Breite Zustimmung für neuen S-Bahn-Fahrplan

Der künftige S-Bahn-Fahrplan mit verlängerten Haltezeiten an einzelnen Stationen stößt bei Politik, HVV und Fahrgastverband Pro Bahn auf breite Zustimmung.
Christian Hinkelmann
Symbolbild: Eine S-Bahn in den Abendstunden in Hamburg
Symbolbild: Eine S-Bahn in den Abendstunden in Hamburg

Die Hamburger S-Bahn bekommt für ihre beabsichtigten Fahrplanänderungen breite Zustimmung aus der Politik, sowie vom Hamburger Verkehrsverbund und dem Fahrgastverband Pro Bahn.

Wie NahverkehrHAMBURG in der vergangenen Woche zuerst berichtete, sollen zum 11. Dezember Fahr- und Haltezeiten verschoben und teilweise auch verlängert werden. Laut Bahn handelt es sich dabei um eine Anpassung an die Realität, denn wegen der steigenden Fahrgastzahlen dauert das Ein- und Aussteigen an den Bahnhöfen tendenziell immer länger. Außerdem wird der künftige neue S-Bahnhof an den Elbbrücken bereits im Fahrplan berücksichtigt (siehe hier).

“Den Plan den Betrieb zu stabilisieren und Verspätungen abzubauen begrüße ich”, so Grünen-Verkehrsexperte Martin Bill zu NahverkehrHAMBURG. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind den Kunden bei allen Befragung enorm wichtig.” Eine Ankunftszeit auf dem Papier nütze niemandem, wenn sie nicht gehalten werden könne, so der Bürgerschaftsabgeordnete weiter.

So sieht es auch der Vorsitzende des Verkehrsausschusses der Bürgerschaft, Ole Thorben Buschhüter (SPD): “Der Fahrgast hat nichts davon, wenn man es bei dem alten Fahrplan beließe, die Züge dann häufig aber dennoch Verspätungen ansammeln und so Anschlüsse verloren gehen, auf die er vertraut hat.” Die Gründe seien einleuchtend: “In Ohlsdorf wird die Kuppelzeit wieder verlängert, die Verkürzung vor zwei Jahren hat sich offenbar nicht bewährt. Die Zugfolge soll optimiert werden. Mehr Fahrgäste bedingen einen längeren Fahrgastwechsel.”

Auf einzelnen S-Bahn-Strecken werden die Reisezeiten sogar kürzer

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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5 Antworten auf „Breite Zustimmung für neuen S-Bahn-Fahrplan“

Breite Zustimmung für längere Fahrzeiten? Da ist doch noch mehr drin! Ich schlage ein Tempolimit von 30 km/h für U und S-Bahn vor. Ich hoffe auf breite Zustimmung.

Was man so alles für die Verkürzung der Haltezeiten tun könnte:
– sparsamer möblierte Bahnsteige
– rechtzeitige Wagenstandsanzeige mit “Füllstandsanzeige”
– automatische Rolli-Rampen
– ausgewiesene Bereiche für Kinderwagen, Fahrräder, …
– !!! Züge ohne Türstörungen !!!

Wem fällt noch etwas ein?

Eine Reform des S-Bahnfahrplans kann nur begrüßt werden. Aber es kommt auf Weiteres an:
Gute Wartung der Schienen und der Fahrzeuge.
Umfassend Investitionen in Bahnhöfe, den Rolltreppen und vor allem in neue Zugsysteme.
Die kommen jetzt bald? Hoffentlich!!!
Ein gutes Betriebsklima unter den ZugführerInnen, und vor allem genügend Personal.
Eine bessere Fahrplanabstimmung mit Bus und U-Bahn.
Weniger Ausfälle gerade bei der S2. Mehr S2 Züge morgens und nachmittags abends.
Und da immer 6er Systeme!!!
Mehr 9-Waggonszugsysteme in der Rushhour.
Und mehr Zugabteile für Fahrräder !
Die Alternative in Hamburg ist nicht das E-Auto sondern S-und U-Bahn kombiniert mit dem Fahrrad.

Immer wieder diese Vertröstungen auf die S4, die dann irgend wann einmal in diesem Jahrhundert in für Hamburger S-Bahn-Verhältnisse untypischer, da stark reduzierter, Taktfolge fahren soll. Frei nach dem Motto: “Die Leute im Wandsbeker Osten kennen eh’ nichts Besseres als die RB81 oder die Linie 9, und brauchen in Zukunft deshalb auch nichts fundamental Besseres.”
Und durch diese Vertröstungen bekommen wir nicht einmal eine Busbeschleunigung, auch nicht in der Zukunft, oder eine Taktverbesserung in der HVZ, sondern immer nur Verschlechterungen, Fahrzeitverlängerungen, entweder ungünstig gelegene, überflüssige oder fehlende Haltestellen…

Also wird diese Nahverkehrsregion für die gleichen erhöhten Preise, wie in den “rundum versorgten” und gepushten Stadtteilen, weiter benachteiligt.

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