Bürgerschaft beschließt Verbesserungen im HVV und für Radfahrer

Die Bürgerschaft hat gestern die Prüfung eines besseren Busverkehrs im Hamburger Westen und eine deutlichere Kennzeichnung der 14 Velorouten beschlossen.
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Intermodaler Verkehr: HVV-Busse, Autoverkehr und Radfahrer teilen sich den Verkehrsraum in der Feldstraße in Hamburg

Ein knappes Jahr vor der nächsten Hamburg-Wahl wird das Thema Mobilität in der Politik immer dominanter. In der Bürgerschaftssitzung gestern Nachmittag hat das Stadtparlament gleich über fünf Verkehrsthemen abgestimmt.

Ein Thema waren unter anderem Verbesserungen für den HVV-Busverkehr im Hamburger Westen. Die Bürgerschaft hat mehrheitlich beschlossen, dass der rot-grüne Senat eine zusätzliche Buslinie zwischen Othmarschen und Eidelstedt prüfen soll, die möglichst schon zum Fahrplanwechsel im kommenden Dezember eingerichtet werden kann.

Außerdem soll der Senat prüfen, ob die Metrobuslinie 3 eine zusätzliche Haltestelle zwischen Kressenweg und Immenbusch bekommen kann und ob sich das Busangebot im Hamburger Westen noch weiter optimiert lässt. Mit den kurzfristigen Verbesserungen im Busverkehr soll die Wartezeit bis zum Bau des geplanten Schnellbahnanschlusses in Osdorf und Lurup überbrückt werden.

Nach dem Beschluss wurde der rot-grüne Antrag gleich an den Verkehrsausschuss der Bürgerschaft überwiesen – zur weiteren Detailberatung.

Velorouten in Hamburg sollen besser gekennzeichnet werden

Einen positiven Beschluss gab es gestern außerdem für einen Antrag der Grünen, die alle 14 Velorouten in Hamburg mit einem neu zu entwickelnden Piktogramm kennzeichnen wollen. Damit sollen die Fahrrad-Hauptrouten in der Stadt besser erkennbar werden. Auf einer Pilotstrecke soll die neue Kennzeichnung möglichst noch in diesem Jahr erprobt werden.

CDU-Antrag für besseres Jobticket wurde an Ausschuss überwiesen

Ein weiteres…

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12 Antworten auf „Bürgerschaft beschließt Verbesserungen im HVV und für Radfahrer“

Klar, wieder mal Verbesserung für den Hamburger Westen. Wir im Osten brauchen ja keinen besseren ÖPNV.
Aber dann bitte nicht über die RB81 herumjammern, wenn man “Verkehrsexperte” ist, aus Rahlstedt kommt und eigentlich die politischen Möglichkeiten zu einer Änderung der ÖPNV-Situation hätte.

Besser ÖPNV ist über zubegrüßen. Leider ist er in Hamburg einfach sauteuer. Wenn man nette bunte Schilder anbringt ist der Radweg dennoch zu schmal, voller Löcher, zugeparkt und zugewachsen. Von Mülltonnen, Ampeln, Bushaltestellen und Werbetafeln auf Radwegen ganz zuschweigen. Auf Straßen wie der Osterstraße ist das Radfahren auf dem, gefühlt 20cm breiten, Radarreifen immer eine Freude und außerhalb des Kerngebietes auf der Frohmestraße oder der Langhorner Chaussee eher ein Todeskampf.
Aber hey, es gibt neue bunte Schilder.

Wann werden die Fahrgäste und und die Fahrgastverbände beteiligt. Aber nein der HVv kann ja alles so toll alleine. Sage nur Dezember 2018 für ganz viele Fahrgäste 20 Minuten Fahrzeit Verlängerung.

In Sachen Velorouten scheint man in Hamburg immer das Rad neu erfinden zu wollen! Sollen doch die hochbezahlten Verkehrsexperten der Behörde mal in den Niederlanden in die Lehre gehen. Dort kann man bestens studieren, was man wie Radfahrerfreundlich und umsetzungsorientiert machen kann! Es würde schon viel helfen alle Radwege und Radvorrangstrekcen rot zu asphaltieren/anzumalen und die Bestandswege zu reinigen /reparieren. Das würde die Aufmerksamkeit der Autofahrer deutlich erhöhen und den Radlern kurzfristig helfen!.

