Bundestagswahl: Das versprechen die Parteien zum Thema Verkehr

Gratis-Nahverkehr, Umweltzonen, Deutschland-Takt, Diesel-Verbot, Elektromobilität und Tempolimits: Das versprechen die Parteien zum Thema Verkehr bei der Bundestagswahl.
Dichter Auto-Verkehr zur Rush-Hour in Hamburg
Dichter Auto-Verkehr zur Rush-Hour in Hamburg

Bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag stimmen die Deutschen auch über die Verkehrspolitik der kommenden vier Jahre ab: Soll der Öffentliche Nahverkehr mehr gefördert werden? Was ist mit den Ticketpreisen? Wie sieht die Zukunft der Deutschen Bahn aus? Kommt ein generelles Tempolimit auf Autobahnen? Was wird aus dem Diesel-Motor und wie ernst meinen es die Parteien mit Elektromobilität und Klimaschutz?

Wir haben die Wahlprogramme von Union (CDU/CSU), SPD, FDP, GRÜNE, LINKE und AfD zur Bundestagswahl mit dem Fokus “Verkehr” analysiert und versucht, diese in insgesamt 23 Themenblöcken so weit wie möglich vergleichbar zu machen.

Was dabei auffällt: Bei einigen Themen gibt es zwischen einzelnen Parteien überraschende Schnittmengen. So hat die Union zum Beispiel mit den Grünen offenbar ähnlich viele Gemeinsamkeiten, wie mit der SPD. Und: Während sich GRÜNE und LINKE in ihren Wahlprogrammen sehr ausführlich mit den Thema Verkehr auseinandersetzen, befassen sich FDP und AfD nur sehr knapp damit. Union und SPD liegen in der Mitte dazwischen.

Lesen Sie hier die Standpunkte der Parteien zum Thema Verkehr bei der Bundestagswahl 2017

1. Ticketangebote im Nahverkehr vernetzen

Die Union will die einzelnen Verkehrsverbünde in der Republik vernetzen und ein einheitliches digitales Ticket einführen, mit denen man in ganz Deutschland den Öffentlichen Nahverkehr nutzen kann. Die GRÜNEN gehen sogar noch einen Schritt weiter und wollen einen Mobilitätspass, mit dem sich nicht nur Bus- und Bahnfahrten, sondern auch Leihräder, Taxis und Mietwagen buchen lassen. Ähnlich sehen die Pläne der SPD

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6 Antworten auf „Bundestagswahl: Das versprechen die Parteien zum Thema Verkehr“

Wird bei Union und FDP allgemein zum Thema “Sanierung und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur” gefordert und taucht hier unter Punkt 4 auf (s.o.)

Re 1) Das Problem ist doch dass die Verkehrsverbuende ihre Fahrkartensysteme auch nach lokalen Gegenheiten ausrichten, insbesondere geografischen. So hat Berlin z.B. drei Ringe, was mit dem S-Bahnring und dem ziemlich kreisrunden Stadtgebiet sinnvoll ist. Die Struktur im Rhein-Ruhr-Gebiet ist aus offensichtlichen Gruenden ganz anders. In laendlichen Gebieten sieht es aenhlich aus – es macht einen grossen Unterschied ob ein laendlicher Bereiche im Umland einer Grosstadt liegt (z.B. Brandenburg, Holstein, oder nicht, oder zwischen zweien. Und ueberhaupt ist OEPNV Laendersache, Tarife unterscheiden sich also auch danach wie viel Geld jedes lands fuer den OEPNV zur Verfuegung stellt. Entweder wollen die Parteien das alles zentralisieren (was zuerst mal einer Grundgesetzaenderung bedarf) oder die Forderung ist eine dicke Fette Luege…

Man muss dazu nicht unbedingt zentralisieren. Mann kann schon mal besser koordinieren und standardisieren.
In Holland gibt es zB chip-Karten, die über meherere Verkehrsverbünde benutzt werden können. Das system erkennt beim ein und aus”stempeln”, wie man gefahren ist, und es wird der jeweilig günstigste Tarif berechnet und der Betrag and den zugehörigen Verkehrsunternehmen überwiesen. Die Technik dazu ist da, und ist nicht kompliziert. Der politische Wille, allerdings….

“Vorbild ist der eigenentwickelte Street Soccer der Deutschen Post.”
Steht das so im Wahlprogramm? Die Post hat Scooter entwickelt, nicht “Fußball” 🙂

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