lärm und die Abgase nicht zuletzt der Linienbusse auf die Barikaden und vor Gericht ziehen.

Übrigens hat Braunschweig nicht nur Primove Busse, Braunschweig hat auch ein Straßenbahnnetz und auf der Innotrans in Berlin war außer dem Primove Bus auch ein neuer Straßénbahnwagen für Braunschweig ausgestellt.

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