“Hochbezahlt”, der war gut. Mal in den TVöD geschaut? Wer nun nicht gerade Amtsleiter ist, sondern nur einer von vielen einfachen Sachbearbeitern, wird meist nach E13 bezahlt, mit Glück E14, wenn die Personalabteilung gemerkt hat, dass man mit wenig Knete keine Fachleute bekommt. Da beginnt man mit knapp über 54.000 Euro Bruttojahresgehalt (plus Lohnprämie), also sehr mager. Zwar gibt es nach “nur” drei Jahren bis zur Stufe 3 einen Aufstieg auf knapp 63.000 Euro, aber insgesamt braucht man bis zur letzten Stufe 15 Jahre und dann ist bei 79.000 Euro Schluss. Die Hälfte holt sich der Staat dann auch wieder zurück. Da muss man schon ein ziemlicher Überzeugungstäter sein, um für das Geld morgens aufzustehen. Mag ja ein sicherer Job sein und der Stress in vielen Bereichen überschaubar bleiben, aber mal ehrlich, für so’n schmalen Taler…

* Wo bleiben die Radstationen in Ballungsräumen im Bezirk Wandsbek?

* Wo bleiben die Car-Sharing-Stationen in Ballungsräumen im Bezirk Wandsbek?

Wo bleibt der massive Ausbau des Schienennetzes im Bezirk Wandsbek? Bevor jetzt jemand “U5 und S4” schreit:

In Hamburg hat bekanntlich nur 38 % der Einwohner einen fußläufigen Anschluss ans Schienennetz. Im Bezirk Wandsbek sind es wohl höchstens 80.000 Einwohner (wenn man die RB-Stationen (im besten Fall alle 30 Minuten ein Zug) mitrechnet), also deutlich unter 20 %.

Die Projekte S4 und U5 sollen ja entscheidende Verbesserungen bringen.

* Von den vermutlich 27 Stationen der U 5 werden ganze 2 (Steilshoop, Bramfeld) auf Wandsbeker Gebiet gebaut, sodass etwa 20.000-25.000 zusätzlich einen direkten Schienenanschluss erhalten.
* Von den auf Wandsbeker Gebiet zusätzlich geplanten S-4-Stationen (Holstenhofweg, Pulverhofweg) profitieren weitere 10.000 Wandsbeker. (Weitere ca. 20.000 erhalten mit der S4 eine Angebotsausweitung in Rahlstedt, Tonndorf und Wandsbek Bf/Bovestraße; Bei Claudiusstraße profitiert wohl niemand, der nicht schon von Wandsbek Markt oder Wandsbek Bf/Bovestraße abgedeckt wäre.)

Damit erhalten zusätzliche 30.000 bis 50.000 Wandsbeker 2030-2040 einen Schienenanschluss. Wandsbek wird dann fast 500.000 Einwohner haben. Von diesen dürften bei aktueller Planung und schienennaher Nachverdichtung 25-30 % einen Schienenanschluss haben, bei “erst Bauen, dann Denken” eher 20-25 %. Und nein, die Einwohner Wandsbeks wohnen nicht überwiegend auf dem ‘Volks’dorf, sondern durchaus in verdichteten Lagen.

Wir brauchen keinen Streit zwischen den Bezirken oder irgendwelche Nord-Süd-Ost-West Debatten. Hamburg in hinsichtlich des Verkehrs überall schwach, mal sind es Radwege, mal Straßen, der ÖPNV oder eine beliebige Kombination daraus.

Aktuell sind jedoch die konkreten Großplanungen für den Osten (S4, Verlängerung U4) und Nordosten/MItte (U5) weiter – auch zeitlich näher 😉 – als die ewig geplante U-Bahn im Westen. Von den sehr weit entfernten Ideen für den südlich der Elbe gelegenen Teil Hamburgs (Harburg) mal ganz zu schweigen.

Die letzte aktuelle “Verbesserung” für den Westen ist die 1€ Regelung für die IOKI-Benutzung – Danke dafür. Kennt jemand deren aktuellen Nutzerzahlen? Peinlich.

Ich halte die Anzahl und Frequenz der Linien im Hamburger Westen (z.B. im IOKI-Gebiet) für grundsätzlich nicht falsch oder unzureichend, aber die Linienführung scheint nicht wirklich den nachgefragten Wegen zu entsprechen. Viele Zick-Zack-Führungen und fehlende Direktverbindungen sind eben nicht die Lösung, die vorgeschlagene Linie (Eidelstedt-Othmarschen) klingt in diesem Zusammenhang vernünftig. So wie die Linien 2,3 ohne größere Umwege in Richtung Altona/Zentrum fahren.

Wahrscheinlich wird aber wieder entweder etwas dagegen sprechen oder irgendeine Straßenecke soll doch noch mitgenommen werden, und so entsteht wieder ein Umweg. Bleiben wir gespannt.

