Bürgerschaft berät über mögliche U4-Weiterplanung bis Harburg

Die Hamburgische Bürgerschaft berät morgen, am Mittwoch, über einen Antrag der CDU-Fraktion, der die Weiterplanung der U4 bis Wilhelmsburg und Harburg fordert.
Christian Hinkelmann
Symbolbild: Bauarbeiten im Tunnel der Hamburger U-Bahn.
Symbolbild: Bauarbeiten im Tunnel der Hamburger U-Bahn.
Foto: Christian Hinkelmann

In dem Papier wird der Senat aufgefordert, zu erklären, wie die Querung der Elbe aussehen könnte, wo die Trasse verlaufen sollte und mögliche betroffene Grundstücke freizuhalten.

Bei einer frühen Planung sei der Weiterbau der U4 laut CDU deutlich kostengünstiger zu realisieren, da in dem Bereich, in dem die U4 später einmal die Elbe queren könnte, Entscheidungen über den Ersatz der betagten Freihafenbrücke anstünden.

Deswegen sei hier und jetzt eine Diskussion über die Sachverhalte nötig, heißt es in dem Antrag.

Außerdem berät die Bürgerschaft morgen laut Tagesordnung über einen FDP-Antrag zur Busanbindung in der HafenCity.

Darin fordern die Liberalen unter anderem eine Verlängerung der Metrobuslinie 6 bis zu den Magellan-Terrassen, eine Weiterführung der Stadtbuslinie 111 bis zum Hauptbahnhof und die Verlängerung der Metrobuslinie 13 von Wilhelmsburg bis in die HafenCity.

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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6 Antworten auf „Bürgerschaft berät über mögliche U4-Weiterplanung bis Harburg“

Das Anliegen der CDU-Fraktion ist berechtigt. Man sollte die U4 nicht immer nur von Haltestelle zu Haltestelle planen, sondern mal sowas wie eine “wünschenswerte Zieltrasse” definieren (meinetwegen in mehreren Varianten) und diese dann in die zukünftige Stadtentwicklung einbeziehen.
Generell würde ich mir eine visionärere Verkehrspolitik wünschen. Dazu gehört für mich die Definition eines “Zielnetz 2030”. Wie wäre es z.B. mit einem östlichen Ast für die U4 von Horner Rennbahn über Manshardtstr. nach Jenfeld? Was ist mit Bahnsteigverlängerungen auf der U3, damit längere Züge verkehren können? Die U3 wird in heutiger Form in einigen Jahren an die Kapazitätsgrenze stoßen.
Auch die Stadtbahn ist ja keineswegs tot. Sie sollte allerdings behutsam von den äußeren Stadtteilen aus (z.B. Osdorfer Born) in die Stadt hinein entwickelt werden. Dort draußen sind Bauaufwand und politische Widerstände nicht so hoch wie im Zentrum, und es können höhere Reisegeschwindigkeiten erzielt werden.

Den richtigen Sprung über die Elbe hat die U4 doch schon längst verpasst.

Sie hätte von dem neuen Stadtteil mit dem schrecklichen Namen (“Hafen City”) auf direktem Weg Richtung Süden rübergeführt werden müssen, um in Wilhelmsburg unter der Veringstraße weiter zu fahren. Ja, das wäre teuer, und die Bahn würde unter Hafenbecken hindurchfahren müssen, wo derzeit nicht so sehr viele Leute ein- und aussteigen würden. Aber die Stadt hätte sich so eine charmant kurze Fahrzeit von Wilhelmsburg – Hamburg geschaffen und den “Sprung über dei Elbe” tatsächlich getätigt.

So ist es doch nur ein ärgerlicher Umweg über die Elbbrücken. Und dort fährt auch noch ohnehin schon die S-Bahn.

Viele Köche verderben den Brei..und: die, die am lautesten nach einer Stadtbahn schreien, schreien jetzt am lautesten gegen die U-Bahn. Die Argumentation pro Stadtbahn hat immer vom Kontra Bus (mit) gelebt. Wenn man jetzt über eine Verlängerung der U4 diskutiert, tauchen plötzlich die Busse als Alternative wieder auf, die vorher ja so schrecklich Rückständig waren. Das ist ein sehr durchschaubarer Versuch, die Wähler zu manipulieren. Wenn man jetzt sagen würde, man baut die U4 doch nicht weiter, würden die selben Politiker in ein paar Jahren wieder aus ihren Löchern kriechen und genau anders herum argumentieren. Das ist man ja von “Unter 5% Parteien” so gewohnt:-)

Zur Busanbindung am Besten noch den Schnellbus 31 dahinleiten. Ist jetzt kein Scherz, die Linie ist durch seinen Endpunkt im Rödingsmarkt dazu gerade prädistiniert. Und dadurch würde die VHH sicher mehr Fahrgäste gewinnen.

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