Busbeschleunigung: Umbau in der Papenhuder Straße ist gestartet

Auf der Uhlenhorst hat gestern der Bau für das Busbeschleunigungsprogramm der Stadt Hamburg begonnen. Betroffen sind die Papenhuder Straße und der Hofweg.
Von Christian Hinkelmann
Ein Metrobus der Linie 6 passiert eine Baustelle in der Papenhuder Straße
Ein Metrobus der Linie 6 passiert die Baustelle in der Papenhuder Straße

Die stark belastete Metrobuslinie 6 mit täglich rund 24.000 Fahrgästen soll schneller durch die häufig zugeparkte Papenhuder Straße und den Hof weg kommen.

Seit gestern werden die beiden Straßen für das Busbeschleunigungsprogramm des Senats umgebaut. Das in beiden Straßen allgegenwärtige Zweite-Reihe-Parken, das den Busverkehr erheblich ausbremst, soll verhindert werden, indem neue Radfahrstreifen auf der Fahrbahn markiert werden. Im Hofweg sollen sie beidseitig erstellt werden, in der Papenhuder Straße allerdings nur in Fahrtrichtung stadteinwärts.

Auf eine Radspur in der Gegenrichtung hat die Stadt Hamburg nach mühsamen Auseinandersetzungen mit Anwohnern letztendlich verzichtet – zugunsten von Autoparkplätzen. Nach den ursprünglichen Plänen wären dafür 35 Parkplätze wegfallen, jetzt bleibt die Zahl der Stellplätze in beiden Straßen zusammengerechnet voll erhalten.

In Richtung stadtauswärts müssen sich Busse, Autos (rund 1000 Kfz täglich) und Radfahrer also weiterhin eine schmale Spur teilen.

Außerdem werden die Ampeln in der Papenhuder Straße und im Hofweg mit einer Vorrangschaltung für Busse ausgerüstet und die Bushaltestelle Averhoffstraße barrierefrei ausgebaut.

Der Umbau für die Busbeschleunigung ist in zwei Phasen unterteilt. Phase 1 soll bis zum 20. November dauern. In dieser Zeit sind der Hofweg und die Papenhuder Straße eine Einbahnstraße in Richtung stadteinwärts. Die Busse werden in Richtung stadtauswärts über den Mundsburger Damm, den Winterhuder Weg und die Zimmerstraße umgeleitet. Die Haltestelle Averhoffstraße st…

Auch interessant

ARGO AI-Deutschlandchef Dr. Reinhard Stolle, Christian Senger, Bereichsleiter Autonomes Fahren bei der Nutzfahrzeugsparte von VW und Moia-Chef Robert Henrich (v.l.n.r.)

In diesen Stadtteilen will Moia künftig autonom fahren

Der Fahrdienst Moia will noch in diesem Jahr mit den Vorbereitung für einen fahrerlosen Betrieb starten. Dazu hat sich die VW-Tochter ein ambitioniertes Testgebiet ausgesucht. Mit welchen Herausforderungen Verkehrssenator Tjarks rechnet und was mit dem bisherigen Moia-Dienst passiert.

5 Antworten auf „Busbeschleunigung: Umbau in der Papenhuder Straße ist gestartet“

Nur 35 Parkplätze gerettet… Eine lächerlich kleine Zahl angesichts des Bedarfs in diesem Stadtteil, da muss dringend mehr getan werden. Es fehlt den Anwohnern und den zuständigen Planern und Politikern offensichtlich leider an der Weitsicht, sich dieses Problems ernsthaft und konsequent anzunehmen.
Besser und wesentlich anwohnerfreundlicher wäre, ein paar Wohngebäude in der Straße abzureißen und an deren Stelle ein Parkhaus zu bauen, dann wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: 1. Weniger Anwohner, also auch (zumindest vorübergehend) weniger Parkplatzbedarf, und 2. endlich ausreichend Parkplätze für alle (verbliebenen) Anwohner und Besucher. Dass dafür einige wenige Wohnungen (ich schätze 20 bis 30) wegfallen, ist spielend in Kauf zu nehmen für die sehr moderne und angenehme Bequemlichkeit eines Parkhauses.
Diese 35 “geretteten” Parkplätze sind eine Zumutung und viel zu wenig! Seid endlich konsequent und schafft Parkraum statt Wohnraum! In ganz Hamburg! Weg mit den Menschen, her mit den Parkplätzen!

das ist wohl etwas übertrieben aber ich verstehe tatsächlich auch nicht warum man in Wohngebieten keinen Parkhäuser baut. Klar nachträgliches unterhöhlen von Gebäuden ist wohl nicht drin. Aber es gibt immer Baulücken wo sowas hinpasst. Quasi ein Quartiersparkhaus. Man muss es halt nur bezahlen wollen und in kauf nehmen mehr als 100m zum Haus zu gehen.

“Auf eine Radspur in der Gegenrichtung hat die Stadt Hamburg nach mühsamen Auseinandersetzungen mit Anwohnern letztendlich verzichtet – zugunsten von Autoparkplätzen. Nach den ursprünglichen Plänen wären dafür 35 Parkplätze wegfallen, jetzt bleibt die Zahl der Stellplätze in beiden Straßen zusammengerechnet voll erhalten.

In Richtung stadtauswärts müssen sich Busse, Autos (rund 1000 Kfz täglich) und Radfahrer also weiterhin eine schmale Spur teilen.”

M.a.W.: Die Interessen von ~35 Stehzeugbesitzern wiegen schwerer als die von über 1000 Verkehrsteilnehmern. Laut StVO hat fließender Verkehr Vorrang vor stehendem Verkehr. Warum können diese Stehzeugbesitzer nicht irgendwo in der Nähe einen Stellplatz kaufen? Warum muss es ein von der öffentlichen Hand, von allen Steuerzahlern finanzierter sein?

Ich hielte es für wesentlich einfacher und kostengünstiger, wenn man einfach das “Zweite-Reihe-Parken” unattraktiv macht. Ein paar hübsche Verbotsschilder aufstellen (sofern Nach StVO überhaupt erforderlich), und dann gnadenlos abräumen. Im Viertelstundentakt! Nach ein paar Tagen hat sich das herumgesprochen und der Bus hat freie Fahrt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.