Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Bürgerschaft beschließt Busbeschleunigung – GAL kritisiert die Pläne

Das angekündigte Busbeschleunigungsprogramm des Hamburger Senats kommt. Die Bürgerschaft stimmte gestern Abend für das 259 Millionen teure Programm. Die GAL kritisiert die Pläne und spricht von "Autobeschleunigung". Unterdessen meldet der HVV neue Rekord-Fahrgastzahlen.
Christian Hinkelmann
Busbeschleunigung: Vorfahrt für Metroibuslinie M5 an der Universität/Staatsbibliothek in Hamburg
Ein Metrobus der Linie M5 nutzt die neue Busbeschleunigung, bzw. Ampelvorrangschaltung an der Haltestelle Universität/Staatsbibliothek in Hamburg.

259 Millionen Euro für die Beschleunigung von zehn Buslinien innerhalb der nächsten acht Jahre. Die Hamburgische Bürgerschaft hat gestern Abend den Weg für das umstrittene „Busbeschleunigungsprogramm“ des Senats frei gemacht. Bis 2020 sollen die Metrobuslinien 1, 2, 3, 5, 6, 7, 20 23, 25 und 26 ausgebaut werden. Das bedeutet: Mehr Sonderspuren für Busse und Ampelschaltungen, die den Busverkehr an Kreuzungen bevorzugen. Den Anfang soll die hoch belastete Metrobuslinie 5 machen. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein.

GAL: „reine Autobeschleunigung“

Der Verkehrsexperte der Grünen, Till Steffen, kritisiert die Umbaupläne scharf: „Dieses Programm ist überflüssiger Murks und Etikettenschwindel, denn das Busbeschleunigungsprogramm ist nichts weiter als ein Autobeschleunigungsprogramm. Willkommen in der Autostadt Hamburg.“ Laut dem GAL-Politiker sehen die konkreten Umbaupläne entlang der Metrobuslinien 4 und 5 vor, dass Busspuren zurückgebaut und dafür mehr Fahrstreifen für den Autoverkehr eingerichtet werden sollen. Steffen: „Allein bei den Knotenumbauten Kollaustraße/Niendorfer Straße, Grindelberg/Hallerstraße, Siemersplatz und Kieler Straße fallen mehr als 600 Meter Busspur weg – von nennenswerten neuen Busspuren ist nichts bekannt.“ Außerdem moniert der ex-Justizsenator, dass der Senat bislang weder nachprüfbaren Ziele noch eine Kosten-Nutzen-Analyse zur Busbeschleunigung vorgelegt habe. „Das legt den Schluss nah, dass der Senat gar kein wirkliches Interesse an der Beschleunigung…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Auf der Regionalbahnlinie RB76 zwischen Kiel und Oppendorf fährt nur äußerst selten ein Zug (Archivbild)

Datenanalyse: Das ist Norddeutschlands unzuverlässigste Bahnstrecke

Nirgendwo sonst im Norden gibt es so viele Zugausfälle, wie auf dieser Bahnstrecke. Der Fahrplan? Reine Glückssache. Meist fährt dort gar nichts. Diese Woche startet der x-te Versuch eines Neubeginns. Ist eine vorübergehende Stilllegung vielleicht der klügere Schritt für eine effektive Verkehrswende?

U-Bahn-Triebwagen vom Typ DT5 im Hamburger U-Bahnhof HafenCity Universität

100-Sekunden-Takt bei der U-Bahn in Hamburg: So weit ist das Projekt

Bis 2029 sollen auf zwei wichtigen Strecken in Hamburg die U-Bahnen im 100-Sekunden-Takt fahren können. So sind die bisherigen Tests verlaufen, das ist der aktuelle Stand der Vorbereitungen und diese beiden wichtigen Meilensteine stehen in diesem Jahr an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert