Bürger diskutieren mit Verkehrspolitikern über Busbeschleunigung

Rund 200 Bürger haben gestern Abend mit Verkehrspolitikern der Hamburgischen Bürgerschaft über das umstrittene Busbeschleunigungsprogramm diskutiert. Dabei ging es hauptsächlich um das Thema Bürgerbeteiligung. Rückendeckung bekommt die Busoptimierung vom ADAC.
Von Christian Hinkelmann
Bauarbeiten zur Busbeschleunigung am Bezirksamt Eimsbüttel in Hamburg
Bauarbeiten zur Beschleunigung der hochbelasteten Metrobuslinie M5 am Bezirksamt Eimsbüttel

Bis in den späten Abend haben rund 200 Bürger und der Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft erstmals gemeinsam über das umstrittene Busbeschleunigungsprogramm des SPD-Senats diskutiert. Der Ausschuss hatte zu der öffentlichen Anhörung im Haus des Sports in Eimsbüttel geladen.

Zu Beginn verteidigte Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) die laufende Optimierung der wichtigsten Buslinien der Stadt für insgesamt 259 Millionen Euro und betonte, dass man Kritik der Bürger am Busbeschleunigungsprogramm ernst nehme.

In der anschließenden Diskussion kritisierten Bürger dann mangelnde Bürgerbeteiligung. “Jetzt hat der Senat die letzte Chance, gemeinsam zu planen”, betonte ein Sprecher der Bürgerinitiative “Unsere Uhlenhorst” laut Hamburger Abendblatt.

Auf der Uhlenhorst soll im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms die Papenhuder Straße umgebaut werden. Dabei sollen unter anderem die Radwege auf die Fahrbahn verlegt und die Fußwege dementsprechend verbreitert werden. Im Gegenzug fallen laut Senat allerdings 35 Parkplätze und zwei Bäume weg.

Ein weiterer Bürger aus Winterhude kritisierte gestern Abend laut Hamburger Abendblatt, dass die Vorschläge der Bürger von der Politik glattgebügelt würden.

Unterdessen hat der ADAC Fehlplanungen und Koord…

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Eine Antwort auf „Bürger diskutieren mit Verkehrspolitikern über Busbeschleunigung“

Hätten sie etwas anderes erwartet als das, dass der selbst als Busunternehmer tätige ADAC die Bevorrechtigung seiner Produkte befürwortet. Und dass es nicht zuviel sein darf, darüber wacht der Freund aller politischen Großmotoristen schon, siehe M5. Der Auto darf alles Club ist bekanntlich ein Großunternehmer auf dem gummigebundenen Verkehrssektor aber mit Sicherheit keine Objektive Größe, wenn es um öffentlichen Verkehr geht. Und da sind ihm natürlich Spuren für die Busse seiner Sponsoren noch immer lieber als Schienenverkehrsmittel, wie er ja früher auch recht deutlich ausgesagt hat, man sehe sich alte ADAC Hefte an und Verkehrsgutachten von ADAC Kreisvorsitzenden (Stichwort Schaechterle). Zudem schaffen ja Busspuren z. T. neue Verkehrsflächen für den MV (motorisierten Verkehr) und entlasten so die Straßen für dasw Hauptclientel des ADAC. Am liebsten sind dem ADAC U Bahnen, da sind die Behinderer des Straßenverkehrs unter der Erde und behindern nicht die freie Fahrt der Sponsoren des ADAC und sie werden übrigens auch als Alternative wesentlich weniger wahrgenommen. Aber trotz aller Kritik am ADAC ist dieser Club immerhin weiter als die SPD, in Niedersachsen Teileigentümer von VW, und sieht zukünftig die Stadtbahn als unverzichtbar an. Das heißt, es ist selbst der Offizielle Autofahrerlobbyverband im Bereich zukünftiger Verkehrsabwicklung weiter als die SPD. Das ist schon wirklich bemerkenswert.

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