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Catcalling in Hamburg: Es passiert auf dem Rad, in der Bahn und mal eben im Vorbeigehen

Für viele Frauen und Mädchen sind anzügliche Blicke, Gesten und Kommentare über ihren Körper Teil des Alltags. Die Hamburgerin Mali-Janice Paede schildert im Interview, wie sie ihr Mobilitätsverhalten anpasst, um Catcalling zu vermeiden, warum die Sicherheitskampagne des HVV aus ihrer Sicht zu kurz greift – und was Hochbahn und Co. ändern müssten, damit Frauen sich…

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Die Hamburgerin Mali-Janice Paede berichtet im Interview, wie Catcalling ihr Mobilitätsverhalten im Alltag beeinflusst.
Die Hamburgerin Mali-Janice Paede berichtet im Interview, wie Catcalling ihr Mobilitätsverhalten im Alltag beeinflusst.

„Halt doch mal an, Süße“ oder „Geiler Arsch“ – Sprüche wie diese gehören für viele junge Frauen und Mädchen in Hamburg zum Alltag. Sie zählen noch zu den vermeintlich „harmloseren“ Formen obszöner Belästigung, denen die Betroffenen im öffentlichen Raum, in Bussen, Bahnen und an den Haltestellen von HVV und Co. ausgesetzt sind.

Dass solche Erfahrungen kein Einzelfall sind, machten Initiativen wie „catcalls.hamburg“ bereits vor Jahren sichtbar. Mit Kreide schrieben sie damals die anzüglichen Kommentare an die Orte, an denen sie gefallen waren, fotografierten sie und veröffentlichten die Bilder online. Die beiläufige Beleidigung von Frauen im Alltag, wird so als strukturelles Problem Hamburgs erkennbar.

In Ländern wie Portugal, Spanien, Belgien oder den Niederlanden ist dieses sogenannte Catcalling inzwischen strafbar. In Deutschland hingegen nicht. Zwar kann eine Beleidigung wie „Arschloch“ nach § 185 Strafgesetzbuch geahndet werden, anzügliche Bemerkungen über den Körper von Frauen bleiben jedoch meist folgenlos.

Dabei zeigen Studien, etwa des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), dass Catcalling den Alltag der Betroffenen deutlich beeinflusst: Rund 40 Prozent meiden bestimmte Orte oder Routen oder passen ihr Verhalten an und teils auch ihre Kleidung.

Mali-Janice Paede (31) berichtet im Interview, wie Catcalling sie seit ihrem 14. Lebensjahr begleitet, wie es ihre Mobilität jeden Tag prägt – und wie Entscheidungsträger vom HVV bis zur S-Bahn, ihre Handlungsspielräume nutzen sollten, um Betroffene besser vor diesen Belästigungen zu schützen.

NAHVERKEHR HAMBURG: Was verstehen Sie konkret unter Catcalling – und wo ziehen Sie die Grenze zwischen Kompliment und Belästigung?

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