Hallo Flevo,

nein, Streit zwischen den Bezirken soll es auf keinen Fall werden. Und euch in Lurup wünsche ich von ganzem Herzen, dass ihr auch die Schnellbahnanbindung zügig bekommt. Deshalb bin ich auch dafür, dass diese mit der S-Bahn erfolgt, da die Netzintegration schneller und einfacher geht und große Teile kostengünstig oberirdisch gebaut werden könnten. Das Gleiche trifft auch für den Nordwesten zu: schnelle AKN-Elektrifizierung bis Quickborn, unabhängig von der “Ellerauer Blockade”. Und auch für den Süden: U4 als zweites Standbein neben der S3, und auch dort und in Bergedorf Lastenstadträder.
Aber bei uns muss eben auch ein großer Rückstand aufgearbeitet werden: S4, Anbindung von Steilshoop und hoffentlich auch von Jenfeld mit einer weiteren U4-Verlängerung. Das hätte alles schon vor Jahrzehnten passieren müssen, ganz genau wie die Anbindung vom Osdorfer Born.

Kleine Anmerkung noch zu meinem gestrigen Beitrag, nachdem ich die “Hamburger Nahverkehrs-Nachrichten” (HN), die jetzt gemeinsam mit den “Hamburger Blättern” (HB) erscheint, ausgelesen habe:

Ein längerer Diskussionsbeitrag aus dem HB-Themenumfeld widmet sich dem Erhalt des bisherigen Fern-/Regionalbahnhofs Altona. Ich finde diesen Beitrag sehr fundiert recherchiert und mit vielen guten Argumenten für den Erhalt. Da bin ich voll bei dem Verfasser. Aber warum kündigt dieser dann eine Diskussionsfortsetzung zum Thema S4 an (die er durchweg in Anführungsstrichen setzt), der er eine “untragbare verkehrliche Überlastung der S-Bahn-Bahnsteige und Bahnsteigzugänge” mit werktäglich mehr als 100000 zusätzlichen Fahrgästen unterstellt. (Dieser Beitrag wird wohl in der Juni-Ausgabe erscheinen.)
Da frage ich mich dann wieder: Warum kann man denn nicht die Verkehrsbedürfnisse der (eigenen) zentrumsnahen Altonaer Einwohner UND der Menschen im Wandsbeker Osten verstehen? Warum soll es nicht gehen, den Altonaer Bahnhof zu erhalten und zu optimieren UND mit der S4 eine grundlegende Verbesserung des ÖPNV in meiner Wohngegend zu schaffen? Warum immer wieder dieses gegenseitige Ausspielen? Das erinnert mich immer an die Kommentare eines anderen “Altona-Aktiven” hier im Forum, aber auch an die Haltung der Grünen während “Schwarz-Grün”. Die hätten damals auch sagen können: “Wir bauen die Stadtbahn UND die S4, denn beides ist notwendig und wichtig.”

Das einzig gute am Hamburger ÖPNV ist die App. Wieso das ganze Verbund heisst, ist mir unklar. Wenn der Bus in Rahlstedt ankommt, fährt die Bahn gerade weg. Wenn die Bahn aus der Stadt ankommt, fahren einem gerade zwei Buslinien vor der Nase weg. IHR BERSCGWENDET UNSERE LEBENSZEIT!! Und was den Osten betrifft sag ich nur S21. Ich bin froh, das mich mein Nachbar und Kollege mit dem Auto mitnimmt. 30 min zu mehr als ne Stunde. Peinlich.

“Wieso das ganze Verbund heisst, ist mir unklar.”

Weil man mit der gleichen Fahrkarte die S-Bahn der Bundesbahn,
die Verkehrsmittel der städtischen Hochbahn-Gesellschaft
und Verkehrsmittel im Umland
fahren kann.

Was Ihnen heute als Selbstverständlichkeit vorkommt
war damals eine Pionierleistung in Deutschland.
Das gibt es so immer noch NICHT ÜBERALL !!!

Denn die Fahrkarten für den Nutzer werden dann oft billiger –
und die geringeren Einnahmen der Verkehrsunternehmen
müssen von den Städten, Kreisen und Ländern
zusätzlich aus dem Haushalt ausgeglichen werden.

Mit Verbund ist aber nicht unbedingt
auch die Planung des Angebots verbunden.
Sondern Verbünde haben meist “nur” die Aufgabe,
die Einnahmen aus dem Ticketverkauf
zu verteilen.

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