Busbeschleunigung in Hamburg kommt nur langsam voran

Das Busbeschleunigungsprogramm in Hamburg kommt nur langsam voran. Bis Ende März wurde erst ein Drittel des Budgets verbaut. Eigentlich sollte diese Summe schon Anfang 2014 erreicht werden. An mindestens drei Baustellen werden Verzögerungen erwartet. Grund ist unter anderem die versprochene stärkere Bürgerbeteiligung.
Von Christian Hinkelmann
Bauarbeiten zur Busbeschleunigung in Hamburg mit einem Metrobus der Linie M5
Bauarbeiten zur Busbeschleunigung am Bezirksamt Eimsbüttel. Bau der Halteinsel für die Metrobuslinien M4 und M5. Im Hintergrund ein Doppelgelenkbus (XXL-Bus) der Linie M5.

Das Busbeschleunigungsprogramm des Hamburger Senats kommt nur langsam voran. Bis Ende März dieses Jahres wurden erst 47 Millionen verbaut. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervor. Eigentlich sollte diese Summe schon Anfang 2014 überschritten werden.

Somit ist zweieinhalb Jahre nach Start der ersten Bauarbeiten gerade einmal ein Drittel des Budgets ausgegeben worden. Eigentlich wollte die Stadt Hamburg bis Ende des kommenden Jahres 157 Millionen Euro für die Beschleunigung der wichtigsten sieben Metrobuslinien verbauen.

Zwar betont der Senat, dass sich die Arbeiten generell im Zeitplan befänden – räumt aber zugleich ein, dass er bei mindestens drei Bauvorhaben Verzögerungen erwarte: Am Sievekingplatz, weil hier eine Abhängigkeit mit Leitungsarbeiten bestehe, an der Kreuzung Max-Brauer-Allee/Holstenstraße, weil hier eine umfangreiche Bürgerbeteiligung vorgesehen sei und an der Kreuzung Luruper Chaussee/Ebertallee, da eine Abstimmung mit der Bebauung der Trabrennbahn erforderlich sei.

Ein Grund für das generell langsame Vorankommen der Busbeschleunigung ist die versprochene stärkere Bürgerbeteiligung. “Diese Prozesse sind zeitintensiv und in Teilen ergebnisoffen, so dass es dadurch zu Verschiebungen kommen kann und höchstwahrscheinlich auch wird&…

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3 Antworten auf „Busbeschleunigung in Hamburg kommt nur langsam voran“

Das ist unser geliebtes Hamburg:
die Stadt entschuldigt sich, weil sie das Geld nicht so schnell ausgeben kann, wie geplant.
Sie entschuldigt sich aber nicht, dass es bis auf eine Beschleunigung der M2 gar keine signifikanten Verbesserung für den ÖPNV gibt. Anschlüsse werden weiter nicht gehalten, die Busse sind nicht schneller, viel zu voll und viele Ampeln sind nicht mit Vorrangschaltung für die Busse ausgestattet.
Nun gut, der motorisierte Individualverkehr (miV) kommt schneller über die “Busse beschleunigten” Kreuzungen, da haben die Busse auch etwas von, weil es eine Zeitlang weniger Staus geben wird, Bis dann der miV weiter zugenommen hat und die Straßen verstopft, weil eine Fahrt mit dem ÖPNV nicht so richtig eine Alternative ist.
Gut, dass nach der überteuerten Busbeschleunigung eine überteuerte U-Bahn kommt. Dann haben wir wieder mehr Platz für die Autos. Die ÖPNV Kunden zahlen es mit überteuerten Tickets…
Aber dafür muss die Stadt sich nicht entschuldigen…

Für mich liest sich das wie eine Erfolgsmeldung. Mehr Bürgerbeteiligung bedeutet in der Regel bessere Planung und damit ein besseres Ergebnis. Mehr Zufriedenheit beim Bürger, also dem Kunden und Steuerzahler, sowieso. Plant man für die nächsten 50 Jahre, sollte man sich diese Zeit nehmen. Deswegen verstehe ich den etwas beschwerlichen Unterton der Mitteilung nicht.

Frage: Zählen auch Verzögerungen in der Bauasuführung dazu? Ich lese, dass ‘Nordheimstraße/Eichenlohweg’ noch bis August fertig werden soll. Nach meinen Beobachtungen des Baufortschritts an der Fuhle kann das nur Augsut 2016 sein. Die Fuhle soll seit 1/2 Jahr fertig sein, nur im Südabschnitt waren noch Restarbeiten bis Februar angesagt.
Oder zählen (richtigerweise!) nur die 200 m Busspur zwischen Mildestieg und Langenfoort dazu? Die sind allerdings fertig.

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